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Pressemitteilung

Frankfurt

Jones Lang LaSalle zum deutschen Lagerflächen-Vermietungsmarkt 2010: Umsätze auf Rekordniveau


 
 
Frankfurt, 27. Januar 2011 - Schneller als erwartet hat der Aufschwung der deutschen Wirtschaft zu einem Boom auf dem Lager- und Logistikflächenmarkt geführt. Der deutschlandweite Gesamtumsatz (Eigennutzer und Vermietungen) bewegte sich 2010 mit gut 4,3 Mio. m² auf Rekordniveau, entsprechend einem Plus von 33 % im Jahresvergleich. Auch das durchschnittliche Fünfjahres-Volumen der Jahre 2005 – 2009 wurde um 30 % übertroffen. Überdurchschnittlich zugelegt haben im Jahresvergleich die reinen Vermietungsumsätze um 56 % auf 2,81 Mio. m², damit gut eine Mio. m² mehr als 2009. Das Umsatzvolumen der Eigennutzerdeals blieb dagegen mit einem Plus von 4 % nahezu stabil. Der prozentuale Anteil der Vermietungen am Gesamtumsatz hat im Vergleich zum Vorjahr entsprechend zugelegt (von 56 % 2009 auf 65 % in 2010).
 
Rainer Koepke, Leiter Industrie Immobilien Jones Lang LaSalle Deutschland: „Die konjunkturbedingte Nachfrage führte 2010 dazu, dass aufgeschobene Anmietungsvorhaben aus der Schublade geholt und zum Abschluss gebracht wurden. Zuvor krisenbedingt entstandene Leerstände sind vielfach wieder abgebaut worden.“ Und weiter: „Auch Jones Lang LaSalle konnte von dem insbesondere in der zweiten Jahreshälfte stark anziehenden Markt profitieren. Unser Unternehmen hat im Logistikbereich (Lager- und Büroflächen) im vergangenen Jahr Anmietungen von rund 450.000 m² begleitet und konnte damit seinen Vermietungsumsatz gegenüber 2009 verdoppeln.“
 
Betrachtet man deutschlandweit die Umsätze ab 5.000 m² legten Vermietungen in Bestandsgebäuden von 24 % auf 41 % im Vorjahresvergleich zu, während Neubauten nur noch 59 % am Flächenumsatz gegenüber 76 % in 2009 ausmachten. Grund ist der von 51 % auf 35 % gesunkene Eigennutzeranteil, der fast ausschließlich in Neubauten stattfindet. Die Eigennutzer, insbesondere aus dem Bereich Handel/Discounter, hatten sich bereits in 2009 sehr aktiv gezeigt und die Flächenumsätze bundesweit stabilisiert. Vermietungen bei nutzerspezifischen Projektentwicklungen („built-to-suit“) stiegen nur leicht von 17 % auf 19 % im Vergleich 2009 / 2010, während sie 2008 noch bei 37 % lagen. Der Grund war insbesondere das hohe Flächenangebot im Bestand. Vermietungen in spekulativ errichteten Gebäuden machten 2010 nur 5 % aus, nach 8 % bzw. 9 % in den Vorjahren.
 
 
Rekordvolumen auch in den „Big 5-Ballungsräumen“
 
Mit knapp 1,8 Mio. m² (Eigennutzer und Vermietungen) wurde 2010 in den „Big 5-Ballungsräumen“ (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt inkl. Wiesbaden/Mainz, Hamburg und München) ebenfalls ein Jahres-Rekordvolumen erreicht. Der Vorjahreswert wurde um 39 % übertroffen, der durchschnittliche Vergleichswert der letzten fünf Jahre um 37 %.
 
