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Pressemitteilung

Chicago, London, Singapur

Globale Entwicklungen auf den Büromärkten: Leerstand rückläufig, Vermietungsaktivitäten erreichen zyklische Aufschwungsphase - Jones Lang LaSalle veröffentlicht Report "Global Office Outlook"


 
 
Chicago, London, Singapur, 25. März 2011 – Die Aktivitäten auf den wichtigsten Büromärkten nehmen auf Basis der  wachsenden Zuversicht bei den Unternehmen weltweit zu. Ein beschleunigtes, „frühzyklisches“ Miet- und ein solides Kapitalwertwachstum bei erstklassigen Immobilien ist die Folge, insbesondere dort, wo das Angebot an qualitativ hochwertigen Objekten eingeschränkt ist. Die globale durchschnittliche Leerstandsquote für Büroflächen liegt bei 14,1 %. In allen drei Regionen zeigt dieser Marktparameter einen leichten Abwärtstrend.

Unter anderem zu diesen Ergebnissen kommt die erste Ausgabe des Reports „Global Office Outlook“*  von Jones Lang LaSalle, der darüber hinaus den E7-Ländern (Brasilien, Indien, China, Russland, Indonesien, Mexiko und die Türkei), sowie Hongkong, Singapur und Polen das höchste Nachfragepotenzial attestiert.

Erstmals seit der globalen Finanzkrise wurden die Abwertungsrisiken aufgewogen durch einen zunehmenden Konjunkturoptimismus. Allerdings, das gilt auch: die jüngsten globalen Ereignisse könnten diese Entwicklung dämpfen. 

Vor dem Erdbeben, dem Tsunami und den Ereignissen im japanischen Kernkraftwerk von Fukushima war der asiatisch-pazifische Raum stark im Aufschwung begriffen und verzeichnete den stärksten Rückgang bei den Leerständen, einen Anstieg der Vermietungsstände und attraktive Investment-Bedingungen. „Die Auswirkungen der Geschehnisse in Japan auf diese drittgrößte Volkswirtschaft und den Immobilienmarkt und die regionalen und globalen Handelspartner des Landes werden erst in einiger Zeit deutlich werden“, so Jane Murray, Research-Leiterin Jones Lang LaSalle Asia Pacific. Die Schwungkraft der Region dürfte allerdings weiterhin von einem robusten Wachstum in China und Indien angeführt werden.

„Für Nordamerika war 2010 war ein Jahr mit erfreulichen Entwicklungen und ebenso erfreulichen  Aussichten für 2011, einer Beschleunigung  in der zweiten Jahreshälfte und anhaltender Belebung bis  ins Jahr 2012 hinein – allerdings mit weiterhin auffallend unterschiedlicher Stärke der Erholung“, so Ben Breslau, Managing Director Jones Lang LaSalle Research Region Amerika. Die erwartete Büroflächen-Nachfrage und die Entwicklung der Mietpreise dürften dies widerspiegeln, wobei die Bandbreite der voraussichtlichen Marktcharakteristika von vermieterfreundlich - im Falle von Trophy-Assets in zentralen Geschäftsvierteln der an der Küste gelegenen Gateway-Märkten - bis hin zu mieterfreundlich - im Falle vieler Non-Core- und suburbanen Lagen - reicht.
 
 
Weiter zunehmende Aktivitäten von Investoren und Nutzer

2010  betrugen die Investitionsvolumina für Büroimmobilien  weltweit 155 Mrd. US-Dollar. In diesem Jahr  könnte das Volumen auf ca. 190 Mrd. USD zulegen. Parallel hat sich ein Kapitalwertwachstum für erstklassige Immobilien  in den Top- Büroflächenstandorten gezeigt, angeführt von Hongkong, London, Paris and Moskau. Steigende Mieten dürften diesen Trend  2011 in den meisten Märkten 2011 aufrecht erhalten, gleichbedeutend einem Anreiz für Eigentümer, weitere Produkte auf den Markt zu bringen.
 
Auch für die Büronutzer stehen die Zeichen auf Aktion: im „war for talents“ und der Erfordernis nach einer produktiveren Flächennutzung der Arbeitsplätze werden sie ihre Aktivitäten entsprechend anpassen.
 
 
Region Amerika

„Insgesamt lässt sich die erwartete Entwicklung  im laufenden Jahr am besten mit ‚uneinheitlicher Aufschwung und vorsichtiger Optimismus’ umschreiben “, so Ben Breslau. „Vor allem die nordamerikanischen Märkten Washington D.C., Midtown Manhattan und San Francisco dürften davon profitieren. Ein beschleunigtes Mietpreiswachstum wird sich auch in Kanada einstellen. In den USA insgesamt wird die durchschnittliche Leerstandsquote Ende 2011 immer noch hoch bleiben aber mit unter 18 % gegenüber dem Vorjahr rückläufig.

Im wichtigsten Wirtschafts- und Finanzzentrum Lateinamerikas, São Paulo, wird eine starke Konjunktur eine robuste Büronachfrage nach sich ziehen.“
 
 
Asiatisch-Pazifischer Raum 

Japan einmal außer Acht gelassen verbessern sich die immobilienwirtschaftlichen Rahmendaten überall im asiatisch-pazifischen Raum weiter, unterstützt von solideren Geschäftsbedingungen und massiven Einstellungsmaßnahmen der Unternehmen. „Insgesamt dürfte die Nettoabsorption in der Region  2011 weiter zunehmen, der Leerstand  in den meisten wichtigen Märkten zurückgehen. In Märkten mit hoher Angebots-Pipeline aber, wie etwa Singapur und einige Städte Indiens, ist von einem Zuwachs auszugehen“, so Murray.
 
 
Region EMEA

Vor dem Hintergrund eines Geschäftsklimas, das sich auf dem höchsten Niveau seit 2007 bewegt, haben auch die Büroflächenumsätze und Transaktionsvolumina wieder deutlich zugelegt. Trotzdem bleiben die Nutzer vorsichtig, der Umsatz wird in erster Linie generiert durch auslaufende Mietverträge und Flächenkonsolidierungen. .„Wir befinden uns derzeit zwar in einer Mietwachstumsphase in einigen Märkten, allerdings gibt es auch Standorte, die die Spitzenwerte von 2007 nicht vor 2014 erreichen werden“, so Grant Fitzner, Leiter Jones Lang LaSalle EMEA Research. Und weiter: „Großbritannien, Frankreich, Deutschland und einige skandinavische Märkte, insbesondere Schweden, zeigen, wo es lang geht: verbesserte Fundamentaldaten auf den Bürovermietungsmärkten gepaart mit einem starken Investoreninteresse. Im Nahen Osten und in Nordafrika beeinflussen die Ereignisse das lokale Geschäftsklima genauso wie ein steigender Ölpreis sich auch auf die Kapitalmarkt-Volumina niederschlagen wird.“
 
 
 
* Die vierteljährlich erscheinende Publikation bietet Rückblicke und Prognosen zu den globalen und regionalen Auswirkungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die Immobilienvermietung, auf die Kapital- und Nutzermärkte.