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Pressemitteilung

Frankfurt

Insgesamt guter Start auf deutschem Bürovermietungsmarkt - teilweise deutlich unterschiedliche Entwicklungen in den Immobilienhochburgen


   
Frankfurt, 07. April 2011 - Für alle sechs Immobilienhochburgen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart) zusammen wurden im ersten Quartal 2011 rund 610.000 m² Flächenumsatz registriert und damit etwas mehr als im Vorjahreszeitraum (+ 1,6 %). Der Fünfjahresdurchschnitt (2006-2010) der jeweils ersten Quartale wurde um rund 0,5 % nur knapp verfehlt.

In der regionalen Analyse der Vermietungsumsätze wird eine große Spannweite deutlich. So schwanken die Wachstumsraten im Einjahresvergleich (Q1 2011/Q1 2010) zwischen plus 48 % in Frankfurt und minus 43% in Düsseldorf. Beide Entwicklungen können weder überraschen, noch sollten sie überbewertet werden. Denn in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt war es vor zwölf Monaten ein Megadeal über 90.000 m² (durch Vodafone), der die Umsatzstatistik nach oben trieb. In der hessischen Immobilienhochburg litt der Markt damals unter einer äußerst verhaltenen Anmietungsaktivität in den ersten drei Monaten, ein Niveau, das nicht schwer zu übertreffen war. Wie der jetzige Dreimonatsumsatz letztlich einzuordnen ist, zeigt der Vergleich mit den übrigen Quartalen in 2010, die allesamt deutlich höher lagen. Immerhin: mit der 12.000 m² großen Anmietung der Schenker Deutschland AG am Flughafen konnte zumindest eine Transaktion jenseits der 10.000 m² registriert werden.
Mit Umsatzvolumina jeweils über 100.000 m² konnten Hamburg (+ 3,4 %), München (+ 12 %) und insbesondere auch Berlin (+ 26 %) zum Teil deutliche Umsatzsteigerungen aufweisen. In Stuttgart konnte das Umsatzergebnis im Jahresvergleich mit gut 37.000 m² um fast 17% zulegen.
 
Das Umsatzgeschehen in den sechs Hochburgen zeugt zwar von einer erhöhten Nachfrageaktivität, allerdings stehen Flächenkonsolidierungen und Flächentausch immer noch vor Expansion. Deshalb lag insgesamt die Nettoabsorption im aktuellen Quartal mit 5.000 m² leicht im Minus. Gleichzeitig blieb aber der Leerstand gegenüber dem Vorquartal mit rund 8,5 Mio. m² unverändert, entsprechend einer stabilen Leerstandsquote von insgesamt 10,6%. Auch diese beiden Parameter zeigen deutlich unterschiedliche Bewegungsrichtungen in den sechs Märkten: während der Leerstand in Berlin, Hamburg und Düsseldorf in den vergangenen drei Monaten jeweils leicht gesunken ist (in der Hauptstadt von 9,1% auf 9,0%, in der nördlichsten Immobilienhochburg von 9,6% auf 9,4% und in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt von 13,0% auf 12,6%), legte er in Frankfurt um 40 Basispunkte auf eine Quote von aktuell 15,1% und in München um 20 Basispunkte auf 10,7% zu.
 
Mit rund 108.000 m² lagen die Fertigstellungen in den sechs untersuchten Märkten im ersten Quartal noch einmal 41% unter dem Vorjahreswert. Die Verfügbarkeit von neuen, top-ausgestatteten Flächen vor allem in den von den Mietern besonders nachgefragten innerstädtischen Lagen, nimmt damit weiter ab. In München z.B. kamen nur ca. 4.000 m² neu auf den Markt, nur unwesentlich mehr waren es mit jeweils 10.000 m² in Düsseldorf und Frankfurt. Auch in der mittelfristigen Rückbetrachtung liegt das aktuelle Volumen um 21% unter dem Schnitt der jeweils ersten Quartale der Jahre 2006-2010.
 
Außer in Düsseldorf, dem neben Stuttgart kleinsten Flächenbestandsmarkt, wo eine gute Nachfrage im hochpreisigen Segment der Innenstadt bei limitiertem Flächenangebot zu einem weiteren Plus innerhalb der letzten drei Monate auf nunmehr 23,50 Euro/m²/Monat geführt hat bewegten sich die Spitzenmieten in allen anderen Städten auf ihrem Vorquartalsniveau (Q4 2010), so dass der Spitzenmietpreisindex für alle sechs Hochburgen in diesem Zeitraum lediglich um 0,4% gestiegen ist. Auch für den Jahresvergleich ergibt sich insgesamt nur ein leichtes Plus von 1 %. Aber es gilt auch: der aktuelle Wert markiert den höchsten Indexstand seit Herbst 2009.