Geographisch differenziert verzeichneten alle „Big 5 – Ballungsräume“ bis auf Düsseldorf (-7 %) im Vorjahresvergleich ein zweistelliges Umsatzplus: zwischen + 18 % in der Region Frankfurt und + 65 % in der Region Hamburg. Mit  616.300 m² wurde 2010 in der Region Hamburg jeder dritte Quadratmeter innerhalb der „Big 5“ umgesetzt, damit nicht nur das mit Abstand größte Volumen unter den „Big 5“ generiert, sondern zugleich auch der höchste Jahresumsatz aller „Big-5 Ballungsräume“ der letzten 10 Jahre. Der größte Deal innerhalb der „Big 5-Ballungsräume“ ist der Eigennutzerumsatz des Handelsunternehmens REWE (ca. 52.500 m² in Oranienburg bei Berlin).
 
Außergewöhnlich hoch war 2010 auch der Flächenumsatz in der Größenordnung ab 5.000 m². Erstmals übertraf dieser Wert die 1 Mio. m² - Marke und lag bei 1,09 Mio. m², ein Plus von 39 % gegenüber 2009.
 
Für 42 % des in den „Big 5“ umgesetzten Volumens zeichneten Unternehmen aus dem Bereich Transport, Verkehr, Lagerhaltung verantwortlich. Jeweils mit etwas Abstand folgen Handelsunternehmen (30 %) und Industrieunternehmen (12 %). Betrachtet man nur die Umsätze ab 5.000 m² lag der Anteil der Transportbranche sogar bei 48 %.
 
Die Spitzenmieten für Lagerflächen in der Größenordnung ab 5.000m² blieben in den betrachteten Regionen überwiegend stabil. Die Region München verzeichnete zwar einen leichten Rückgang auf 6,00 Euro/m²/Monat (2009: 6,30 Euro/m²/Monat), bleibt aber weiterhin an der Spitze unter den „Big 5“ und auch deutschlandweit. Die Region Frankfurt folgt mit 5,90 Euro/m²/Monat, den niedrigsten Wert verzeichnen wir in den „Big 5“ mit 4,50 Euro/m²/Monat in der Region Berlin.
 
 
Positive Entwicklung auch außerhalb der Big 5 – Ballungsräume*
 
Auch wenn ein Rekordvolumen knapp verfehlt wurde: außerhalb der „Big 5-Ballungsräume“ hat sich der Lagerflächenumsatz 2010 ebenfalls positiv entwickelt. Mit rund 2,5 Mio. m² wurde das zweitbeste Ergebnis der letzten 10 Jahre erzielt, der bisherige Rekordwert von 2007 nur um 3 % unterboten. Im Vorjahresvergleich wurden ca. 29 % mehr Flächen umgesetzt (Eigennutzer und Vermietungen). Deutlich zugelegt haben im Jahresvergleich die Vermietungen (+ 63%), während Eigennutzerumsätze stabil blieben. Die größte Nachfrage kam von Unternehmen aus der Branche Transport, Verkehr, Lagerhaltung. 48% des Umsatzes wurde durch sie generiert, mit einigem Abstand folgen die Industrie (26%) und die Handelsunternehmen (25%).
 
Umsatzstärkste Regionen außerhalb der „Big 5“ waren das Ruhrgebiet (232.000m²), die Region Stuttgart/Heilbronn (ca. 217.000m²), die Region Hannover (ca. 204.000m²) sowie Rhein-Neckar (ca. 184.000 m²). Den größten Einzelabschluss außerhalb der „Big 5“ gab es im Ruhrgebiet: in Werne bei Dortmund hat Amazon in einem IKEA-Lager ca. 60.000 m² angemietet.
 
Rainer Koepke abschließend: „Für 2011 erwarten wir eine Fortsetzung des positiven Trends auf dem deutschen Lager- und Logistikflächenmarkt, dadurch ein geringer werdendes Bestandsflächenangebot in fast allen Logistikregionen. Spätestens ab Jahresmitte gehen wir von einem starken Wachstum nutzerspezifischer Projektentwicklungen aus - mit einer entscheidenden Verschiebung der Vermietungen / Eigennutzer – Anteilen ist dabei aber nicht zu rechnen. An Top-Standorten in den Big 5 könnten sogar einige spekulative Vorhaben realisiert werden.“
 
 
* In diese Zahlen fließen ausschließlich Flächenumsätze ab einer Größe von mindestens 5.000 m² ein