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Pressemitteilung

Chicago, London, Singapur

Jones Lang LaSalle: Rund 50 % der im 2. Quartal 2011 global getätigten Investitionen in Gewerbeimmobilien waren grenzüberschreitend





CHICAGO, LONDON, SINGAPUR, 16. August 2011 - Cross Border-Transaktionen sind im 2. Quartal gegenüber dem Vorquartal weltweit um 50 % gestiegen (von ca. 37 Mrd. US-Dollar auf rund 53 Mrd. US-Dollar*). Damit ist die Hälfte der in den Monaten April bis einschließlich Juni  getätigten Direktinvestitionen in Gewerbeimmobilien (103,5 Mrd. US-Dollar) grenzüberschreitend.
 
Unter anderem zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Report von Jones Lang LaSalle „Global Capital Flows“. Den Blick nur auf grenzüberschreitende Kaufaktivitäten fokussiert, ist im 2. Quartal ein Volumen von 38 Mrd. USD zu verzeichnen, entsprechend einem Plus von zwei Drittel gegenüber dem Vorquartal (Q1 2011: 22,9 Mrd. USD). Mit 20,6 Mrd. USD, gleichbedeutend einer Verdoppelung der Akquisitionen, belegten globale Fondsgesellschaften Platz 1 grenzüberschreitender Käufer, gefolgt von Singapur (ebenfalls eine Verdoppelung unter anderem aufgrund mehrerer Akquisitionen in China) und den USA mit jeweils rund 2,6 Mrd. USD. Das Niveau der grenzüberschreitend getätigten Transaktionen von Käufern aus USA, Deutschland, Kanada und Großbritannien blieb weitgehend unverändert.

 
Insgesamt investieren US-Anleger am meisten
 
Im 2. Quartal 2011 waren die USA einmal mehr insgesamt größte Kapitalquelle. Für  27,1 Mrd. US-Dollar erwarben US-Anleger Gewerbeimmobilien im In- und Ausland, entsprechend einem Plus von 7 Mrd. US-Dollar gegenüber dem 1. Quartal. Dabei wurde das zusätzliche Volumen hauptsächlich im Inland investiert. Ein erheblicher Anstieg der Geldzuflüsse war auch für die britischen, kanadischen und deutschen Quellen zu notieren. Aber auch dabei floss das neue Kapital größtenteils in das jeweilige Inland.

"Die Fonds agieren insgesamt vorsichtiger und legen den Fokus ihrer Investitionen auf die eigenen Länder. Auslandsinvestitionen werden hauptsächlich erfahrenen globalen Managern anvertraut.  Dieser Trend dürfte auch im zweiten Halbjahr anhalten, sollte die Unsicherheit des konjunkturellen Umfelds weiter andauern“, so Arthur de Haast, Leiter der International Capital Group von Jones Lang LaSalle. Und weiter: „Die Risiko-Aversion hat in den letzten Monaten zugenommen. Das bedeutet, dass große Transaktionen länger brauchen, bis sie zum Abschluss kommen. Obwohl wir insgesamt ein höheres Transaktionsvolumen beobachten, gab es im zweiten Quartal einen auffälligen Mangel an „Big Ticket-Verkäufen“ einzelner Assets.“ Weniger als 10 Single-Asset Verkäufe in einer Größenordnung von über 500 Mio. USD wurden im 2. Quartal 2011 registriert, ungefähr genauso viele wie im Vorjahreszeitraum. Demgegenüber standen im 1. Quartal 2011 mehr als 20 große Transaktionen. „Obwohl sich eine beträchtliche Anzahl großer Transaktionen für die zweite Jahreshälfte bereits in der Pipeline befindet, könnte die Volatilität der Märkte weitere Verzögerungen bedingen“, so Arthur de Haast.
 
Zu den Top 10 Städten, die aus dem In- und Ausland die meisten Investitionen anzogen, zählten vier Märkte in Asien (Hongkong, Seoul, Shanghai und Singapur), drei in der Region Amerika (New York, Washington, D.C. und Toronto) und drei in der Region EMEA (London, Frankfurt und Paris).
 
 
 
 
Erläuterungen zu Begrifflichkeiten:
 
  1. Investitionen auf Gesellschafts-/Objektebene, Entwicklungsprojekte, Investitionen in Mehrfamilien-Wohnimmobilien sind in unseren Daten nicht enthalten.
      
  2. Bei grenzüberschreitenden Investitionen stammen Käufer, Verkäufer oder beide von außerhalb des Landes, in dem sich das Investitionsobjekt befindet.
     
  3. Bei grenzüberschreitenden Investitionen ist zu unterscheiden zwischen „intra-regionalen Investitionen” (sowohl Käufer und Verkäufer stammen aus der Region, in der  sich das Investitionsobjekt befindet) und „inter-regionalen Investitionen“ (Käufer, Verkäufer oder beide stammen von außerhalb der Region, in der sich das Investitionsobjekt befindet).
     
 
* Alle Transaktionsvolumina in diesem Report sind in US-Dollar ausgewiesen. Die Umrechnung der lokalen Währungen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen.