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Pressemitteilung

London / Frankfurt

Jones Lang LaSalle: Gewerbeimmobilien-Direktinvestitionen in EMEA weiter über Vorjahresniveau

Starkes Wachstum in Nordeuropa – Volumenrückgänge in Großbritannien und Südeuropa


 
 
London / Frankfurt, 15. Juli 2011 – Nach einem deutlich über dem Vorjahresvolumen liegenden Ergebnis im ersten Quartal 2011 (+ 32 %) verlangsamte sich das Wachstum der Direktinvestitionen in Gewebeimmobilien* im zweiten Quartal auf 24,8 Mrd. Euro (+ 4% gegenüber Q2 2010). Damit notiert Jones Lang LaSalle zur Jahresmitte 2011 EMEA-weit ein Transaktionsvolumen von 51,4 Mrd. Euro, entsprechend einem Plus von 17 % gegenüber 2010.
Zu beobachten waren regional unterschiedliche Entwicklungen: einem starken Wachstum in Nordeuropa standen Volumenrückgänge in Großbritannien und Südeuropa gegenüber.
 
Robert Stassen, Leiter EMEA Capital Markets Research bei Jones Lang LaSalle: „Das zweite Quartal konnte der Dynamik der ersten drei Monate 2011 nicht ganz folgen, als noch einige außergewöhnlich große Transaktionen zum Abschluss gebracht wurden - darunter der Verkauf des Trafford Centre (1,9 Mrd. Euro) in Großbritannien und des Shopping Centers CentrO Oberhausen in Deutschland (650 Mio. Euro). Dies und das knappe Produktangebot, insbesondere in Central London, hat das Wachstum des Investitionsvolumens wohl ebenfalls gebremst.“ Darüber hinaus ist festzustellen, dass großvolumigere Abschlüsse sich inzwischen länger hinziehen und derzeit im Angebot befindliche Deals ins zweite Halbjahr verschoben wurden. Entsprechend entwickelte sich die durchschnittliche Transaktionsgröße im 2. Quartal 2011 rückläufig: 37,4 Mio. Euro, gegenüber 46,3 Mio. Euro im 1. Quartal 2011 und 41,5 Mio. Euro im Gesamtjahr 2010.
 
Großbritannien belegt mit 7,5 Mrd. Euro und einem Anteil von 30 % weiterhin Platz 1 in der Länderstatistik der Region EMEA. Die Investitionsvolumina gingen allerdings im Vergleich zum 2. Quartal 2010 um 14% zurück. Dieser Rückgang folgte einem außergewöhnlich starken 1. Quartal
2011, in dem die Volumina im Jahresvergleich um 44 % gestiegen waren. Für das 1. Halbjahr 2011 kann dadurch zusammengerechnet ein Plus von 12 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 notiert werden.
 
In Deutschland zeigte der Investment-Markt im 2. Quartal 2011 eine gute Performance und verzeichnete bei den Investitionsvolumina ein Plus von 36 % gegenüber 2010. 22 % der Investmentvolumens in Europa wurden von April bis Juni in Deutschland registriert.
 
Hela Hinrichs, Direktorin bei Jones Lang LaSalle EMEA Research, ergänzt: „Andere Länder oder Regionen wie Russland und Skandinavien standen ebenfalls im Fokus der Investoren und erzielten über den Erwartungen liegende Investitionsvolumina.“ In Russland verdreifachte sich die Aktivität gegenüber dem 2. Quartal 2010, in Skandinavien wurden Zuwächse von 70 % im Halbjahresvergleich und 83 % im Vergleich zum Vorjahresquartal notiert. Schweden war im 2. Quartal mit einem Transaktionsvolumen von über 2 Mrd. Euro besonders aktiv, ein Plus von fast 50 % gegenüber dem Vorjahr.
Hinrichs weiter: „Es überrascht nicht, dass nach weiteren EU-Rettungsmaßnahmen für Griechenland die Investitionsvolumina in Südeuropa (Italien, Spanien, Griechenland und Portugal) daniederlagen und insgesamt betrachtet Volumenrückgänge in Höhe von 70 % gegenüber dem Vorjahr vermeldet wurden.“
 
Robert Stassen meint abschließend: „Während die Nachfrage nach Anlageprodukten in London weiterhin relativ robust bleibt, waren die Londoner City und das West End geprägt von einem extrem knappen Angebot an Spitzenimmobilien. Bis Ende des Jahres dürfte dieser Trend anhalten. Auf der anderen Seite beobachten wir die Nachfrage von Staatsfonds nach absoluten Spitzen-Einkaufszentren („Super-Prime“), passende Produkte sind am Markt allerdings sehr limitiert.”
 
49% der europäischen Volumina wurden im 2. Quartal 2011 in der Assetklasse Büro investiert, die damit die Spitzenposition zurückeroberte, gefolgt vom Einzelhandel (27 %). Auf Industrie- und Logistikflächen entfielen 8 %. Auf dem lebhaften deutschen Markt sicherten sich jedoch Einzelhandelsimmobilien mit 44% den größten Anteil der Aktivität. Investoren in ganz Europa wollten im Blick auf die Qualität weiterhin keine Kompromisse machen und konzentrieren sich weiterhin auf ein Ertragswachstum – eine Entwicklung, von der deutsche Anlageprodukte im Einzelhandelsbereich profitieren.
 
 
* Nicht berücksichtigt sind: Transaktionen von Grundstücken, Wohnimmobilien und Projektentwicklungen, jegliche Transaktionen unter 5 Mio. USD sowie Käufe von Unternehmen, die Eigentümer auch von Immobilien sind.