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Pressemitteilung

Frankfurt

Internationale Luxusmarken sehen Deutschlands Luxusmeilen im europäischen Vergleich als Top-Expansionsziele

Jones Lang LaSalle veröffentlicht Studie zur Präsenz internationaler Luxusanbieter in Europas wichtigsten Metropolen


 
Frankfurt, 07. Juli 2011 – Der Markt für Luxusgüter hat die Finanzkrise schneller als erwartet hinter sich gelassen. Die führenden Luxusgüterkonzerne verzeichneten zuletzt zweistellige Umsatzzuwächse oder sogar Rekordjahre. Stets fällt dabei die steigende Umsatzbedeutung der eigenen Standortnetzwerke ins Auge. Jones Lang LaSalle hat vor diesem Hintergrund eine Studie* zur Präsenz der 100 namhaftesten Luxuslabels in über 20 Metropolen Europas vorgelegt. Paris, London und Mailand sind danach die Top 3-Städte mit der höchsten Dichte an Luxus-Shops. Die höchsten Ladenmieten werden in der Londoner New Bond Street erzielt.
 
Expansion: Asiatische Märkte erschließen - Europäische Standorte aufwerten
 
Doris von Muschwitz, Leiterin Einzelhandelsvermietung Deutschland bei Jones Lang LaSalle: „Der Handel mit Luxusgütern ist auch aus der Immobilien-Perspektive einzigartig. Kein anderes Handelssegment ist ähnlich konsequent international ausgerichtet. Bei ihrer Expansion setzen Luxusanbieter derzeit insbesondere auf Asien und die Schwellenländer. Aber auch in den entwickelten westlichen Märkten wird in die Standortnetzwerke investiert. Dieser Trend äußert sich in aufwändigen Renovierungen und Vergrößerungen bestehender Stores. Zudem geht es um Standortverbesserung innerhalb der Luxusmeilen. Bestehende Lücken im jeweiligen Standortnetzwerk werden derzeit gezielt beseitigt. Dies trifft in besonderem Maße auf Deutschland zu, das als europäische Konjunkturlokomotive derzeit im Fokus der Luxusanbieter steht.“
 
Dichte an Luxuslabels: Paris und London mit vielen Mehrfachpräsenzen führend
 
Die höchste Dichte an internationalen Luxuslabels ist in Paris anzutreffen. Mit über 150 Luxusshops sind die von Jones Lang LaSalle definierten 100 Luxusmarken in der französischen Hauptstadt zum Teil gleich mehrfach vertreten. Nur London kann in dieser Hinsicht mithalten und weist mit insgesamt 125 Shops ebenfalls etliche Doppelstandorte auf. Mailand komplettiert mit knapp 90 Luxuslabels die Top 3. Während sich das Angebot in den meisten Metropolen auf jeweils eine Straße konzentriert, sind besonders in den Megacities London, Paris und Moskau gleich mehrere hochwertige Luxuslagen anzutreffen. Insgesamt zeigen die Zahlen, dass Paris als unangefochtene Luxusmetropole Europas gelten kann. Nur London, und mit Abstrichen auch Mailand, können in der Liga der Top 3 mithalten.
 
Präsenz Luxuslabels: Topmarken sind in allen wesentlichen Metropolen vertreten
 
Die höchste Präsenz in den untersuchten westeuropäischen Städten weist mit über 40 Standorten Hugo Boss auf. Das Label hat in den letzten Jahren massiv in sein Standortnetzwerk investiert und die Internationalisierung konsequent vorangetrieben. In vielen Metropolen ist Hugo Boss gleich mit mehreren Shops seiner Hauptmarke vertreten. Auch Max Mara hat eine ausgesprochen hohe Shopdichte. Die Top-Luxuslabels Burberry, Cartier, Escada, Gucci, Louis Vuitton und Prada verfügen jeweils über mindestens 25 Shops und erreichen damit in der Regel eine Vollabdeckung der analysierten Metropolen. Insgesamt betreiben die von Jones Lang LaSalle definierten 100 Luxuslabels fast 1.000 Shops in den analysierten europäischen Städten.
 
