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Pressemitteilung

Frankfurt

Investitionsvolumen in europäische Handelsimmobilien übertrifft im ersten Quartal 2011 Schwelle von 8 Milliarden Euro

Zuwachs um fast 50 Prozent gegenüber Q1 2010 - Deutschland und Großbritannien weiterhin aktivste Investmentmärkte


 
Frankfurt, 06. Mai 2011 – Nach Berechnungen von Jones Lang LaSalle beläuft sich das europaweite Investitionsvolumen in handelsgenutzte Gewerbeimmobilien im ersten Quartal 2011 auf 8,04 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Q1 2010: 5,4 Milliarden Euro) hat sich das Investitionsvolumen um fast 50 Prozent erhöht. Die Erhebung berücksichtigt insgesamt 125 Investmentdeals in Shopping Center, Fachmarktprodukte, Supermärkte und Factory Outlet Center. Aus der Untersuchung ausgenommen sind Geschäftshäuser in Einkaufsstraßen sowie Transaktionen mit einem Wert von unter fünf Millionen Euro.
 
Das Investmentvolumen der ersten drei Monate übertrifft sogar das im Jahresverlauf traditionell stärkste vierte Quartal des Vorjahres um über 20 Prozent. Eines der Highlights war der Kauf des Trafford Centre im britischen Manchester durch Capital Shopping Centres für mehr als 1,8 Milliarden Euro. Insgesamt notiert Jones Lang LaSalle für das erste Quartal 12 Transaktionen in Europa mit einem Verkaufsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro.
 
Einmal mehr zeigten sich Großbritannien und Deutschland mit zusammen rund 6,2 Milliarden Euro Transaktionsvolumen als stärkste europäische Investmentmärkte für Handelsimmobilien. Fast 80 Prozent des gesamten europäischen Transaktionsvolumens entfällt auf die beiden Länder. Deutschland ist weiterhin einer der gesuchtesten Märkte und verzeichnete 20 Transaktionen, darunter die Akquisition der Metro Cash & Carry-Standorte durch Cerberus für über 700 Millionen Euro.
 
Schweden erlebte einen deutlichen Anstieg des Transaktionsvolumens, nachdem die aufgestaute Nachfrage im ersten Quartal endlich auf ein entsprechendes Angebot traf. Das Land verzeichnete vier große Shopping Center-Transaktionen, darunter der Verkauf der Gallerian and Punktgalleries in Västerås durch Boultbee an The Carlyle Group für rund 96 Millionen Euro.
 
Shelley Matthews, Director EMEA Retail Capital Markets bei Jones Lang LaSalle: „Schweden ist bereits seit einiger Zeit ein bevorzugtes Ziel vieler Investoren. Die Wirtschaftsdaten sind sehr gut und auch der Einzelhandel zeigt sich vergleichsweise stabil. Die Nachfrage konnte nun mit entsprechenden Angeboten befriedigt werden und wir erwarten auch für den weiteren Jahresverlauf gute Transaktionsvolumina.“
 
Shopping Center bleiben mit einem Anteil von 60 Prozent die mit großem Abstand meistgesuchte Assetklasse unter den Handelsimmobilien. In Großbritannien konnten aber auch einige nennenswerte Transaktionen im Segment Supermärkte abgeschlossen werden, darunter der Kauf eines Portfolios von drei Sainsbury’s-Standorten durch Prupim’s M&G Secured Property Income Fund und die Sale and Leaseback-Transaktion von 21 Tesco Supermärkten für fast 800 Millionen Euro. Auch in Deutschland legte das Transaktionsvolumen für Fachmarktprodukte zu. Rund 950 Millionen Euro wurden im ersten Quartal bewegt. Ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Gesamtjahr 2010, das insgesamt auf ein Volumen von 993 Millionen Euro kam.
 
Jeremy Eddy, Head of EMEA Retail Capital Markets bei Jones Lang LaSalle: „Mit Blick auf das zweite und dritte Quartal erwarten wir in fast allen europäischen Ländern eine Fortsetzung der guten Marktsituation. Schwerpunkte sehen wir in Deutschland und den mittel- und osteuropäischen Ländern, wo anstehende Transaktionen auf eine sehr gute Nachfragesituation treffen. Wir erwarten zudem bis zum Jahresende wieder anziehende Aktivitäten in den Wachstumsmärkten Türkei und Russland. Trotz der Aktivitäten pausieren die zuletzt unter Druck geratenen Renditen derzeit, bis die Miet- und Umsatzentwicklung wieder einen Aufwärtstrend erkennen lassen.“