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Pressemitteilung

Frankfurt

Jones Lang LaSalle zum deutschen Logistik-Investmentmarkt 2010: Verdopplung des Transaktionsvolumens - Spitzenrenditen leicht gefallen


 
 
Frankfurt, 28. Januar 2011 – Das bundesweite Transaktionsvolumen für Logistik- und Industrieimmobilien hat 2010 die 1 Mrd. Euro-Marke übertroffen (knapp 1,1 Mrd. Euro). Dies entspricht fast einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr (2009: 550 Mio. Euro). Die prozentuale Zunahme lag damit auf dem über alle Assetklassen hinweg notierten deutschlandweiten Transaktionsniveau (2010/2009: + 87 % auf 19,3 Mrd. Euro).

Portfoliotransaktionen waren wie schon in 2009 sehr rar. Im Unterschied zum Vorjahr gab es jedoch mit dem Verkauf des HBI Portfolios (an den englischen REIT Hansteen Holdings) eine Transaktion im dreistelligen Millionenbereich (330 Mio. Euro). 650 Mio. Euro (61%) entfielen 2010 auf Einzeltransaktionen. Deutlich hat hier aber die Anzahl ab einer Größe von 10 Mio. Euro pro Objekt zugelegt. „Ein Plus von 30 Prozent dokumentiert die Belebung der Transaktionsaktivitäten auch auf dem Logistikmarkt“, so Simon Beyer, Leiter Industrial Investment Jones Lang LaSalle Deutschland. Und weiter: „Banken finanzieren zwar nach wie vor vorsichtig, die scharfen Restriktionen nach der großen Krise wurden aber durch die deutlich anziehende Konjunktur, einem dadurch wachsenden Vertrauen der Marktteilnehmer und auch sich verbessernde Fundamentaldaten auf den Gewerbeimmobilienmärkten relativiert."
 
Durch die genannte Portfoliotransaktion jenseits der 300 Mio. Euro weisen die Immobilien AGs 2010 den höchsten Anteil (insgesamt 31%) am Transaktionsvolumen auf, gefolgt von den Versicherungen und Pensionskassen mit rund 20% (220 Mio. Euro) sowie den offenen Publikums- und Spezialfonds und Asset / Fund Managern mit 18 % bzw. 15%. Auf Verkäuferseite erreichten drei Player den überwiegenden Anteil (insgesamt 88 %): wie schon 2009 veräußerten die Entwickler Projekte in einer Größenordnung von 440 Mio. Euro, bei Asset/Fund Managern schlugen 370 Mio. Euro zu Buche und ließen damit die Corporates, 2009 zweitstärkste Verkäufergruppe, deutlich hinter sich.

Einheimische Investoren bestimmten auch 2010 das Marktgeschehen. Allerdings: mit einem Anteil von 41 % am Transaktionsvolumen legten die ausländischen Investoren mächtig zu (2009: 14%). Während die deutschen Investoren bei ihren Aktivitäten weiterhin mehrheitlich eine sicherheitsbetonte Strategie mit der Bevorzugung von Top-Objekten und langfristigen Mietverträgen bevorzugen - 85% der gehandelten Core Immobilien gingen an deutsche Investoren – war der Fokus der ausländischen und globalen Player überwiegend auf Produkte abseits der Core Immobilien gerichtet. „Das Signal ist eindeutig: auch der deutsche Logistikmarkt hat im internationalen Vergleich wieder an Attraktivität  gewonnen, war 2010 immerhin europaweit zweitstärkster Markt hinter Großbritannien und vor Schweden und Frankreich. Weiteres Potential ist fraglos vorhanden. Das Transaktionsvolumen wird 2011 weiter zulegen, sich aber noch deutlich unter dem 5-Jahresschnitt von 1,8 Mrd. Euro bewegen“, so Beyer.
 

Spitzenrenditen noch mit weiterem Spielraum

Die Netto-Anfangsrendite für erstklassige Logistikobjekte in besten Lagen hat sich in den „Big 5“ in den vergangenen 12 Monaten weiter um durchschnittlich 35 Basispunkte reduziert. Sie erreichte zum Jahresende in den fünf untersuchten Regionen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg und München einen durchschnittlichen Wert von 7,04 %. Nur in Berlin bewegte sie sich über der 7 %-Marke. Da die Nachfrage für Top-Objekte auch 2011 auf ein begrenztes Angebot treffen wird, ist der Spielraum für weiter leicht rückläufige Spitzenrenditen noch nicht ausgereizt. Ein Minus von 5 - 10  Basispunkten sei möglich, so der Experte.