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Pressemitteilung

Frankfurt

Investmentmarkt Handelsimmobilien: Gutes Produktangebot bei Shopping Centern schafft Anreize für Markteintritte ausländischer Investoren

Jones Lang LaSalle: 6,2 Milliarden Euro Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr


 
Frankfurt, 20. Juli 2011 – Handelsimmobilien bleiben auch im zweiten Quartal die stärkste Assetklasse auf dem deutschen Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien. Jones Lang LaSalle notiert für das erste Halbjahr ein Transaktionsvolumen von rund 6,2 Milliarden Euro. Berücksichtigt sind alle Anlageklassen von Geschäftshäusern über Shopping Center und Warenhäuser bis hin zu Fachmarktprodukten. Das zweite Quartal bleibt mit einem Volumen von rund 2,5 Milliarden Euro zwar um ein Drittel hinter dem ersten Quartal (3,7 Mrd. Euro) zurück. Dennoch wird das Vorjahresergebnis (Q2 2010: 1,33 Mrd. Euro) deutlich übertroffen.
 
Jörg Ritter, Leiter Einzelhandelsinvestment bei Jones Lang LaSalle: „Zwar konnten Handelsimmobilien im zweiten Quartal nicht nahtlos an den furiosen Jahresauftakt anknüpfen. Dennoch bleibt die Anlageklasse aufgrund der stabilen Performance und der guten Nachfrage auf der Nutzerseite weiter im Fokus der Investoren. Acht der zehn größten Gewerbeimmobilien-Transaktionen im ersten Halbjahr sind Handelsimmobilien. Fünf davon Shopping Center mit Volumina von jeweils über 200 Millionen Euro. In der Halbjahresbetrachtung liegen Handelsimmobilien mit einem Anteil von 55 Prozent am gesamten Gewerbeimmobilienvolumen weiter klar in Front und auf einem historisch hohen Niveau. Mit Blick auf das Gesamtjahr ist ein Transaktionsvolumens von über 10 Milliarden Euro nicht unrealistisch. Dabei werden Shopping Center und Geschäftshäuser den Löwenanteil des Handelsimmobilienvolumens auf sich vereinen.“
 
Shopping Center: Kategorie repräsentiert fast die Hälfte des Retail-Transaktionsvolumens
 
Shopping Center sind im ersten Halbjahr mit einem Volumen von 2,75 Milliarden Euro die mit Abstand stärkste Handelsimmobilien-Kategorie. Fast jeder zweite Euro Transaktionsvolumen entfällt auf diese Assetklasse. Die starke Dominanz aus dem ersten Quartal hat sich im Zeitraum April bis Juni zwar etwas relativiert. 890 Mio. Euro Transaktionsvolumen stehen im zweiten Quartal aber immer noch für mehr als ein Drittel des gesamten Retail-Volumens. Die Anlageklasse wird ihre Vorrangstellung ohne Zweifel auch in der zweiten Jahreshälfte behaupten können.
 
Anke Haverkamp, Leiterin Shopping Center Investment bei Jones Lang LaSalle fasst die aktuelle Marktlage wie folgt zusammen: „Derzeit besteht die außergewöhnliche Chance, einige der erfolgreichsten Shopping Center Deutschlands zu erwerben. Bei gleichzeitig hoher Nachfrage hat dies zu einem weiteren Absinken der Spitzenrenditen geführt. Das große Produktangebot macht den Markteintritt für ausländische Investoren derzeit sehr attraktiv, da sie in vergleichsweise kurzer Zeit ein qualitativ hochwertiges Portfolio zusammenstellen können. Gleichzeitig steigt die Bereitschaft auf Investorenseite, kalkulierbare Risiken zu akzeptieren, sofern diesen entsprechende Chancen gegenüberstehen. Trotz guter Marktsituation gibt es aber keine Anzeichen von Euphorie. Insbesondere die Zinsentwicklung wird aufmerksam verfolgt. Bei ausländischen Investoren, etwa aus Asien, gewinnen zudem Bedenken hinsichtlich des Euro-Währungsrisikos an Bedeutung.“
 
