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Pressemitteilung

Düsseldorf

Jones Lang LaSalle: Nachfrage auf dem Logistikmarkt im Ruhrgebiet kann nicht bedient werden


 
Düsseldorf, 27. Juli 2011 – Auch der Logistikmarkt im Ruhrgebiet* läuft weiter rund. Zur Jahresmitte ist mit ca. 331.000 m² das Volumen des gesamten Vorjahres (2010: 232.000 m²) um 43 % übertroffen. Auch die Anzahl der Abschlüsse hat bereits nach sechs Monaten das Niveau der 12 Monate in 2010 erreicht. In den letzten fünf Jahren gab es kein besseres Halbjahresergebnis. Wie in den anderen immobilen Bereichen machen Großabschlüsse auch auf dem Logistikmarkt von sich reden. Im Ruhrgebiet waren das im ersten und zweiten Quartal im Besonderen Deals durch Amazon, jenseits der 100.000 m² Marke in Rheinberg bei Duisburg bzw. 77.000 m² in Werne.
 
Mit diesen beiden Anmietungen dominiert die Handelsbranche das Umsatzvolumen: ihren 81 % stehen nur noch Flächenumsätze durch Unternehmen aus der Branche Transport/Verkehr/Lagerhaltung gegenüber, so z. B hat der Logistiker Kühne & Nagel an zwei Standorten in Duisburg insgesamt 22.000 m² belegt. Diese Branche mietet in der Regel die meisten Flächen an: in den vergangenen fünf Jahren kamen sie durchschnittlich auf einen Anteil von 59%.
 
„Ende des Jahres werden wir für 2011 zweifellos von einem nie da gewesenen Umsatzvolumen sprechen können. Die 11 %, die jetzt noch zum Rekordjahr 2007 fehlen, sind nahezu ein Selbstläufer. Allerdings lässt sich das erste Halbjahr nicht einfach hochrechnen – dazu waren die beiden Amazon Deals einfach zu dominierend. Solche Größenordnungen bleiben die Ausnahme auch in Zeiten, wo die Konjunktur auf relativ hohem Niveau läuft. Die Nachfrage ist anhaltend gut, ohne Frage. Wenn das, was in der Pipeline ist, umgesetzt wird, können wird mit einem Gesamtumsatz von bis zu 450.000 m² rechnen“, so Arnd Sternberg, Leiter Industrie Immobilien Jones Lang LaSalle Düsseldorf und verantwortlich für die Region Rhein-Ruhr.

 
Nachfrage kann nicht bedient werden
 
Rekordvolumina sind die eine Seite der Medaille auf dem Logistikmarkt im Ruhrgebiet. Die andere zeigt, dass sich eine Gruppe noch ziemlich schwer tut. „Die Entwickler haben schmerzvolle Erfahrungen der letzten Krise noch nicht gänzlich verdaut. Finanzierungen bleiben eine Herausforderung. Dabei sind die Vorzeichen für eine erfolgreiche, spekulative Projektentwicklung bei Flächen zwischen 10.000 und 20.000 m² so gut wie nie. Die Nachfrage nach Hallenflächen übersteigt das Angebot im Bestand bei weitem“, so der Immobilienexperte. „Geeignete Grundstücke wären genug vorhanden. Einige Entwickler sitzen seit Jahren darauf.“
 
Auf die Mietpreise erhöht sich durch die angespannte Flächensituation der Druck. Zur Jahresmitte sind sie aber noch stabil geblieben. Dem in Duisburg erzielten Spitzenmietpreis von 4,50 Euro/m²/Monat stehen die meisten Abschlüsse zwischen 3,00 und 4,00 Euro/m²/Monat gegenüber. Die Mieten in Bestandsobjekten werden im zweiten Halbjahr leicht steigen.

 
* Duisburg, Kreis Wesel, Oberhausen, Mülheim, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Bochum, Kreis Recklinghausen, Dortmund, Ennepe-Ruhr-Kreis, Hagen, Kreis Unna, Hamm
 
** In diese Zahlen fließen ausschließlich Flächenumsätze ab einer Größe von mindestens 5.000 m² ein