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Pressemitteilung

Hamburg

Jones Lang LaSalle zum Hamburger Logistikmarkt: Allzeithoch bei Umsatz möglich


 
 
Hamburg, 22. Juli 2011 - Mit einem Umsatz von rund 392.000 m² in den ersten sechs Monaten, im Einjahresvergleich gleichbedeutend einem Plus von 50 %, bleibt der Hamburger Logistikmarkt 2011 weiter auf Rekordkurs. Noch beeindruckender zeigt sich die Dynamik im 5-Jahresvergleich der jeweils ersten Halbjahre. Hier ist nahezu eine Verdoppelung zu notieren. „Dem bereits glänzenden Jahresauftakt folgten noch drei stärkere Monate“, so Per McKinnell, Leiter Industrie Immobilien Jones Lang LaSalle Hamburg. Und Andreas Wende, Niederlassungsleiter Jones Lang LaSalle Hamburg, ergänzt: „Die nachhaltige Stärke des Hamburger Marktes zeigt sich damit auch im Logistikbereich. Die Nutzervielfalt und der Mittelstand stehen auch hier im Fokus.“
 
Zum hervorragenden Ergebnis beigetragen hat nicht nur die Verdoppelung der Deals über 10.000 m² (von fünf auf zehn) sondern auch die mit ca. 120 um ein Drittel höher liegende Anzahl aller registrierten Deals. Dabei ist bemerkenswert, dass mit Deals in einer Größenordnung von 5.000 m² über die Hälfte des Umsatzvolumens erreicht wurde. Der Hamburger Logistikmarkt werde 2011 mit Sicherheit das bisherige Rekordergebnis des vergangenen Jahres toppen. „Vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen lassen eine Fortschreibung der bisherigen Dynamik zu, könnten sogar die 800.000 m² möglich sein, ein Allzeithoch auf dem Logistikmarkt“, so McKinnell.
 
Die Top 3 Branchen decken insgesamt  340.000 m² ab, davon entfallen allein 65 % auf Transport/Verkehr/Lagerhaltung, die auch vier der fünf größten Anmietungen auf sich vereinen. So hat zum Beispiel Vestuario knapp 20.000 m², Logwin rund 15.000 m² angemietet. Der Handel, vor einem Jahr das Geschehen noch dominierend - sowohl bei den größten Deals als auch beim Anteil am Gesamtvolumen – kommt  zum Halbjahr auf 64.500 m² und liegt damit vor Firmen aus der Industrie mit einem Flächenvolumen von 55.000 m².
 
Deutlich mehr als die Hälfte des Umsatzvolumens entfallen auf die drei umsatzstärksten Teilmärkte: Harburg – südlich der Elbe bleibt mit rund 108.800 m² vorn vor Billbrook-Billwerder-Billstedt (rund 62.100 m²) und dem Umland Süd (rund 54.900 m²). Das Verhältnis Stadtgebiet / Umland beträgt 64 % zu 36%, allerdings mit rückläufiger Tendenz. „Die knappen Flächen in Hamburg führen vermehrt zum Ausweichen der Logistiker in die umliegenden Gebiete. Wichtigste Herausforderung auf dem Hamburger Logistikflächenmarkt bleibt daher die Schaffung und Aufrechterhaltung des Flächengleichgewichts zwischen Stadtgebiet und Umland“, so Andreas Wende.

 
Spekulative Fertigstellungen im Kommen
 
„Gerade im spekulativen Bereich tut sich in Hamburg mittlerweile einiges. Zwei größere Projekte von Prologis / AMB mit jeweils rund 30.000 m² sind etwa in Hamburg-Hausbruch bereits in sehr konkreter Planungsphase“, so McKinnell. Beim Projekt auf dem ehemaligen Standort der Philips-Tochter NXP
haben die Abrissarbeiten bereits begonnen. Im "AMB Hausbruch Industrial Center 7" sollen bis Ende des Jahres Hallen- und Bürofläche entstehen.
 
Im gesamten Marktgebiet (Stadt und Umland) bewegt sich das Fertigstellungsvolumen 2011 mit insgesamt 156.000 m² etwa auf dem  5-Jahresschnitt und liegt immerhin gut ein Fünftel über Vorjahresniveau. Dem Markt zur Verfügung stehen davon nur noch 17 %.

 
Steigende Mieten erwartet
 
Die Spitzenmiete für Lager-/Logistikflächen ist, nach einem leichten Anstieg zu Beginn des Jahres, noch stabil geblieben. Sie wird mit 5,40 Euro/m²/Monat nach wie vor im Gebiet Altenwerder in Harburg/südlich der Elbe sowie im Bereich Industriehafen erzielt. Auch in den anderen Lagen gab es kaum Veränderung. Billbrook-Billwerder-Billstedt bietet Flächen zwischen 3,00 und in Spitzenlagen bis zu 5,20 Euro/m²/Monat, für das Umland Süd werden 3,00 bis 4,50 Euro notiert. Die meisten Mietverträge wurden im ersten Halbjahr zwischen 3,50 und 4,50 Euro/m²/Monat abgeschlossen.
 
„Logistikflächennutzer in Hamburg werden in der zweiten Jahreshälfte mit steigenden Mieten bei gleichzeitig nachlassenden Incentives konfrontiert. Wir erwarten einen Anstieg auf bis 5,80 Euro/m²/Monat“, so McKinnell. Preis treibend wirke sich das geringe Angebot und der verschärfte Flächenwettbewerb aus. Die Nachfrage nach modernen, großflächigen Anmietungsmöglichkeiten bleibe hoch, allerdings stehe dem ein immer noch zu geringes Angebot gegenüber, so der Vermietungsexperte. „Der Wunsch vieler anmietungswilliger Firmen nach neuen Räumlichkeiten in der wirtschaftlichen Aufschwungphase konnte und kann nach wie vor sehr oft nicht befriedigt werden. Eine Entspannung werden die spekulativen Neubauflächen erst im Verlauf der nächsten Jahre bringen“, ergänzt Wende.