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Pressemitteilung

Chicago, London, Singapur

Globale Direktinvestitionen in Gewerbeimmobilien steigen deutlich an: Im zweiten Quartal knapp 50% im Plus gegenüber dem Vorjahr


 
 
Chicago, London, Singapur, 13. Juli 2011 - Globale Direktinvestitionen in Gewerbeimmobilien* beliefen sich im zweiten Quartal 2011 nach vorläufigen Informationen von Jones Lang LaSalle auf über 101 Mrd. USD, entsprechend einem Plus von 7 % gegenüber dem ersten Quartal 2011 und 47 % gegenüber dem zweiten Quartal 2010.
 
„Der Aufschwung hält an. Außergewöhnlich hohe Zuwächse wurden in Nordamerika registriert, das zuletzt dem Erholungstempo anderer Regionen noch nicht hatte folgen können“, so Arthur de Haast, Leiter der International Capital Group bei Jones Lang LaSalle. Und weiter: „Im Blick voraus wird die Sorge um die Verschuldung einiger Länder einerseits und das Risiko einer Überhitzung in einigen aufstrebenden Märkten andererseits zu Vorsicht und zu einer sorgfältigen Auswahl der Anlageprodukte führen. Eine Verlangsamung der Erholung wird die Folge sein. Angesichts der Produkt-Pipeline sind wir aber zuversichtlich, dass das Transaktionsvolumen im Gesamtjahr 2011 weltweit 440 Mrd. USD erreichen wird.”

 
Überblick nach Regionen
 
Die Region Amerika (Nord-, Mittel und Südamerika) verzeichnete im 2. Quartal 2011 mit 49 Mrd. USD das höchste Transaktionsvolumen seit Ende 2007, + 56 % gegenüber dem 1. Quartal 2011. Sowohl im 2. Quartal als auch im gesamten 1. Halbjahr 2011 rückte die Region auf den weltweiten Spitzenplatz vor.
 
In den USA konnte für alle Sektoren - vor dem Hintergrund der gestiegenen Kreditverfügbarkeit und des Investorenhungers auf Renditeoptionen im ausgesprochen niedrigen Zinsumfeld - ein starkes Wachstum notiert werden. Einen starken Anstieg gab es ebenfalls in Kanada: das Transaktionsvolumen hat sich gegenüber dem 1. Quartal 2011 mehr als verdreifacht. Gebremst zeigte sich im 2. Quartal dagegen der brasilianische Markt, nachdem in den vorangegangenen beiden
Quartalen mehrere großvolumige Portfolio-Verkäufe über die Bühne gegangen waren.
Insgesamt wird sich der positive Trend in der Region bis zum Jahresende bestätigen – wenn auch bei nachlassendem Tempo.
 
Die Investitionsvolumina in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) blieben im zweiten Quartal mit 34 Mrd. USD gegenüber den ersten drei Monaten 2011 weitgehend konstant. Das Plus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel moderat aus. Einem starken Aufschwung in Skandinavien und in Russland stand die leichte Marktabkühlung in Großbritannien gegenüber. Rückgänge wurden auch in den südeuropäischen Märkten verzeichnet. Im Nahen Osten sind die Aktivitäten weiterhin gedämpft. Derzeit tritt die Region mehr als Kapitalgeber hervor.
 
Der asiatisch-pazifische Raum erlebte - trotz eines starken Wachstums in Australien und konstanten Aktivitäten in China und Hongkong - mit Minus 30 % (auf 18,5 Mrd. USD) einen deutlichen Rückgang gegenüber dem vorangegangenen Quartal, gleichzeitig aber noch einen leichten Anstieg im Jahresvergleich. Die Naturkatastrophen in Japan, dem größten Immobilien-Investmentmarkt der Region, verstärkten die saisonbedingte Abschwächung.
 
Paul Guest, Leiter Global Capital Markets Research, abschließend: „Unsere Prognosen gehen im zweiten Halbjahr von einem weltweiten Transaktionsvolumen von 240 Mrd. USD aus. Positiv wird sich die erwartete Erholung in Japan auswirken. In Europa und in den USA werden zusätzliche, teilweise sehr hochwertige Produkte von den Banken zum Verkauf auf den Markt gegeben. Die großen Schwellenländer scheinen die Auswirkungen regulatorischer Maßnahmen ohne „harte Landung“ aufzufangen. Allerdings wird die langsamere Geschwindigkeit des Wachstums anhalten, zumal die Zentralbanken überall auf der Welt die Zinsschraube weiter anziehen.”

 
* ausgenommen Transaktionen von Wohnimmobilien, Grundstücken und Projektentwicklungen