Mieten: Luxuslagen in London, Paris und Moskau erzielen Höchstwerte
 
Die New Bond Street in London ist die teuerste Luxusmeile in Westeruropa. Ein Quadratmeter Ladenfläche schlägt in der Spitze mit Jahresmieten bis zu 7.900 Euro zu Buche. Es folgen die Avenue Montaigne in Paris mit bis zu 7.500 Euro/m² und die Moskauer Toplage Stoleshnikov Lane mit bis zu 7.015 Euro/m². Die italienischen Luxuslagen Via Montenapoleone in Mailand und Via Condotti in Rom komplettieren die Top 5. Spitzenreiter in Deutschland ist die Münchner Maximilianstraße mit jährlich 3.000 Euro/m². Die Luxusmeilen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg bewegen sich durchgängig in der Bandbreite zwischen 2.000 und 3.000 Euro/m².
 
Von Muschwitz: „Deutschland bietet in allen wesentlichen Metropolen exzellent positionierte Luxuslagen bei vergleichsweise günstigen Spitzenmieten. Die internationalen Topmarken sind durchgängig in den deutschen Metropolen vertreten. Wir beobachten seit Anfang 2010 viele Neuzugänge und etliche aufwändige Renovierungen und Standortvergrößerungen. Deutschlands Luxusmeilen sind ohne Zweifel Muss-Standorte für jedes namhafte Luxuslabel.“
 
Stationärer Handel: Gerade im Luxussegment ein wichtiges Erfolgskriterium
 
Trotz boomender Online-Angebote ist der stationäre Handel gerade im Luxussegment ein sehr wichtiges Erfolgskriterium. Die Bilanzen der wichtigsten Anbieter zeigen eindrucksvoll, dass die Umsatzbedeutung selbstbetriebener Shop-in-Shops und Stores in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist. Fast alle Luxusmarken haben deshalb in den letzten Jahren massiv in eigene Retailstrukturen investiert und sich vom Wholesale-Geschäft unabhängiger gemacht.
 
Doris von Muschwitz: „Im Zuge dieser Entwicklung sind erhebliche Investitionen in die Steigerung der Flächenproduktivität festzustellen. Luxusanbieter investieren in die Schnelligkeit ihrer Prozesskette, ohne die eine funktionierende Steuerung eigener Flächen nicht zu bewerkstelligen ist. Gleichzeitig setzt sich der Trend zur Vertikalisierung auch im Luxusbereich durch. Die Kollektionen werden marktgerechter und fallen in ihrem Umfang kleiner aus. Wie im konsumiger orientierten Textilhandel hat die zeitliche Aufeinanderfolge der Kollektionen erheblich zugenommen und entfernt sich mehr und mehr vom klassischen Saisongeschäft.“
 
* Die Studie „Glanz und Glamour in Europas Luxusmeilen“ analysiert die Präsenz der aus Sicht von Jones Lang LaSalle 100 bedeutendsten Luxusmarken in den 21 wichtigsten europäischen Metropolen. Bei der Ermittlung der Shopanzahl in den jeweiligen Städten werden ausschließlich Luxusmarken mit in Eigenregie betriebenen Standortnetzwerken berücksichtigt. Die Auswertung bezieht ausschließlich Shops in 1a-Lagen und Einkaufs-Galerien ein. Zudem werden nur Shops der jeweiligen Hauptmarke berücksichtigt. Zweitmarken sind ebensowenig Bestandteil der Erhebung wie Franchise- und Multilabelstores. Auch Markenshops in namhaften Luxuskaufhäusern werden mangels Transparenz nicht berücksichtigt. Geografisch bezieht sich die Analyse stets auf das Zentrum der jeweiligen Stadt. Im Mittelpunkt stehen dabei die renommierten Luxusmeilen, gegebenenfalls ergänzt um die umliegenden Seitenstraßen.