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Pressemitteilung

Frankfurt

Jones Lang LaSalle zu den globalen Gewerbeimmobilien-Investmentmärkten: Transaktionsvolumen 2010 + 50 % auf 316 Mrd. USD – 2011 weiterer Anstieg um 25% erwartet


 
 
London, Chicago, Singapur, 20. Januar 2011 - Nach den neuesten Zahlen von Jones Lang LaSalle beliefen sich die globalen Transaktionsvolumina für Gewerbeimmobilien* des Gesamtjahres 2010 auf 316 Mrd. US-Dollar, gleichbedeutend einem Plus von 50 % gegenüber 2009 (209 Mrd. USD), dem niedrigsten Jahreswert seit 2003.

Der Anstieg ist nicht zuletzt dem starken 4. Quartal zu verdanken. Erstmals seit Ausbruch der globalen Finanzkrise 2007 hat das dabei investierte Volumen wieder die 100 Mrd. USD – Marke übersprungen. Während in der ersten Jahreshälfte vor allem die weltweiten Schlüsselmärkte eine positive Entwicklung zeigten, wurden in den Monaten Oktober bis Dezember starke Aktivitäten über alle Regionen hinweg registriert. „Besonders stechen dabei aufstrebende Länder wie China oder Brasilien heraus, deren Quartalsvolumina im 4. Quartal auf Rekordhöhe lagen. Auch in den USA, den skandinavischen Ländern und Deutschland gab es den drei letzten Monaten 2010 einen signifikanten Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum”, so Arthur de Haast, Leiter der International Capital Group von Jones Lang LaSalle. Und weiter: „Anfang 2010 gingen wir davon aus, dass das globale Transaktionsvolumen sich am Jahresende um 300 Mrd. USD einpendeln würde. Das starke 4. Quartal hat unsere Erwartungen übertroffen. Das Ausbleiben von Schockereignissen an den Finanzmärkten sowie weiterer Staatsverschuldungskrisen vorausgesetzt erwarten wir für 2011 eine Fortsetzung des Aufschwungs und einen weiteren Anstieg der globalen Volumina um 20 – 25 %.”
 

Überblick nach Regionen

Den stärksten Anstieg verzeichneten 2010 die beiden Regionen Amerika und EMEA, die 2008 und 2009 die größten Rückgänge hinnehmen mussten.

Das Gesamtjahresvolumen 2010 in der Region Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika) hat sich von 45 Mrd. USD in 2009 auf 97 Mrd. USD in 2010 mehr als verdoppelt, damit den höchsten prozentualen Anstieg aller drei Regionen notiert. Die Investitions-Aktivität erreichte im 4. Quartal 2010 mit 38 Mrd. USD das höchste Quartalsniveau seit dem 1. Quartal 2008, entsprechend einem Anstieg von 150 % gegenüber dem 4. Quartal 2009.

„Die Erholung der Region Amerika stützt sich hauptsächlich auf das Investoren-Interesse an den Core-Märkten der Gateway-Cities wie New York, Washington DC, San Francisco und Rio de Janeiro, freilich mit wachsendem Druck auf die Renditen. Als Folge weiten die Investoren ihr Interesse nun auf Primär-Märkte jenseits der Küstenregionen aus”, so Steve Collins, Leiter der International Capital Group Amerika. Und weiter: „Ein gutes Beispiel liefert die Entwicklung in Brasilien: vor dem Hintergrund der verbesserten Produktverfügbarkeit und auch der Qualität der Objekte lag das Transaktionsvolumen im 4. Quartal 2010 mit 3,4 Mrd. USD dreimal höher als im vierten Quartal 2009 und damit in Rekordhöhe.“ 

Für 2011 wird in der Region Amerika mit einem Anstieg des Transaktionsvolumens um 40 % gegenüber 2010 auf 135 Mrd. gerechnet. 

Die Region EMEA (Europa, dem Nahen Osten und Afrika) verzeichnete 2010 mit 102 Mrd. Euro (136 Mrd. USD) das höchste Gesamtvolumen aller drei Regionen, in USD ein Anstieg von fast 40 % gegenüber dem Vorjahr. Allein das 4. Quartal steuerte 49 Mrd. USD bei, das mit Abstand höchste Niveau seit dem 1. Quartal 2008 (60 Mrd. USD). Auf die drei größten Märkte Europas – Großbritannien, Deutschland und Frankreich – entfiel mehr als die Hälfte der Direktinvestitionen. In Großbritannien lag das Transaktionsvolumen bei 49 Mrd. USD, ein Anstieg von 46 % gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere ausländische Investoren haben London aufgrund der Transparenz und Liquidität des Marktes als sicheren Hafen mit Schutz gegen konjunkturelle und finanzielle Unsicherheiten weiterhin im Fokus.

„Den höchsten Anstieg gegenüber dem Vorjahr haben wir in den skandinavischen und den mittel- und osteuropäischen Länder sowie in Deutschland registriert”, so Richard Bloxam, Leiter der EMEA Capital Markets Group. Und weiter: „Das eingeschränkte Angebot an Core-Assets in den wichtigsten europäischen Märkten treibt die Investitionsnachfrage in andere Städte und geografische Lagen. Zudem beobachten wir eine gesteigerte Nachfrage der Investoren, möglichst zu einem frühen Zeitpunkt der Projektentwicklung in Core-Investitionen einzusteigen.”

Für das Gesamtjahr 2011 rechnet Jones Lang LaSalle mit einem Anstieg der Volumina auf über 110 Mrd. Euro (150 Mrd. USD), entsprechend einer Zunahme von weiteren 10 bis 15 % gegenüber 2010. 

Im asiatisch-pazifischen Raum belief sich das Transaktionsvolumen im Gesamtjahr 2010 auf 83 Mrd. USD, ein Plus von 25 % gegenüber 2009. Im 4. Quartal 2010 stiegen die Volumina stiegen auf 23 Mrd. USD, + 24% gegenüber Q4 2009.
Einige wichtige Märkte konnten im Vorjahrsvergleich einen beträchtlichen Volumenzuwachs notieren, beispielsweise Singapur (+ 219%), Australien (+ 77%), China (+ 41%) und Hongkong (+ 28%).

Stuart Crow, Leiter der Jones Lang LaSalle Asia Pacific Capital Markets: „Die gesteigerte Investitionstätigkeit spiegelt die besser werdenden Marktgrundlagen in der Region und ein beschleunigtes Mietwachstum in vielen Märkten wider. Japan notierte im Gesamtjahr 2010 nach wie vor das größte Gesamt-Investitionsvolumen der Region. Aufgrund einer starken Performance gerade in den letzten drei Monaten auf Grundlage des robusten konjunkturellen Wachstums erreichte das Transaktionsvolumen in China 2010 zwei Drittel des in Japan verzeichneten Volumens.”
Das Transaktionsvolumen im asiatisch-pazifischen Raum dürfte 2011 bei 95 Mrd. USD liegen, 15 % höher als 2010.
 

* Vorläufige Zahlen. Transaktionen von Grundstücken, Wohnimmobilien und Projektentwicklungen sowie Käufe von Unternehmen, die Eigentümer auch von Immobilien sind, sind nicht berücksichtigt.