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Pressemitteilung

Frankfurt

Handelsimmobilien festigen ihren Platz in der Anlagestrategie nationaler und internationaler Gewerbeimmobilien-Investoren

Jones Lang LaSalle: 3,8 Milliarden Euro Transaktionsvolumen im ersten Quartal


 
Frankfurt, 03. Mai 2011 – Der Investmentmarkt für handelsgenutzte Gewerbeimmobilien in Deutschland setzt seinen Aufwärtstrend fort und startet mit einem starken Auftaktquartal in das Jahr 2011. Jones Lang LaSalle notiert ein Transaktionsvolumen von rund 3,8 Milliarden Euro. Berücksichtigt sind alle Anlageklassen von Geschäftshäusern über Shopping Center und Warenhäuser bis hin zu Fachmarktprodukten. Das mit rund 3,0 Milliarden Euro ebenfalls starke erste Quartal 2010 wird nochmals deutlich übertroffen. Nach Ablauf von drei Monaten ist rund die Hälfte des gesamten Retail-Transaktionsvolumens aus dem Jahr 2010 (7,46 Milliarden Euro) erreicht. Laut Jones Lang LaSalle haben Handelsimmobilien damit nach Jahren des Zögerns endgültig einen festen Platz in der Anlagestrategie nationaler und internationaler Gewerbeimmobilien-Investoren.
 
Fünf Retail-Transaktionen in Q1 mit Volumina oberhalb von 200 Millionen Euro
 
Handelsimmobilien stellen die fünf größten Gewerbeimmobilien-Transaktionen des ersten Quartals. In allen Fällen wird die Schwelle von 200 Millionen Euro überschritten. Insgesamt notiert Jones Lang LaSalle acht Retail-Transaktionen mit Kaufpreisen von mehr als 100 Millionen Euro. Highlights mit Volumina von jeweils rund 700 Millionen Euro sind der Anteilsverkauf am Shopping Center CentrO in Oberhausen und der Verkauf eines 45 Objekte umfassenden Metro-Portfolios. Mit einem Anteil von 65 Prozent am Transaktionsvolumen des gesamten Gewerbeimmobilienmarktes notiert Jones Lang LaSalle das stärkste erste Quartal für den Einzelhandelssektor seit 2006. Damals wurde das Quartalsergebnis maßgeblich durch den Verkauf des Karstadt-Portfolios beeinflusst.
 
Zuversicht und Mut der Investoren steigen – Finanzierungsbedingungen verbessert
 
Jörg Ritter, Leiter Einzelhandelsinvestment Deutschland bei Jones Lang LaSalle: „Die Investoren agieren erkennbar mutiger und zuversichtlicher. Selbst größere Portfolioverkäufe lassen sich wieder mit Aussicht auf Erfolg am Markt platzieren. Dies hat zur Folge, dass Akteure, die zu hohen Preisen in den deutschen Markt eingestiegen sind, wieder Verkäufe tätigen können. Die jüngsten Transaktionen mit namhaften Marktakteuren wie Cerberus, Rockspring oder Resolution belegen, dass auch internationale Finanzinvestoren wieder aktiv nach Anlageoptionen suchen. Deutschland kann seine in Europa einzigartige Wirtschaftsstärke derzeit besser denn je in Szene setzen.“
 
Unmittelbare Auswirkungen durch die jüngsten Zinsentwicklungen erwartet Jones Lang LaSalle auf dem Retail-Investmentmarkt nicht. Ritter weiter: „Obwohl die Zinsen zuletzt gestiegen sind, haben sich die Finanzierungsmöglichkeiten nennenswert verbessert. Die Refinanzierung ist zwar durch die Zinsentwicklung wieder etwas teurer geworden. Gleichzeitig hat aber auch der Wettbewerb unter den finanzierenden Banken wieder zugenommen. Dementsprechend sinken die Margen im Kreditgeschäft tendenziell. In der Summe sind konstant gute Finanzierungsbedingungen zu beobachten.“
 
Shopping Center: Kategorie repräsentiert mehr als die Hälfte des Retail-Transaktionsvolumens
 
