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Pressemitteilung

Hamburg

Einzelhandelsstandort Hamburg entwickelt sich zum bevorzugten Hafen für internationale Ankermieter

Jones Lang LaSalle analysiert Retail-Entwicklung in der Hansestadt


 
Hamburg, 24. März 2011 – Mehr als jede zehnte Vermietung in den Einkaufsmeilen der neun wichtigsten deutschen Metropolen wurde 2010 in Hamburg abgeschlossen. Mit ihrer perfekten Mischung aus Luxus-, Konsum- und Trendlagen profitiert die Hansestadt derzeit in besonderem Maße von der wieder erwachten Expansionsneigung im Einzelhandel. Besonders internationale Retailer wählen Hamburg derzeit gerne als ersten Standort für ihre Deutschlandexpansion.
 
Internationale Handelskonzepte schätzen Weltoffenheit der zweitgrößten deutschen Metropole
 
Hamburg profitiert in besonderem Maße vom auffallend stark gestiegenen Interesse internationaler Handelskonzepte an Deutschland. Internationale Player schätzen die im europäischen Vergleich starke konjunkturelle Erholung Deutschlands und treiben ihre Expansion hierzulande voran. Hamburg profitiert als zweitgrößte Stadt Deutschlands in besonderem Maße von dieser Entwicklung. Ein weiterer Pluspunkt ist der bundesweit zweithöchste Einzelhandelsumsatz. 2010 wurden in Hamburgs Einzelhandel rund 10 Milliarden Euro umgesetzt. Nur in Berlin wird dieser Wert übertroffen.
 
Stefan Weiß, Leiter Einzelhandelsvermietung Jones Lang LaSalle Hamburg: „Mehr denn je kann Hamburg im derzeitigen Marktumfeld seine Größe und die Vielfalt seiner Einkaufsmeilen ausspielen. Als Standort mit einer attraktiven Mischung aus lokalen Handelskonzepten wie Ladage&Oelke und nationalen sowie internationalen Filialbetrieben ist Hamburgs Position innerhalb der deutschen Einzelhandelsstandorte unangefochten auf Top-Niveau. Mit spektakulären Neuansiedlungen aus dem internationalen Mode- und Lifestylebereich wird die Hansestadt sich in Zukunft weiter als europäische Fashionmetropole präsentieren. Internationale Konzepte wie Abercrombie & Fitch, die weltweit nur in ausgesuchten Metropolen vertreten sind, werden zu Vorläufern dieses Trends und machen Hamburg für weltweit agierende Konzepte noch interessanter.“
 
Mönckebergstraße und Spitaler Straße: Als Konsummeilen in jeder Hinsicht Spitze
 
Die Toplagen Mönckebergstraße und Spitaler Straße verzeichnen unter Hamburgs 1a-Lagen im Langfristvergleich die mit Abstand höchsten Mietpreiszuwächse. In beiden Fällen legten die Spitzenmieten seit 2003 um rund ein Fünftel zu. Mit den beiden Toplagen verfügt Hamburg zudem über gleich zwei Hochfrequenzlagen, die regelmäßig zu den 10 bestfrequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands zählen. Besonders nationale und internationale Young Fashion-Anbieter ziehen diese Attribute und das trendige Umfeld magisch an.
 
Der Filialisierungsgrad in beiden Lagen ist entsprechend hoch und in den letzen Jahren weiter gestiegen. Die Mönckebergstraße zählt mit einem Filialistenanteil von 86 Prozent zu den fünf in dieser Hinsicht stärksten Einkaufsmeilen Deutschlands. Jüngste Neuanmietung ist Promod in der ehemaligen Orsay-Fäche. Die vor einer Neuentwicklung stehende HSH Nordbankpassage schafft mit attraktiven neuen Handelsflächen Platz für weitere attraktive Neuzugänge auf der Spitaler Straße.
 
Neuer Wall: Eine der wenigen kompromisslosen Luxusmeilen in Deutschland
 
Die Luxusmeile erzielte seit 2003 mit knapp 15 Prozent den dritthöchsten Mietpreiszuwachs unter Hamburgs Toplagen. Luxus-Retailer und hochwertige Filialisten, besonders aus der Textilbranche, suchen mit Nachdruck Flächen am Neuen Wall.
Im bislang schwächeren Teil der Lage zeichnet sich durch die hochwertigen Projektentwicklungen Neuer Wall 63 (Lacoste, Steinbrück), Neuer Wall 80 (Gant, Joop, St. Emile) sowie Neuer Wall 55 (Pomellato, Bally, Alessi) eine Weiterentwicklung der Mieterstruktur ab. Diese wird nach Einschätzung von Jones Lang LaSalle auch mit einer Steigerung der Passantenfrequenz in der gesamten Lage einhergehen.
 
