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Pressemitteilung

Frankfurt

Jones Lang LaSalle Hotels: Deutlich mehr Hoteltransaktionen über 100 Mio. Euro treiben das Halbjahresvolumen in EMEA



 
Frankfurt, 18. Juli 2011 – Das Hoteltransaktionsvolumen in der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) lag im ersten Halbjahr 2011 mit rund 3,4 Mrd. Euro* 73 % über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums (1,9 Mrd. Euro). Ausschlaggebend waren vor allem Portfoliotransaktionen (11), die sich auf 1,5 Mrd. Euro summierten – im ersten Halbjahr 2010 wurde mit rund 400 Mio. Euro deutlich weniger Aktivität in diesem Segment registriert. Rund 1,9 Mrd. Euro (entsprechend + 21 % gegenüber den ersten sechs Monaten 2010) wurden im laufenden Jahr mit 41 Einzeltransaktionen umgesetzt. 
  
Da die Anzahl der Einzel- und Portfoliotransaktionen im Vergleich zu 2010 nahezu unverändert geblieben ist, zeichnet die gestiegene Größe der einzelnen Deals für das Wachstum verantwortlich. In den ersten sechs Monaten 2011 lag bereits bei sechzehn der insgesamt 52 Transaktionen der Kaufpreis über 50 Mio. Euro (1. Halbjahr 2010: elf Deals), sieben Deals davon über 100 Mio. Euro (1. Halbjahr 2010: 1 Deal). Auch im durchschnittlichen Dealvolumen spiegelt sich das wider: Im laufenden Jahr sind es 46 Mio. Euro bei Einzel- und 136 Mio. Euro bei Portfoliotransaktionen. Im ersten Halbjahr 2010 wurde ein durchschnittlicher Kaufpreis von rund 36 Mio. Euro registriert (sowohl bei Einzel- und als auch bei Portfoliotransaktionen).

 
Die größten Portfolio- und Einzeldeals im ersten Halbjahr 2011 im Überblick:
 
  • Größter Deal 2011 war bis dato der Verkauf des Intercontinental Portfolios (sieben Hotels mit 2.700 Zimmern) von Morgan Stanley an den libanesischen Privatinvestor Toufic Aboukhater für ca. 450 Mio. Euro.
     
  • Für rund 400 Mio. Euro wechselte ein europäisches Portfolio aus 49 Accor Hotels den Eigentümer. Accor verkaufte die in Belgien, Deutschland und Frankreich gelegenen Hotels an Predica, den Versicherungsarm von Crédit Agricole.
     
  • Predica erwarb darüber hinaus – gemeinsam mit Foncière des Murs – ein Portfolio mit 33 „Campanile“ Hotels in Frankreich (Paris und Südfrankreich) für 173 Mio. Euro. Das Investment wird zu 80 % von Predica getragen, Foncière des Murs steuert 20 % des Kaufpreises bei. Der Verkäufer Louvre Hotels gehört zum Private Equity Unternehmen Starwood Capital.

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  • In Moskau wechselte das Ritz Carlton (334 Zimmer) den Eigentümer. Capital Partners veräußerte das Luxushotel an das Private Equity Unternehmen Verny Investment aus Kasachstan für rund 600 Mio. US-Dollar (ca. 400 Mio. Euro): die größte Einzeltransaktion im laufenden Jahr.
     
  • Als zweitgrößte Einzeltransaktion ist das Pariser Marriott Champs-Elysées zu nennen: das 5-Sterne Hotel wurde von Union Investment Real Estate für 215 Mio. Euro verkauft.

    Jones Lang LaSalle Hotels war bei beiden Deals als Berater involviert. 
Bei der geografischen Herkunft des Kapitals dominierten im Zeitraum Januar bis Juni 2011 grenzüberschreitende Investitionen innerhalb Europas mit 42 % (1,4 Mrd. Euro) und legten damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 10 %-Punkte zu. Rückläufig dagegen war der Anteil der Investments im eigenen Land: nach 47 % (750 Mio. Euro) im ersten Halbjahr 2010 kommen sie in 2011 bis dato auf rund 30 % (1 Mrd. Euro). Bemerkenswert auch die Aktivitäten von Anlegern aus dem Nahen Osten: sie investierten rund 740 Mio. Euro und erreichten damit einen Anteil von ca. 22 % am EMEA-Hotelinvestmentvolumen. Im ersten Halbjahr 2010 waren sie nicht aktiv gewesen. 
  
„Durch die sich erholenden Hotelmärkte in weiten Teilen Europas, gepaart mit der wieder etwas einfacheren Verfügbarkeit von Fremdkapital sind vor allem Portfoliotransaktionen im Volumen wieder gestiegen. Auch größere Einzeltransaktionen stehen wieder mehr im Fokus und erfreuen sich steigender Nachfrage“, so Christoph Härle, Managing Director bei Jones Lang LaSalle Hotels. Und weiter: „Wenngleich wir das Interesse aus dem Nahen Osten auf einzelne Deals beschränkt sehen, zeugt auch die geografische Vielfalt der Investoren für das gestiegene Interesse am europäischen Hotelinvestmentmarkt.“
 
In Frankreich wurde mit fast 600 Mio. Euro das höchste Hotelinvestmentvolumen** im ersten Halbjahr 2011 registriert, gefolgt von Vorjahressieger Vereinigtes Königreich (rund 440 Mio. Euro) und Russland (ca. 400 Mio. Euro) sowie Deutschland (380 Mio. Euro).
 
„Wie wir Anfang des Jahres prognostiziert hatten, wurde wieder mehr in alle Hotelimmobilien-Segmente investiert und relativ weniger in Trophy Hotelimmobilien. Dieser Trend der breiteren Streuung wird sich in den kommenden sechs Monaten fortsetzen. Ausgehend von einer noch weiteren Zunahme der Dynamik, vor allem bei großvolumigen Transaktionen, könnte das Jahresergebnis deutlich höher liegen als im Vorjahr. Ein Plus von mindestens 20 % ist erwartbar. Die 10 Mrd. Euro Marke wird aber voraussichtlich nicht übersprungen“, so Härle.
 
 
 

* Basierend auf Transaktionen mit einem Investitionsvolumen von mind. 10 Mio. Euro (Einzel- und Portfoliotransaktionen)

** jeweiliges Ländervolumen ohne grenzüberschreitende Portfoliotransaktionen