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Pressemitteilung

Frankfurt

Nationale und internationale Investoren befragt: Appetit auf Hotelimmobilien in der Region EMEA weiter gestiegen


 
Frankfurt, 26. Mai 2011 – Seit über zehn Jahren befragt Jones Lang LaSalle Hotels zweimal im Jahr weltweit mehr als 2.500 nationale und internationale Investoren nach ihrer Einschätzung der Zukunftsaussichten für den Hotel- und Hotelinvestmentmarkt in der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa). Die aktuellen Ergebnisse wurden in der neuesten Auflage des Hotel Investor Sentiment Survey (HISS) zusammengefasst.

Performance-Entwicklung positiv für einen Großteil der Hotelmärkte

In der aktuellen HISS Befragung gehen die Investoren bei 21 Hotelmärkten von einer Verbesserung der Performance-Ergebnisse in den nächsten sechs Monaten aus. Am deutlichsten trifft dies für London, München, Istanbul, Paris und Hamburg zu. Weiter kritisch betrachtet werden unter anderem Dublin, die spanischen Resortmärkte und Lissabon, dies der jeweiligen nationalen Wirtschaftslage und einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage geschuldet.
Mittelfristig, für die kommenden zwei Jahre, gilt die positive Einschätzung sogar für 28 von 37 Hotelmärkten, unter den TOP 5 wieder Paris, Istanbul, London, Rom und München. Kurzfristig noch negativ eingeortet, mittelfristig aber positiv sind Birmingham, Doha, Dubai, Dschidda, Manchester, Prag und Riad.

Für alle fünf in der Studie nachgefragten deutschen Hotelmärkte (Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und München) erwarten die Investoren sowohl kurz- als auch mittelfristig eine weitere Verbesserung der Leistungsergebnisse. „Die Hotelmärkte in Deutschland mussten vor allem in 2008 und 2009 starke Umsatzeinbrüche hinnehmen. Bereits im vergangenen Jahr ging es in vielen Märkten sehr deutlich aufwärts, und es konnte teilweise an Rekordjahre angeknüpft werden. Zugute kam den Hoteliers neben der Mehrwertsteuersenkung die dominierende nationale Nachfrage und die vergleichsweise robuste deutsche Wirtschaft“, so Christoph Härle, Managing Director Jones Lang LaSalle Hotels. „Der Ausblick bleibt für Deutschland positiv. Vor allem in den wichtigsten Business-, Konferenz- und Leisure-Destinationen erwarten wir steigende Nachfrage und Umsätze.“
 
Renditen fast schon wieder auf dem Niveau der Boomjahre

In den letzten zehn Jahren bewegten sich die Rendite-Erwartungen in der Region EMEA im Durchschnitt zwischen 7 % (in den Boomjahren 2006 oder 2007) und 11,1 % (Dezember 2001). „Rendite-Erwartungen reflektieren nicht zwingend die realen Renditen, die wir tatsächlich bei Transaktionen sehen. Sie sind ein relativer Indikator für eine mögliche Entwicklung, spiegeln gut die sich ändernde Preisfindung wider“, erklärt Härle.

Das Ergebnis der aktuellen Umfrage zeigt für die Region EMEA durchschnittlich eine Rendite-Erwartung von 7,3 % (Oktober 2010 7,7 %). Dabei bewegten sich 16 der 37 untersuchten Hotelmärkte unterhalb des EMEA-Durchschnitts. Die Märkte mit den niedrigsten Renditeerwartungen sind Paris und London mit 6 % bzw. 6,1 % gefolgt von München (6,3 %), Hamburg (6,4 %) und Amsterdam (6,5 %). Frankfurt, Berlin und Düsseldorf teilen sich mit Rom den fünften Platz mit einer erwarteten Rendite von jeweils 6,6 %.

Insgesamt bewegen sich die Erwartungen für keinen Hotelmarkt oberhalb der 10 %. Das war vor sechs Monaten noch der Fall für die am Ende der Skala liegenden Märkte des Nahen Osten und Nordafrika. Für Akquisitionen von Hotelimmobilien in Marrakesch, Dschidda, Abu Dhabi, Riad, Doha, Casablanca, Dubai und Kairo erwarten Investoren aktuell eine Rendite von 9 % bis 9,4 %. „Die gesunkene Renditeerwartung zeigt, dass selbst wenn die Märkte noch mit operativen Risiken behaftet sind, Käufer bereit sind, höhere Preise zu zahlen. Dafür sorgen sowohl die entspanntere Situation auf dem Fremdkapitalmarkt als auch der Druck des vermehrt zur Verfügung stehenden Kapitals“, so Härle.
 
„Kaufen“ und „Halten“ ist die Devise

Nach ihrer präferierten Investmentstrategie befragt, votierten die Investoren vor allem für „Hotelimmobilie kaufen“ und „Hotelimmobilie halten“. Während sich „Kaufen“ nach einem kurzen Abschwung vor sechs Monaten wieder verstärkt hat (von 28 % auf 35 %), zeigt der nur leicht rückläufige Anteil der „Haltestrategie“ (von 40 % auf 35 %), dass das Vertrauen auch im Hotelsektor zwar wächst, aber noch von einer gehörigen Portion Vorsicht begleitet wird.

Unter den Top 10 der Hotelmärkte, in denen Investoren gerne kaufen möchten, findet sich neben den Klassikern London, Paris, Amsterdam oder Rom auch eine deutsche Stadt: München liegt auf Platz 6. Rund 47 % der befragten Investoren sind daran interessiert, in der Stadt an der Isar eine Hotelimmobilie zu erwerben. In Deutschland ist die Bayernmetropole der gesündeste Hotelmarkt, sowohl in punkto der Nachfrage als auch in punkto des aktuellen und zukünftigen Angebots an Hotels. München wird ein sehr positives Wachstum vorausgesagt.

Verkaufsabsichten in der EMEA-Region bleiben im Durchschnitt weiter auf niedrigem Niveau (rund 13 %). Allerdings mit Ausnahmen, die in den spanischen Resortmärkten bei 61%, in Zagreb bei 50% oder Hotelmärkten im Nahen Osten (Doha, Abu Dhabi, Dschidda) bei jeweils über 40 % liegen.

Unterdurchschnittlich (bis 5 % max.) erweisen sich die Verkaufsabsichten in Wien, Warschau, Rom, Hamburg, Paris oder München. Diese Märkte stehen aber bei den Investoren ganz oben auf der Einkaufsliste: „Natürlich sind genau in den Märkten, die von Investoren nachgefragt werden Eigentümer mit den Ergebnissen sehr zufrieden und selten zum Verkauf bereit. Durch das mangelnde Angebot an zum Verkauf stehenden Hotelimmobilien ergeben sich in den Schlüsselmärkten teilweise schon wieder sehr hohe Preise“, so Härle.

Auf Basis der aktuellen Umfrage kommen im EMEA-Durchschnitt auf einen Verkäufer statistisch 2,7 Käufer (im Oktober 2010 lag das Verhältnis bei 1:1,9). In Frankreichs Hauptstadt beispielsweise, München oder Madrid lassen solche Zahlen die Player kalt. Hier kann ein Verkäufer mit durchschnittlich 20, 18 bzw. 16 Kaufinteressenten rechnen.

„Insgesamt erholt sich der operative Hotelmarkt europaweit. Die Nachfrage steigt, die Finanzierung wird wieder etwas einfacher und große Mengen Eigenkapital suchen Investitionen. Solange das Währungsrisiko im Griff behalten wird, sehen wir einem guten ‚Hoteljahrgang’ 2011 entgegen“, so Härle.