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Pressemitteilung

Frankfurt

Jones Lang LaSalle: Transaktionsvolumen bei Wohnimmobilien-Portfolios in Deutschland legt deutlich zu


 
 
Frankfurt, 20. April 2011 - Im ersten Quartal 2011 wurden in Deutschland Wohnimmobilienportfolios für rund 1,45 Mrd. Euro* gehandelt. Damit zeigt auch der Wohnimmobilienmarkt einen deutlichen Aufschwung: Im 1-Jahresvergleich und im Vergleich mit dem direkten Vorquartal hat sich das Volumen  deutlich mehr als verdoppelt (Q 1 2010: ca. 580 Mio. Euro, Q 4 2010: ca. 594 Mio. Euro).
  
Deutlich wird die Belebung auch an der Anzahl der Transaktionen: das gehandelte Volumen zwischen Januar und März 2011 basiert auf  55 Deals (Q 1 2010: 19). „Das Interesse der Investoren an Wohninvestments war zwar auch im letzten Jahr schon hoch, die Realisierung scheiterte aber noch an unterschiedlichen Preisvorstellungen. „Für das laufende Jahr gehen wird von einem Investmentboom im Wohnungsmarkt aus“, so Andrew M. Groom, Leiter Valuation & Transaction Advisory Jones Lang LaSalle Deutschland. „Käufer akzeptieren für solide Bestände auch höhere Preise.“

Mit Abstand größte Transaktion im ersten Quartal 2011 war die Mehrheitsbeteiligung der TAG Immobilien AG an der Colonia Real Estate AG mit 800 Mio. Euro. Über 50 Mio. Euro lagen darüber hinaus die beiden Käufe der Corestate Gruppe aus der Schweiz (zusammen 155 Mio. Euro), und der Erwerb des Bouwfonds für seinen European Residential Publikumsfonds (61 Mio. Euro).

Den TAG Deal außen vor gelassen liegt die durchschnittliche Größe der gehandelten Portfolios bei 12 Mio. Euro. „Aufgrund des geringen Angebotes an großen Portfolien rücken kleinere Objekte auch für institutionelle Investoren stärker in den Fokus. Kleine Objekte kennzeichnet zudem oftmals eine bessere Qualität“, so Groom.

Geografischer Investitionsschwerpunkt war im ersten Quartal 2011 das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 12 Transaktionen und einem Volumen von 239 Mio. Euro, davon im Ruhrgebiet vier Deals mit zusammen 183 Mio. Euro und in Düsseldorf fünf Deals mit rund 40 Mio. Euro. Lebhaft ging es auch auf dem Berliner Investmentmarkt zu: 11 Portfoliodeals mit 108 Mio. Euro wurden in der Hauptstadt umgesetzt. Bedingt durch einen Einzeldeal von Bouwfonds (61 Mio. Euro) war auch Bayern ein wichtiges Investitionsziel. Im Freistaat wurden in neun Transaktionen rund 100 Mio. Euro gehandelt, davon 70 Mio. in München.

Noch erweist sich der Wohnungsmarkt fest in deutscher Hand. Allerdings: der Anteil ausländischer Investoren legt sukzessive zu: Ende März 2011 hat er 19 % an den Portfoliodeals erreicht. „Deutschland steht wieder zunehmend im Fokus internationaler Investoren. Der Wohnimmobilienmarkt hierzulande gilt als stabil und verspricht einen sicheren Cashflow. Das günstige makroökonomische Umfeld und die steigenden Mieten in Großstädten regen teilweise auch die Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Marktwerte an“, kommentiert Groom.

Die erfreulichen Aktivitäten der ersten drei Monate haben sich auch im April fortgesetzt. Bis dato wurden allein in diesem Monat Immobilienportfolios in einer Größenordnung von insgesamt 337 Mio. Euro gehandelt. Darunter befinden sich die Käufe durch den französischen Investor Foncière Développement Logements (FDL) mit über 80 Mio. Euro, durch die niederländische Brack Capital mit knapp 73 Mio. Euro und der Patrizia AG für rund 50 Mio. Euro. Mit einem Gesamtvolumen von 1,8 Mrd. Euro wurde bis Mitte April bereits mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes des letzten Jahres erreicht. „Vorausgesetzt das wirtschaftliche Umfeld bleibt weiterhin positiv, sollte unsere Prognose von 6 Mrd. Euro für 2011 erreichbar sein. Das wäre das beste Ergebnis seit 2007. Nicht unwahrscheinlich ist möglicherweise sogar ein höheres Volumen“, resümiert Andrew Groom.

 
 
* In dem Transaktionsvolumen sind ausschließlich Wohnungspakete und der Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an einem Immobilienunternehmen enthalten