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Pressemitteilung

London

Jones Lang LaSalle: Direktinvestitionen in europäische Gewerbeimmobilien legen deutlich zu

Eigenkapital steigt weiter


 
 
London, 26. April 2011 – Die Direktinvestitionen in europäische Gewerbeimmobilien beliefen sich im 1. Quartal 2011 auf 26 Mrd. Euro*, entsprechend einem Anstieg von 32% gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Die grenzüberschreitende Investitionstätigkeit eigenkapitalstarker Investoren nimmt dabei weiter zu. Mit auch insgesamt wachsender Liquidität auf den Märkten dürfte die positive Entwicklung anhalten und für ein Investitionsplus in Europa von bis zu 30 % sorgen (2010: 102 Mrd. Euro). Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle „European Investment Volumes Update“ von Jones Lang LaSalle.
 
Hauptsächlich angetrieben durch ein anhaltendes Interesse an Core-Assets in London dominiert Großbritannien mit einem Anteil von 38% am gesamten Transaktionsvolumen den europäischen Investment-Markt auch im 1. Quartal 2011 (Q1 2010: 35 %). Rund 10 Mrd. Euro, entsprechend einem Anstieg um 41% gegenüber dem Vorjahr können notiert werden. Deutschland und Frankreich belegen mit 5,30 Mrd. Euro** bzw. 2,44 Mrd. Euro Platz 2 und 3. Auch Polen, Russland und die Tschechische Republik sind erfreulich dynamisch ins neue Jahr gestartet mit Volumina, die deutlich über denen des 1. Quartals 2010 lagen. Dreimal so hoch wie ein Jahr zuvor lag das Ergebnis in Russland (763 Mio. Euro), Polen zeigte ein Plus von 200% (603 Mio. Euro). Das Investitionsvolumen in der Tschechischen Republik beläuft sich mit 565 Mio. Euro jetzt schon auf 89% des Gesamtvolumens von 2010.
 
Richard Bloxam, Director EMEA Capital Markets bei Jones Lang LaSalle: „Der Fokus der Investoren auf den europäischen Immobilien-Investment-Märkten ist breiter geworden als noch vor einem Jahr. 2010 suchten die Investoren Schutz in den reifen Core-Märkten von Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Aufgrund der zunehmenden Verknappung verfügbarer Produkte bewegen sich die Kapitalströme nun verstärkt in Sekundär- und aufstrebende Märkte wie Warschau, Budapest, Prag und Moskau. Da die Investoren zu mehr Risiko bereit sind und dabei über den Tellerrand ihrer einheimischen Märkte hinausschauen, rechnen wir in diesen Städten mit mehr Transaktionsaktivitäten. Dabei werden eher beim Preis Zugeständnisse als bei der Qualität der Objekte gemacht.“
 
Weiter zurückhaltend sind wegen der anhaltenden Verschuldungskrise die Investoren in Portugal und Spanien. Beide Märkte verzeichnen deutliche Rückgänge beim Transaktionsvolumen (- 72% bzw. - 53%). Während eine Reihe aktiver opportunistischer Fonds aus dem Inland auf der Suche nach Core-Assets sind, schätzen die meisten grenzüberschreitenden Investoren das Risiko zu hoch ein, in diesen Märkten ihr Kapital zu platzieren. 
 
In den letzten 12 Monaten hat sich nicht nur geografisch das Blickfeld der Investoren vergrößert, sondern auch die Bandbreite des Käufer-Typus selbst und die Finanzierungsquelle: „Zunehmend treten unterschiedlichste Eigenkapitalgeber auf dem europäischen Markt in Erscheinung, nachdem die traditionellen Finanzierungsquellen immer noch nur eingeschränkt zur Verfügung stehen“, so Robert Stassen, Leiter EMEA Capital Markets Research bei Jones Lang LaSalle. Und weiter: „Als starke Treiber grenzüberschreitender Kapitalströme treten Staatsfonds, Pensionskassen und Versicherungsgesellschaften auf. Diese Anleger werden im Laufe des Jahres verstärkt europäisches Immobilienvermögen im Visier haben.“
 
 
Anmerkungen zu Begrifflichkeiten:
 
1) Bei grenzüberschreitenden Investitionen stammen Käufer, Verkäufer oder beide von außerhalb des Landes, in
dem sich das Investitionsobjekt befindet.
 
2) Bei grenzüberschreitenden Investitionen ist zu unterscheiden zwischen „intra-regionalen Investitionen” (sowohl
Käufer und Verkäufer stammen aus der Region, in der sich das Investitionsobjekt befindet) und „inter-regionalen
Investitionen“ (Käufer, Verkäufer oder beide stammen von außerhalb der Region, in der sich das Investitionsobjekt
befindet).
 
 
* Nicht berücksichtigt sind: Transaktionen von Grundstücken, Wohnimmobilien und Projektentwicklungen, jegliche Transaktionen unter 5 Mio. USD sowie Käufe von Unternehmen, die Eigentümer auch von Immobilien sind.
 
** Das in der Presseinformation vom 05. April enthaltene Transaktionsvolumen für Deutschland (Q1 2011: über 5,8 Mrd. Euro) beinhaltet (bis auf Wohnimmobilien) alle in der ersten Fußnote genannten Assets