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Pressemitteilung

Stuttgart

Der Markt ist funktionstüchtig – Vertragsabschlüsse auf hohem Niveau - Der Stuttgarter Bürovermietungsmarkt im 1. Quartal 2009


 
 
Stuttgart, 06. April 2009 – Eine der wettbewerbsfähigsten Regionen Europas. Sicher. Im  European Regional Economic Growth Index (EREGI) von LaSalle Investment Management findet sich die Schwabenmetropole seit Jahren auf den vorderen Plätzen wieder. Aber auch am Neckar hat die Wirtschaft mit  Produktionseinschränkungen, Kurzarbeit, Personalabbau zu kämpfen. Die Rezession hinterlässt auch im „Ländle“ ihre Schleifspuren, unabdingbar Konsequenz der Globalisierung. Fakt  ist, dass der Stuttgarter Bürovermietungsmarkt, der kleinste unter den sechs Immobilienhochburgen Deutschlands  mit etwas mehr als 8 Mio. Quadratmeter Büroflächenbestand, im ersten Quartal 2009 wie alle anderen deutschen Immobilienhochburgen einen Umsatzrückgang zu verzeichnen hatte:  34.000 m²  - davon rund 80% in den drei Teilmärkten City (rund 10.000 m²), Stuttgart Nord (ca. 9.500 m²) und - Ost (rund 8.000 m²)  und 63 % verteilt auf die drei Branchen Versicherungen, unternehmensbezogene Dienstleister und Öffentliche Verwaltung - entsprechen einem Minus von rund 30 Prozent gegenüber  dem Volumen des Vergleichszeitraums des Vorjahres. Damit ist fast schon wieder alles  „normal“, denn es waren zwei Großanmietungen von 5.500 und 10.000 m², die den Umsatz im ersten Quartal 2008 nach oben katapultierten. „Natürlich spürt auch der Stuttgarter Bürovermietungsmarkt die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Krise. Das macht sich derzeit bei den großen Deals jenseits der 5.000 m² bemerkbar. Einen essentiellen Hinweis auf die Funktionstüchtigkeit des Marktes verdeutlicht aber die Anzahl der unterschriebenen Mietverträge. Die ist nämlich mit rund 50 sogar leicht höher als vor 12 Monaten“, so Sandro Camilli, Leiter des Jones Lang LaSalle Büros in Stuttgart. „Über Bewegung unter den Mietern können wir uns in Stuttgart nicht beklagen. In allen Größenklassen zwischen 500 und bis 5.000 m² ist die Nachfrage stabil, leicht erhöht war sie in der kleinflächigen Anmietung bis 500 m²“. Das lässt uns auch für das Gesamtjahr ein recht positives Ergebnis erhoffen. Wir gehen derzeit von einem Niveau aus, das in etwa dem 5-jährigen Durchschnitt  entsprechen würde. Und der liegt bei 150.000 m²“.
 
Bemerkenswert ist der hohe Vermietungsanteil an erstklassigen Flächen: mit immerhin 74 % schlägt er zu Buche. Das verdeutlicht sich auch in den Mietpreisen: Rund ein Viertel aller Mietvertragsabschlüsse des ersten Quartals lagen über 15,00 Euro/m²/Monat. Die gewichtete Durchschnittsmiete des Gesamtmarktes Stuttgart notiert im Vergleich zum Vorquartal stabil bei rund 11,90 Euro/m²/Monat. Der Spitzenmietpreis wird seine Stabilität (Ende März bei 18 Euro/m²/Monat) auch über die kommenden neun Monate halten. „Natürlich richten Mieter in diesen Zeiten verstärkt ihr Augenmerk auf Möglichkeiten Kosten einzusparen, verlangen mehr Flexiblität von den Vermietern. Die Knappheit an erstklassigen Flächen in der Innenstadt ist aber so groß, dass ein Vermieter in diesem hochpreisigen Segment durchaus gute Karten hat. Es gibt potentielle Nutzer, die nach wie vor eine bestimmte Lage und entsprechend hochwertige Flächen suchen und dafür auch bereit sind, entsprechend tief in die Tasche zu greifen. Voraussetzung: er sieht keine anderen Alternativen“. Das Volumen an neuen Flächen lag im ersten Quartal bei 22.500 m², die fast vollständig vorvermietet sind. Weitere 38.000 m² werden es in den nächsten drei Quartalen sein, davon sind aber nur noch 20.000 m² verfügbar. Die Gesamtsumme von insgesamt 60.500 m² liegt leicht unter dem 5-Jahresschnitt. Rund 17.000 m² an spekulativen Flächen in drei Projekten („Postquartier“, „Windows“ und „Posto’S“) entfallen dabei auf den Teilmarkt City, also den Standort, wo traditionellerweise die Spitzenmiete und insgesamt hochpreisige Abschlüsse realisiert werden.
 
Da in den ersten drei Monaten so gut wie keine spekulativen Flächen auf den Markt gekommen sind, gleichzeitig aber Firmen jetzt ihren Umzug realisiert haben in Flächen, für die sie bereits im vergangenen Jahr Mietverträge abgeschlossen hatten, ist der Leerstand leicht auf eine Quote von 6,4 % gestiegen – Tendenz weiter in Richtung 7 % steigend.