Poststraße und Jungfernstieg: konsumige und hochwertige Konzepte erfolgreich verbinden
 
Eine interessante Entwicklung und hohe Flächennachfrage ist in den Lagen zu beobachten, die konsumige und hochwertige Konzepte verbinden. Beste Beispiele hierfür sind die Poststraße und der Jungfernstieg. In der ehemaligen Beutinfläche am Jungfernstieg entsteht derzeit eine sehr interessante Neuentwicklung. Zudem eröffnet des Schuhkonzept Lloyd im vorderen Teil der Lage. In der Poststraße sind zuletzt interessante Labels wie Red Wing Shoes und 7 for all mankind hinzugekommen. In der Projektentwicklung „Alte Post“ eröffnet Abercrombie & Fitch neben Tommy Hilfiger einen Flagshipstore.
 
Gerhofstraße und Gänsemarkt: Erste Standortoption für junge Trendkonzepte
 
Im Bereich Gänsemarkt haben sich neben dem bereits ansässigen Trendkonzept Urban Outfitters zuletzt weitere junge Konzepte wie Pepe Jeans und Planet Sports angesiedelt. Die Entwicklung zur Trendlage setzt sich unvermindert fort und äußert sich in einem Anstieg der Mieten um rund 10 Prozent seit 2003.
 
Überseequartier: Ein Quartier nimmt Gestalt an
 
Stärker als bisher rückt das Überseequartier in den Fokus der Einzelhändler. Retailer erkundigen sich vermehrt nach dem Potenzial der Lage. Als „neuer“ exklusiver Wohn- und Arbeitsstandort bietet das Quartier für Retailer tatsächlich interessante Synergieeffekte.
 
Erstmals seit 2008 wieder Anstieg der Spitzenmieten
 
Die gute Flächennachfrage spiegelt sich in den Mieten wieder. Erstmals seit 2008 ist im ersten Halbjahr 2011 in den innerstädtischen Toplagen wieder ein leichter Mietpreisanstieg zu erwarten. Die Einzelhandelsexperten von Jones Lang LaSalle beziffern die monatliche Spitzenmiete derzeit mit bis zu 235 Euro/m² - fünf Euro/m² mehr als im Vorjahr. Das vierte Quartal 2010 brachte nach einem insgesamt guten Vermietungsjahr einen nochmaligen Anstieg der Flächennachfrage. Besonders interessiert zeigen sich internationale Young Fashion-Labels. Der Luxusbereich sucht ebenfalls wieder verstärkt nach Standorten. Das Flächenangebot bleibt gleichwohl gering und die Nachfrage kann bei weitem nicht in vollem Umfang befriedigt werden.
 
Investmentmarkt: Wettbewerb um erstklassige Objekte verschärft sich
 
Das Investoreninteresse an Einzelhandelsimmobilien in Hamburg ist sehr groß. Zwar entfiel im Gesamtjahr 2010 mehr als die Hälfte des insgesamt in Hamburger Gewerbeimmobilien investierten Transaktionsvolumens auf Büroimmobilien. Dennoch ist der Anteil der Einzelhandelsimmobilien in den letzten Jahren kontinuierlich und signifikant gestiegen. 2010 wurden rund 670 Millionen Euro in Handelsimmobilien investiert – rund ein Drittel des gesamten Gewerbeimmobilienvolumens. Die steigende Bedeutung der Assetklasse wird auch daran deutlich, dass die beiden größten Transaktionen des Jahres 2010 mit dem Spitaler Hof und Karstadt Sport Einzelhandelsobjekte waren.
 
Im Mittelpunkt der Investorensuche stehen weiterhin erstklassige Objekte in den Toplagen Spitaler Straße, Mönckebergstraße, Jungfernstieg und Neuer Wall. Zuletzt wurde die Immobilie Mönckebergstraße 13 zu einem Spitzenpreis veräußert. Auch Objekte mit Entwicklungspotenzial wie der Neue Wall 69 konnten in jüngster Zeit erfolgreich vermarktet werden.
 
Sandra Ludwig, Leiterin Einzelhandelsinvestment Jones Lang LaSalle Hamburg: „Der Wettbewerb um gute Objekte verschärft sich. Wir erwarten, dass Investoren im laufenden Jahr vermehrt Zugeständnisse an die Produktqualität machen werden. Damit wird auch die Nachfrage nach überzeugenden Geschäftshäusern in 1b- und Stadtteillagen wieder steigen. Neue Projekte wie das Metropolis-Haus in der Dammtorstraße, die Opera Offices (Große Theaterstraße 31- 35) oder das Opernpalais (Dammtorstraße 25) belegen diesen Trend und schaffen interessante Handelsflächen in neuen Lagen.
 
Die Spitzenrenditen für erstklassige Einzelhandelsimmobilien in Hamburg haben im vergangenen Jahr leicht nachgegeben. Ludwig beziffert die aktuellen Werte wie folgt: „Shopping Center erzielten zum Jahresende Spitzenwerte von 5,25 Prozent, ein Rückgang um 50 Basispunkte. Für innerstädtische Geschäftshäuser notieren wir 4,10 Prozent, ein leichter Rückgang um 5 Basispunkte. Die Renditen für Geschäftshäuser in Hamburger 1a-Lagen werden voraussichtlich weiter sinken und sich den Werten in München annähern.“