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Pressemitteilung

Frankfurt

Investitionen in europäische Handelsimmobilien liegen im zweiten Quartal 2011 ein Drittel über dem Vorjahreszeitraum

Jones Lang LaSalle: 13,6 Milliarden Euro Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr


 
Frankfurt / London, 22. Juli 2011 – Nach Berechnungen von Jones Lang LaSalle beläuft sich das europaweite Investitionsvolumen in handelsgenutzte Gewerbeimmobilien im ersten Halbjahr 2011 auf 13,6 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (H1 2010: 10,6 Milliarden Euro) hat das Investitionsvolumen um knapp ein Drittel zugelegt. Im zweiten Quartal sind nach Angaben von Jones Lang LaSalle Handelsimmobilien im Wert von 4,9 Milliarden Euro gehandelt worden. Die Erhebung für das erste Halbjahr 2011 berücksichtigt europaweit insgesamt 265 Investmentdeals in Shopping Center, Fachmarktprodukte, Supermärkte und Factory Outlet Center. Aus der Untersuchung ausgenommen sind Geschäftshäuser in Einkaufsstraßen sowie Transaktionen mit einem Wert von unter fünf Millionen Euro.
 
Großbritannien und Deutschland bleiben im ersten Halbjahr mit 5,5 bzw. 4,1 Mrd. Euro Transaktionsvolumen die mit Abstand wichtigsten Länder für Handelsimmobilieninvestoren. Gemeinsam stehen die beiden Länder für mehr als 70 Prozent des europäischen Transaktionsvolumens im ersten Halbjahr. Schweden setzt die gute Entwicklung aus dem ersten Quartal fort und übertrifft nach Ablauf des ersten Halbjahrs mit einem Transaktionsvolumen in Höhe von 896 Mio. Euro bereits das Volumen des gesamten Jahres 2010. Frankreich und Russland komplettieren die Top 5.
 
Auf einigen Wachstumsmärkten machte sich im zweiten Quartal eine steigende Aktivität bemerkbar. In Russland (432 Mio. Euro) und Polen (332 Mio. Euro) verursachten Großtransaktionen den Aufwärtstrend. Herausragende Beispiele sind der Verkauf der Gorbushkin Dvor and Filion Shopping Center in Moskau für 278 Mio. Euro durch MTZ Rubin und der Verkauf des Promenada Shopping Center in Warschau für rund 171 Mio. Euro durch Carpathian.
 
Jeremy Eddy, Leiter Einzelhandelsinvestment EMEA (Europe, Middle East, Africa) bei Jones Lang LaSalle: „Die europäischen Kernmärkte wie Frankreich und Deutschland stehen weiterhin klar im Fokus der Investoren. Bis zum Jahresende erwarten wir aber auch in Polen und weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern eine Zunahme der Transaktionsvolumina. Renditeorientierte Investoren blicken vermehrt auf die Wachstumsmärkte Russland und Türkei, die Miet- und Umsatzsteigerungen sowie einen wachsenden Druck auf die Renditen versprechen.“
 
Eddy weiter zur Entwicklung auf den nordeuropäischen Märkten: „Die Märkte in Nordeuropa bieten attraktive Fundamentaldaten, die Investorennachfrage kann jedoch mangels Angebot nur bedingt befriedigt werden. In fast allen europäischen Ländern ist Kapital für qualitativ hochwertige Anlageobjekte verfügbar. Gleichzeitig wird die Kombination aus Finanzstärke und Immobilienexpertise auch in Zukunft ein vermehrt gewählter Weg sein, um große und managementintensive Investments realisieren zu können.“
 
Shopping Center sind im zweiten Quartal europaweit die am stärksten nachgefragte Assetklasse. Ihr Anteil am Transaktionsvolumen beläuft sich auf fast 60 Prozent. Weniger stark ausgeprägt war diese Dominanz in Großbritannien, wo fast 30 Fachmarkttransaktionen mit einem durchschnittlichen Volumen von 21 Mio. Euro zu verzeichnen sind. Anders als in Deutschland weist der Bereich Supermärkte/Discounter europaweit ein starkes Transaktionsvolumen auf. Highlights sind der Ankauf eines Portfolios in Schweden durch Unibail-Rodamco für 266 Mio. Euro und eine Sale and Leaseback-Transaktion zweier Tesco-Objekte in Großbritannien.
 
James Brown, Leiter Retail Research EMEA bei Jones Lang LaSalle: „Trotz der unbeständigen wirtschaftlichen Erholung in Europa haben sich die Transaktionsvolumina im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter verbessert. Allerdings wird die Marktlage durch einige sehr große Deals positiv beeinflusst. Im zweiten Quartal fällt besonders auf, dass die Investoren ihre Anlageziele in geographischer Hinsicht etwas weiter fassen. Für das dritte Quartal erwarten wir eine anhaltend gute Marktdynamik, die sich in der Realisierung einiger bereits angestoßener Transaktionen äußern wird.“