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Pressemitteilung

DAVOS, Schweiz

Jones Lang LaSalle CEO Colin Dyer spricht auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos


 
 
DAVOS, Schweiz, 26. Januar 2011 - Bei der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums im Schweizer Davos spricht Colin Dyer, CEO Jones Lang LaSalle, über vier Gewerbeimmobilien-Trends, die die Erholung der Weltwirtschaft 2011 maßgeblich vorantreiben werden.

„Nachdem auf den Gewerbeimmobilienmärkten der worst case als Folge der globalen Konjunktur- und Finanzkrise nicht eingetreten ist, verstärken sich nun in allen Regionen der Welt die Erholungstendenzen, wenn auch mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten“, so Dyer. „Obwohl die Welt 2011 noch mit erheblichen finanziellen, konjunkturellen und politischen Risiken zu kämpfen haben wird, ist doch klar, dass wir mit dem Wiedereinsetzen einiger positiver, langfristiger Trends auf dem Markt für Gewerbeimmobilien wieder zurück auf Kurs kommen werden.”

Vier Trends sind dabei von Bedeutung:
 
  1. Die Erholung der Immobilienmärkte fördert die Globalisierung von Kapitalströmen und die Verbesserung der Liquidität auf den Investment-Märkten: „Nachdem auf den meisten wichtigen globalen Immobilienmärkten die Erholung der Fundamentaldaten auf einem guten Weg ist, rechnen wir 2011 mit einem Anstieg der direkten Investitionen in Gewerbeimmobilien um 20% bis 25% auf 380 Mrd. USD, nach einem in 2010 verzeichneten Plus von 50 % gegenüber 2009. Die Dynamisierung unserer Märkte wird darin deutlich, dass erstmals seit Ausbruch der Finanzkrise das globale Investitions-Volumen im 4. Quartal 2010 bereits die 100-Milliarden-US Dollar-Marke übersprungen hat. Diese Zunahme der Immobilien-Transaktionen basiert auf einem gesteigerten Investoren-Vertrauen, das die Anleger ermutigt, wieder größere Risiken zur Erzielung der von ihnen angestrebten Erträge einzugehen. Gleichzeitig hat sich das Kreditvergabe-Umfeld verbessert, da die Banken ihrerseits ihre Kredite erfolgreich refinanzieren. Das Comeback des Gewerbeimmobilien-Investmentmarktes verheißt Gutes für die globale Konjunkturerholung”, so Dyer.
     
  2. Gewerbeimmobilien erobern ihren Platz als bevorzugte Investitionsform für institutionelle Investitionen zurück: Viele Institutionelle Investoren schätzen Immobilien wieder als Asset Klasse mit einem überdurchschnittlichen Ertrags-Potential. „Vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Bevölkerung in vielen Teilen der Welt werden Regierungen und Unternehmen mehr liquide Mittel zur Bezahlung der Versorgungsempfänger bereit stellen müssen, und sie werden dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Gewerbeimmobilien zurückgreifen - aufgrund der ertragsgenerierenden Eigenschaften dieser Assetklasse”, stellt Dyer fest.
     
  3. Kapitalgeber fordern höhere Transparenz: „Während der jüngsten globalen Finanz- und Konjunkturkrise konzentrierte sich die Aktivität in den meisten Märkten aufs Überleben”, so Dyer. „Nun wollen Investoren klare Exit-Strategien sehen, bevor sie ihr Kapital in Gewerbeimmobilien stecken. Eine der wichtigsten Neuerungen, die sich deswegen aus der Kreditkrise ergeben dürfte, ist ein verstärktes Augenmerk auf den Nachweis verbesserter Transparenz und die Ergreifung regulativer Maßnahmen, um eine Wiederholung der Geschehnisse zu vermeiden. Viele Städte werden daran arbeiten, ihre Märkte transparenter zu gestalten, weil sie erkannt haben, dass Transparenz ihre Wettbewerbsfähigkeit steigert, wenn sie Geschäfte und Kapital anziehen wollen.“
     
  4. Nachhaltigkeit und Energiemanagement wieder oben auf der Unternehmens-Agenda: „Die überraschend positiven Ergebnisse des Klimagipfels im mexikanischen Cancun im vergangenen Monat zeigen, dass vielen Ländern und Unternehmen weltweit bewusst ist, welche Rolle sie spielen und welche Verantwortung sie haben bei der Emission von Treibhausgasen, und damit auch beim Klimawandel, dessen Verlangsamung oder Beschleunigung ”, so Dyer. „Diese immer größer werdende Verpflichtung wird bei einer Tagung des Weltwirtschaftsforums zum Thema „Banking on Retrofit Financing“ („Auf Sanierungs-Finanzierungen bauen“) angesprochen werden. Bei dieser Tagung wollen wir herausarbeiten, wie Unternehmen mit Herausforderungen und Chancen im Zusammenhang mit der Vergrößerung des Marktes für Gebäudesanierungen umgehen.”
 
Der Einfluss des Gewerbeimmobilien-Sektors auf die konjunkturelle Erholung

Der Einfluss, den der Gewerbeimmobiliensektor auf die allgemeine globale Konjunkturerholung hat, wird langsam klar. Obwohl die aktuellen Trends des Gewerbeimmobilien-Sektors Wachstumssignale fördern, bleiben auf dem Weg zur globalen Konjunkturerholung 2011 weiterhin manche Risiken bestehen. Bedenken hat Dyer wegen der anhaltenden und ernstzunehmenden Herausforderung, die die massiven Handelsungleichgewichte und Staatsdefizite weltweit darstellen. So zum Beispiel würden Deutschland und China hohe Überschüsse aufweisen, während die USA massive Defizite verzeichnen. „Diese Handelsungleichgewichte üben nach wie vor Druck auf die Weltwirtschaft aus. Trotz daraus resultierender, berechtigter Sorge hat sich die Performance von Gewerbeimmobilien gegenüber dem vorangegangenen Jahr verbessert. Wir gehen davon aus, dass sich die von uns beobachteten langfristigen Trends im Laufe des Jahres deutlicher herauskristallisieren“, so Dyer.
 
 
 
 

 
Colin Dyer wird die Veranstaltung mit dem Thema „Banking on Retrofit Finance“ leiten, die am Freitag, 28. Januar, von 15.15 Uhr – 16.45 Uhr in Davos im Hotel Victoria stattfinden wird. 2010 hatte er bereits den Vorsitz des Ausschusses der Immobilienbranche inne.

Interessierte können unter dem Link
www.joneslanglasalle.com/davos den Blog „Notes from Davos“ von Colin Dyer und Christian Ulbrich, CEO EMEA von Jones Lang LaSalle, verfolgen.