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Pressemitteilung

Chicago, London, Singapur

Jones Lang LaSalle: Grenzüberschreitende Immobilien-Investitionen feiern 2010 ein Comeback - Globale cross-border Transaktionsvolumina legen gegenüber dem Vorjahr um 60 % zu


 
 
CHICAGO, LONDON, SINGAPUR, 02. März 2011 - Die globalen grenzüberschreitenden Investitionen haben laut Jones Lang LaSalle 2010 gegenüber dem Vorjahr um 60 % zugenommen: ihr Anteil an der Gesamtheit aller direkten Investitionen in Gewerbeimmobilien (ca. 318 Mrd. US-Dollar) lag damit bei knapp 40 % (rund 130 Mrd. USD). Weltweit entspricht dieser Anteil dem der Boom-Jahre 2006 und 2007.
 
Arthur de Haast, Leiter der International Capital Group von Jones Lang LaSalle: „Während des Abschwungs konzentrierten sich Investoren auf die einheimischen, ihnen vertrauten Märkte. In 2010 vergrößerte sich dann wieder das Blickfeld. Eigenkapitalstarke Investoren nahmen hochwertige Assets in reifen und transparenten Core-Märkten außerhalb ihres Landes ins Visier. Dies hatte letztlich das Wiederaufleben grenzüberschreitender Investitionsvolumina gegenüber den risikoreicheren einheimischen Sekundär- und Tertiärmärkten zur Folge. Die Risikobereitschaft der Investoren dürfte auch 2011 zunehmen. Insgesamt erwarten wir im laufenden Jahr ein weiteres Plus des Transaktionsvolumens sowohl im Inland als auch grenzüberschreitend.“
 
Mehr Kapital wurde 2010 auch außerhalb der eigenen Region bewegt (inter-regionaler Kapitalstrom). Mit 82 Mrd. USD, einem Viertel des gesamten globalen Volumens 2010, lag das Ergebnis bei einem Drittel des Wertes, der zu Zeiten des Höchststands grenzüberschreitender Investitionen erreicht wurde (2007: 243 Mrd. USD). Mehr als ein Drittel des gesamten globalen Volumens waren damals inter-regional.
 
Als Zielländer lagen die USA mit einem Transaktionsvolumen von 80 Mrd. USD ganz vorn, gefolgt von Großbritannien mit 49 Mrd. USD. Großbritannien verzeichnete mit 20 Mrd. USD weltweit das höchste Volumen grenzüberschreitender Käufer. Der größte Anteil inter-regionaler Käufer (mehr als 25% des globalen inter-regionalen Volumens) entfiel auf das Vereinigte Königreich, hauptsächlich bedingt durch das starke Interesse an Core-Assets in London.
 
Paul Guest, Leiter Global Research Capital Markets Research: „Neu in der Top 10 Liste der Käufer 2010 waren Investoren aus Ländern wie Malaysia, Saudi Arabien, Indien und Kanada. Das kanadische und malaysische Kapital wurde dominiert von institutionellen Investoren, während es sich bei Käufern aus Saudi-Arabien und Indien hauptsächlich um vermögende Privatinvestoren handelte. Diese neuen Markteilnehmer sind an die Stelle der Investoren aus Australien, China, Spanien und Großbritannien getreten, die aus verschiedenen Gründen – wie z.B. gestiegenen Kurssicherungskosten, eine erneute Konzentration auf den einheimischen Markt und Staatsverschuldungs-Problemen - in 2010 ihr Engagement runter gefahren haben.”
 
Büroimmobilien vereinen mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Prozentsatz von 58 % (47 Mrd. USD) weiterhin den größten Anteil inter-regionaler Investitionen auf sich. 2009 hatte das Volumen allerdings nur 30 Mrd. USD betragen. Das inter-regionale Hotel-Transaktionsvolumen hat sich gegenüber dem Vorjahr verdreifacht (von 3,3 Mrd. USD auf 10 Mrd. USD), während der Einzelhandels-Sektor gegenüber 2009 einen Zuwachs des inter-regionalen Investitionsvolumens von 31% verzeichnete (von 13 Mrd. USD in 2009 auf 17 Mrd. USD in 2010).
  