Shopping Center sind im ersten Quartal mit einem Volumen von 1,92 Milliarden Euro die mit Abstand stärkste Handelsimmobilien-Kategorie. Mehr als jeder zweite Euro Transaktionsvolumen entfällt auf diese Assetklasse. Obwohl das erste Quartal 2010 mit dem Corio/Multi-Portfolio eine der größten europäischen Einzelhandelstransaktionen aller Zeiten brachte, kann das aktuelle Ergebnis nochmals zulegen. Sechs der zehn größten Retail-Transaktionen im ersten Quartal sind Shopping Center. Jörg Ritter erwartet bei einer guten Angebotssituation und sehr starken Nachfrage bis Jahresende weitere hochkarätige Transaktionen: „Shopping Center mit ihrem sehr guten Risikoprofil und exzellenten Cash Flows werden weiter auf großes Interesse stoßen und 2011 die wichtigste Kategorie bleiben. Die Angebotssituation in dieser Anlageklasse ist sehr gut, da einige geschlossene und offene Fonds Liquidität benötigen und Verkäufe hochkarätiger Objekte in Betracht ziehen.
 
Fachmarktprodukte: Metro-Portfolio sorgt für sehr starkes Auftaktquartal
 
Die bei Investoren wegen ihrer defensiven Qualitäten geschätzten Fachmarktprodukte haben aufgrund des rund 700 Millionen Euro schweren Metro-Portfolios deutlich zugelegt. Insgesamt wurden im ersten Quartal Fachmarktzentren und Fachmärkte im Wert von fast 1,1 Milliarden Euro gehandelt. Dies entspricht einem Anteil von fast 30 Prozent am gesamten Handelsimmobilienmarkt. Schon nach Ablauf der ersten drei Monate bewegt sich das Segment damit auf dem Niveau des gesamten Vorjahres. Bei weiterhin guter Nachfrage ist das Transaktionsvolumen im weiteren Jahresverlauf maßgeblich von der Angebotssituation abhängig.
 
Geschäftshäuser: Fehlendes Angebot bremst hohe Nachfrage
 
Geschäftshäuser setzen ihren Aufwärtstrend ebenfalls fort. Das Volumen im ersten Quartal beläuft sich nach Berechnungen von Jones Lang LaSalle auf 480 Millionen Euro und steht für rund 13 Prozent des gesamten Handelsimmobilienvolumens. Ritter: „Die Nachfrage nach Geschäftshäusern in 1a-Lagen ist sehr gut und kann kaum bedient werden. Es fehlt schlicht und einfach an geeigneten Verkaufsobjekten. Die Mehrzahl der Immobilien befindet sich im Eigentum langfristig orientierter Privateigentümer und institutioneller Investoren, die nur sehr vereinzelt verkaufsbereit sind. Trotz Angebotsknappheit wurde das erste Quartal 2010 um 160 Millionen Euro übertroffen.“
 
Warenhäuser: Erstes Quartal fast exakt auf Vorjahresniveau
 
Im Bereich Warenhäuser dominieren weiterhin Einzelverkäufe das Transaktionsgeschehen. Das Transaktionsvolumen im ersten Quartal beläuft sich insgesamt auf knapp 250 Millionen Euro und liegt fast exakt auf Vorjahresniveau (Q1 2010: 240 Mio. Euro). Ausschlaggebend war der Verkauf zweier Galeria Kaufhof-Häuser in Bremen und Chemnitz für mehr als 100 Millionen Euro.
 
Supermärkte / Discounter: Wie im Vorjahr wenig Aktivität im ersten Quartal
 
Mit Ausnahme eines kleineren Supermarkt-Portfolios in Süddeutschland zeigt die Kategorie im ersten Quartal noch wenig Bewegung. Dies war allerdings im Vorjahreszeitraum ähnlich und die Kategorie hat zum Jahresende dennoch einen beachtlichen Anteil von 11 Prozent am gesamten Handelsimmobilienvolumen erreicht. Inwieweit es 2011 gelingt, an das hohe Transaktionsvolumen des Vorjahres anzuknüpfen, hängt in erster Linie vom Ausmaß des Angebots adäquater Objekte und weiterer Sale & Leaseback-Transaktionen ab.
 
Investorengruppen: Institutionelle und Private Equity Funds als aktivste Investoren
 
Ausländische Investoren haben ihren Anteil am Transaktionsvolumen im ersten Quartal im Vergleich zum Gesamtjahr 2010 von 44 auf 57 Prozent ausgedehnt. Auf der Käuferseite dominieren institutionelle Investoren wie Banken, Versicherungen und Pensionskassen sowie Private Equity Funds. Offene Publikumsfonds, Geschlossene Fonds und Asset / Fund Manager sind weitere wichtige Investoren. Auf der Verkäuferseite stehen Privatinvestoren, Asset / Fund Manager und Projektentwickler im Vordergrund.