Fachmarktprodukte: Fachmärkte weiterhin stark nachgefragt
 
Die bei Investoren wegen ihrer defensiven Qualitäten geschätzten Fachmarktprodukte zeigen sich weiterhin stark. Im ersten Halbjahr notiert Jones Lang LaSalle für Fachmarktzentren und Fachmärkte insgesamt über 1,5 Mrd. Euro Transaktionsvolumen. Das durch den Verkauf des Metro-Portfolios stark beeinflusste erste Quartal kann zwar bei weitem nicht egalisiert werden. Dennoch entfallen auch im zweiten Quartal fast 20 Prozent des Retail-Gesamtvolumens auf Fachmarktprodukte. Bei unverändert guter Nachfrage ist das Transaktionsvolumen im zweiten Halbjahr maßgeblich von der Angebotssituation abhängig.
 
Geschäftshäuser: Fehlendes Angebot bremst hohe Nachfrage
 
Geschäftshäuser setzen ihren Aufwärtstrend ebenfalls fort. Das Volumen im ersten Halbjahr beläuft sich nach Berechnungen von Jones Lang LaSalle auf rund eine Mrd. Euro und ist damit die drittstärkste Retail-Anlageklasse. Ritter: „Die sehr gute Nachfrage nach erstklassigen Geschäftshäusern in 1a-Lagen kann mangels Angebot nicht befriedigt werden. Die Mehrzahl der Immobilien befindet sich im Eigentum langfristig orientierter Privateigentümer und institutioneller Investoren, die nur sehr vereinzelt verkaufsbereit sind. Aufgrund der Angebotsknappheit entfällt lediglich ein Sechstel des im ersten Halbjahr veräußerten Handelsimmobilienvolumens auf Geschäftshäuser.“
 
Warenhäuser: Anlagevolumen steigt im zweiten Quartal deutlich
 
Für Warenhäuser ermittelt Jones Lang LaSalle im ersten Halbjahr ein Investitionsvolumen von 875 Mio. Euro. Besonders das zweite Quartal (630 Mio. Euro) hat für einen deutlichen Aufwärtstrend gesorgt. Auslöser sind die Transaktionen mehrerer Kaufhof- und Karstadt-Immobilien.
 
Supermärkte / Discounter: Einzige Anlageklasse mit rückläufigen Investmentzahlen
 
Die Kategorie zeigt nach einem schwachen ersten Quartal (40 Mio. Euro Transaktionsvolumen) auch in den Folgemonaten wenig Bewegung. Das zweite Quartal beziffert Jones Lang LaSalle mit lediglich fünf Millionen Euro. Supermärkte und Discounter sind damit im Vergleich zum Vorjahr die einzige Retail-Anlageklasse mit rückläufigen Zahlen. Nur über eine Ausweitung des Portfolioangebots und nennenswerte Sale & Leaseback-Transaktionen kann es im zweiten Halbjahr gelingen, wieder an das hohe Transaktionsvolumen des Vorjahres (H1 2010: 300 Mio. Euro) anzuknüpfen.
 
Investorengruppen: Asset / Fund Manager und Private Equity Funds als aktivste Investoren
 
Ausländische Investoren zeigen sich weiterhin interessiert an deutschen Handelsimmobilien. Jeder zweite investierte Euro im ersten Halbjahr stammt aus dem Ausland. Zum Vergleich: Der Anteil internationaler Investoren bei Büroimmobilien ist mit 12 Prozent im gleichen Zeitraum deutlich niedriger. Auf der Käuferseite dominieren Asset / Fund Manager, Private-Equity-Gesellschaften und Hedge Funds das Marktgeschehen. Offene Publikumsfonds und Pensionskassen sind weitere wichtige Investoren. Auf der Verkäuferseite stehen ebenfalls Asset / Fund Manager sowie Privateigentümer und Projektentwickler im Vordergrund.