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Pressemitteilung

Frankfurt

Transaktionsvolumen auf dem Hotelmarkt in EMEA sinkt deutlich unter Milliardengrenze


 
 

Frankfurt, 30. April 2009 – Der Hotelinvestmentmarkt in EMEA (Europe, Middle East, Africa) ist im ersten Quartal 2009 weiter auf Talfahrt gegangen. Sowohl Portfolio- (- 90 %) als auch Einzeltransaktionen (- 72 %) mussten herbe Einbußen hinnehmen. Mit rund 700 Mio. Euro - damit ein ähnliches Niveau wie 2003 - blieb das Hotelinvestmentvolumen  81 % unter dem ersten Quartal 2008 zurück. Damals war mit 3,6 Mrd. Euro bereits Ende März 46 % des Gesamtjahresvolumens erreicht worden. Genauso drastisch fällt der langfristige Vergleich mit dem Durchschnittswert der jeweils ersten drei Monate von 1999 bis 2008 aus (- 78 %).
 
„Die Hochzeiten sind bis auf weiteres erst einmal vorbei. Jeder Markt entwickelt sich zyklisch, den Ups folgen die Downs. Und vice versa. Diesmal allerdings ist es einzigartig, dass gleichzeitig alle Märkte in Europa und auch weltweit schwächeln. In 2009 wird daher das Volumen deutlich unter den Vorjahren liegen. Wir werden uns etwa auf dem Marktniveau von 2002 bewegen“, so Christoph Härle, bei Jones Lang LaSalle Hotels Managing Director der Global Hotel Capital Group.
 
Wie bereits im Gesamtjahr 2008 fokussierten sich Investoren auf Investments im eigenen Land. Inländisches Kapital dominierte im 1. Quartal mit einem Anteil von über 50 % das Hotelinvestmentvolumen. 36,4 % entfallen auf asiatische Investoren (zwei Deals) und 5,6 % gehen auf das Konto von grenzüberschreitenden Deals innerhalb Europas. Das in 2008 registrierte starke Engagement von Investoren aus dem Nahen Osten (27 % des Hotelinvestments) hat sich nicht fortgesetzt. “Investoren aus dem Nahen und Mittleren Osten haben vor allem Trophy Hotels in Schlüsselmärkten wie London und Paris auf ihrer Wunschliste – nicht zum „normalen“ Preis freilich. Notleidende Hotels sind gefragt. Diese wurden bislang allerdings noch nicht angeboten. Wir erwarten zwar, dass im zweiten Halbjahr 2009 einige in Schwierigkeiten geratene Hotels zum Verkauf stehen werden, Trophy Hotels werden aber voraussichtlich nur ganz wenige darunter sein“, so Härle.
 
Der Blick auf die Vertragsstrukturen zeigt, dass Hotelimmobilien mit Pachtvereinbarung wieder zugelegt haben (33 % des Transaktionsvolumens). Investoren setzen in diesen schwierigen Zeiten auf Sicherheit. Bei einem Hotel mit Pachtvertrag kann die Entwicklung der Hotelperformance die Rendite nur gering beeinflussen, da der Investor in der Regel eine festgelegte monatliche Pacht vom Hotelbetreiber erhält, die meist unabhängig von den Betriebsergebnissen des Hotels ist.
 
Etwa 30 % des Hotelinvestmentvolumens ging auf das Konto von betreiberfreien Hotelimmobilien, die von Hotelgesellschaften akquiriert wurden. Diese Investorengruppe ist die einzige, deren Geschäftsmodell Hotels benötigt um zu wachsen.