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Pressemitteilung

Frankfurt

Investitionsvolumen in europäische Handelsimmobilien erreicht im Gesamtjahr 2010 rund 20,6 Milliarden Euro

Zuwachs um fast 70 Prozent gegenüber 2009 - Deutschland repräsentiert rund ein Viertel des Gesamtvolumens und ist zweitstärkster Markt nach Großbritannien


 
Frankfurt, 09. Februar 2011 – Nach Berechnungen von Jones Lang LaSalle beläuft sich das europaweite Investitionsvolumen in handelsgenutzte Gewerbeimmobilien im Gesamtjahr 2010 auf 20,6 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2009: 12,3 Milliarden Euro) hat sich das Investitionsvolumen um fast 70 Prozent erhöht. Die Erhebung berücksichtigt insgesamt 435 Investmentdeals in Shopping Center, Fachmarktprodukte, Supermärkte und Factory Outlet Center. Aus der Untersuchung ausgenommen sind Geschäftshäuser in Einkaufsstraßen sowie Transaktionen mit einem Wert von unter fünf Millionen Euro. Stärkste Periode des Gesamtjahres war mit rund 150 Transaktionen und einem Volumen von 6,7 Milliarden Euro das vierte Quartal.
 
Im Jahresverlauf verzeichnete der europäische Handelsimmobilieninvestmentmarkt rund 50 Transaktionen mit einem Volumen von jeweils über 100 Millionen Euro. Immerhin zwanzig Transaktionen dieser Größenordnung wurden im vierten Quartal realisiert und spiegeln die gute Entwicklung zum Jahresende wider. Highlights im vierten Quartal waren die durch Jones Lang LaSalle vermittelten Verkäufe des Shopping Centers Drake Circus im britischen Plymouth für rund 275 Millionen Euro an British Land und die 51-prozentige Anteilsübernahme des Pariser Shopping Centers O’Parinor im Wert von 224 Millionen Euro durch Rockspring.
 
Besonders Großbritannien verzeichnete ein starkes viertes Quartal mit über 2 Milliarden Euro Transaktionsvolumen. Bezogen auf das Gesamtjahr repräsentiert Großbritannien 31 Prozent des europäischen Transaktionsvolumen. Deutschland folgt mit einem Anteil von 23 Prozent auf Rang zwei und hat die bisherige Dominanz Großbritanniens auf dem europäischen Investmentmarkt für Handelsimmobilien erneut relativiert. Im Gesamtjahr wurden in Deutschland laut Jones Lang LaSalle rund 4,7 Milliarden Euro in Shopping Center, Fachmarktzentren, Supermärkte und Factory Outlets investiert. Zu den fünf Ländern mit den höchsten Transaktionsvolumina zählen ferner Frankreich (Anteil Transaktionsvolumen: 12 Prozent), die Niederlande (8 Prozent) und Polen (6 Prozent).
 
Stärkste Handels-Kategorie in Europa sind wie in Deutschland Shopping Center. Rund zwei Drittel des Gesamtvolumens entfallen auf diese Asset-Klasse. Große Fachmarktzentren folgen mit einem Anteil von 20 Prozent, Supermärkte mit elf Prozent und einzelstehende Fachmärkte mit fünf Prozent.
 
Jeremy Eddy, Leiter Einzelhandelsinvestment Europa bei Jones Lang LaSalle: „Der europäische Handelsimmobilien-Investmentmarkt hat sich im Jahresverlauf trotz der Unsicherheiten in Hinblick auf Umschuldungsmaßnahmen und Kaufzurückhaltung kontinuierlich verbessert. Dies ist in den verschiedenen Ländern unterschiedlich schnell geschehen und wir stellen eine zunehmende Polarisierung zwischen erst- und zweitklassigen Produkten fest. Die großen Transaktionen wurden von europäischen REITs angeführt, die ihre Marktpositionierung ausbauen und festigen wollen. Auch Investoren auf der Suche nach langfristigen und sicheren Immobilien-Erträgen haben große Transaktionen getätigt. Auffallend war zudem die Aktivität von Einzelhandelsspezialisten, die eine gute Eigenkapitalausstattung geschickt mit fachlicher Expertise kombinieren konnten.“
 
Jörg Ritter, Leiter Einzelhandelsinvestment Deutschland bei Jones Lang LaSalle, ergänzt mit Blick auf den deutschen Markt: „Handelsimmobilien schließen in der Gunst der Investoren weiter zu Büroimmobilien auf und verfestigen hierzulande einen  nachhaltigen Anteil von mehr als einem Drittel am gesamten Transaktionsvolumen für Gewerbeimmobilien. Wir erwarten für 2011 eine weitere Steigerung des Transaktionsvolumens und sind zuversichtlich, dass Deutschland gemeinsam mit Großbritannien den Markt für europäische Handelsimmobilieninvestments auch in 2011 dominieren wird. Weiterhin werden dabei Shopping Center und Geschäftshäuser den Löwenanteil des Transaktionsvolumens auf sich vereinen.“