Auch 2011 werden diese drei Assetklassen im Brennpunkt des Interesses interregionaler Investoren stehen.

 
Übersicht nach Regionen
 
Das inter-regionale Investitionsvolumen in der Region Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika) hat sich zwischen 2009 und 2010 mehr als verdoppelt (von 14 Mrd. USD auf 31 Mrd. USD). Die starke Erholung wurde im Besonderen angetrieben durch Aktivitäten inter-regionaler Investoren. Solche  Käufer haben 2010 ca. 13,37 Mrd. USD umgesetzt (nach 5,6 Mrd. USD in 2009). Auf inter-regionale Verkäufer entfielen 2010 16,77 Mrd. USD, 2009 waren es noch 7,79 Mrd. USD.
 
„Ausländisches Kapital kam angriffslustig vor allem in der zweiten Jahreshälfte zurück und fokussierte sich auf die beiden Trophy-Märkte New York und Washington D.C.  Mittlerweile ist das entsprechende Angebot dort fast abgegriffen, ausländische Investoren zahlen für Spitzenobjekte 7.700 USD/m²“, so Steve Collins, Managing Director Americas bei der International Capital Group von Jones Lang LaSalle. „Die eingeschränkte Produktverfügbarkeit wird dazu führen, dass auch andere Märkte von Investoren ins Kalkül gezogen werden: wir gehen davon aus, dass im Laufe des Jahres acht bis zehn Märkte in ganz USA auf den Investorenschirm inter-regionaler Player stehen werden.“
 
In Europa und dem Nahen Osten bewegte sich das Transaktionsvolumen bei insgesamt 136 Mrd. USD, einem Plus von 53 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil grenzüberschreitender Transaktionen lag dabei mit  53 % (72 Mrd. USD; 2009: 47 Mrd. USD) leicht über den inländischen Volumina (64 Mrd. USD). Die grenzüberschreitenden Aktivitäten kamen zu gleichen Teilen aus inter-regionalen und intra-regionalen Quellen. 
 
Richard Bloxam, Leiter der EMEA Capital Markets Group bei Jones Lang LaSalle: „Die beiden am meisten nachgefragten globalen Märkte – London und Paris – und eine große Anzahl aktiver globaler Investoren sorgen dafür, dass diese Region in Bezug auf grenzüberschreitende Aktivitäten von Käufern und Verkäufern einmal mehr weltweit führend ist. Wir rechnen damit, dass diese Entwicklung anhält.“
 
Auch der asiatisch-pazifische Raum registrierte 2010 sowohl absolut als auch prozentual höhere  grenzüberschreitende Volumina. Nach 26 % (des Gesamtvolumens) und 17 Mrd. USD waren es 2010  32 % und 27 Mrd. USD, allerdings noch ein gutes Stück entfernt vom cross-border Anteil in 2007 (47 % oder 57 Mrd. USD), als der Markt seinen Höhepunkt hatte.
 
Alistair Meadows, Leiter der International Capital Group, Asia Pacific von Jones Lang LaSalle: „Das nach der globalen Finanzkrise wiedererwachte Interesse an internationalen Immobilien Investmentgelegenheiten, überrascht in Anbetracht der verbesserten Marktgrundlagen und Rahmenbedingungen nicht. Auch der asiatisch-pazische Raum wird von den weiter zunehmenden grenzüberschreitenden Aktivitäten profitieren als wichtige Quelle und Ziel globalen Immobilien-Kapitals.“


  
Erläuterungen zu Begrifflichkeiten:
  1. Investitionen auf Gesellschafts-/Objektebene, Entwicklungsprojekte, Investitionen in Mehrfamilien-Wohnimmobilien sind in unseren Daten nicht enthalten.
  2. Bei grenzüberschreitenden Investitionen stammen Käufer, Verkäufer oder beide von außerhalb des Landes, in dem sich das Investitionsobjekt befindet.
  3. Bei grenzüberschreitenden Investitionen ist zu unterscheiden zwischen „intra-regionalen Investitionen” (sowohl Käufer und Verkäufer stammen aus der Region, in der  sich das Investitionsobjekt befindet) und „inter-regionalen Investitionen“ (Käufer, Verkäufer oder beide stammen von außerhalb der Region, in der  sich das Investitionsobjekt befindet).