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Pressemitteilung

Frankfurt

Büronebenkosten unverändert hoch - OSCAR 2011 von Jones Lang LaSalle


 
Frankfurt, 15. September 2011 – Die Nebenkosten in Deutschlands Büros sind nach der neuesten OSCAR-Untersuchung* von Jones Lang LaSalle im Jahresvergleich nahezu unverändert. Der Durchschnittswert über alle Gebäude hinweg von 3,41 Euro/m²/Monat ist allerdings gleichbedeutend mit dem jemals höchsten gemessenen Wert. Bei klimatisierten Gebäuden wurde ein Anstieg des Gesamtdurchschnitts im Vergleich zum Vorjahr um 2 % registriert. Demgegenüber sank der Wert bei unklimatisierten Objekten um 2 %.
 
Die Kostenentwicklung der einzelnen Kategorien zeigt ein differenziertes Bild. Bei einigen Kostenarten war im Jahresvergleich ein Anstieg zu verzeichnen - bei „Bewachung“ sogar im zweistelligen Prozentbereich. Nahezu unverändert blieben im Vergleich zum Vorjahr die öffentlichen Abgaben. Den größten Nebenkostenanteil verbuchte auch 2010 die Preiskategorie „Heizung“.
 
„Wenngleich der Anstieg in einigen Bereichen gebremst wurde, im langjährigen Vergleich bleibt die deutliche Mehrheit der Kategorien auf einem überdurchschnittlichen Preisniveau“, so Christina Hoffmann, Leiterin Property Management Jones Lang LaSalle Deutschland. Und weiter: „Bestätigt wurde der rückläufige Trend der letzten Jahre bei den Versicherungskosten, die dadurch einmal mehr am deutlichsten unter dem 5-Jahresschnitt notieren.“

 
Unterschiedliche Entwicklung in den Hochburgen
 
Anders als im Vorjahr konnten zwei der fünf untersuchten Immobilienhochburgen im OSCAR 2011 leichte Rückgänge bei den Nebenkosten verzeichnen. In Berlin lag der über alle Gebäude hinweg gemittelte Wert bei 3,44 Euro / m² / Monat (- 3 % gegenüber dem Vorjahr), in Düsseldorf bei 3,38 Euro / m² / Monat (- 2 % gegenüber OSCAR 2010). Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt notiert damit die niedrigsten Nebenkosten des aktuellen OSCAR. Gestiegen sind die Nebenkosten dagegen in Frankfurt und Hamburg (jeweils + 4 % auf 3,44 Euro / m² / Monat  bzw. 3,39 Euro / m² / Monat) sowie in München, das mit 3,56 Euro / m² / Monat (+  2 %) die durchschnittlich höchsten Nebenkosten aufweist.
 
Die unterschiedliche Entwicklung der Nebenkosten in den Immobilienhochburgen hatte allerdings nur einen geringen Einfluss auf die Platzierungen der Hochburgen bei der Betrachtung der Gesamt-Bürokosten** (Miete + Nebenkosten). Frankfurt bleibt trotz fast unveränderten Gesamt-Bürokosten wie schon in allen OSCAR-Reports zuvor auch in diesem Jahr mit großem Abstand an der Spitze vor München (17,76 Euro / m² / Monat, + 5 % gegenüber OSCAR 2010). In Düsseldorf, das mit 17,03 Euro / m² / Monat (+ 4 %) Hamburg (16,59 Euro, - 1 %) wieder überholt hat, fällt dabei der Anstieg der gewichteten Durchschnittsmiete deutlich mehr ins Gewicht als der Rückgang der Nebenkosten. Der höchste Anstieg der Gesamt-Bürokosten verbucht – trotz des Rückgangs bei den Nebenkosten - die Bundeshauptstadt mit + 14 % auf 16,11 Euro / m² / Monat). Auch wenn dadurch der Abstand zu den anderen vier Städten deutlich geringer wird: Berlin bleibt unter den Big5 die günstigste Immobilienhochburg.
 
„In Berlin ist die relative Bedeutung der Nebenkosten 2010 rückläufig gewesen. Nach einem Anteil von rund einem Viertel 2009 näherte er sich im vergangenen Jahr wieder der 20 % - Marke. Trotzdem liegt Berlin bei dieser Betrachtung auch in diesem Jahr knapp vorn“, so Tina Reuter, die zusammen mit Hoffmann den Property Management Bereich von Jones Lang LaSalle Deutschland leitet. Und weiter: „Mit einem leichten Plus bleibt die relative Bedeutung der Nebenkosten in Frankfurt mit knapp 15 % am niedrigsten, Hamburg, München und Düsseldorf liegen um 20 %.“

 
* Die erhobenen Daten im „Office Service Charge Analysis Report“ (OSCAR) 2011 beziehen sich auf den Abrechnungszeitraum des Kalenderjahres 2010.
 
** Die Nebenkosten wurden im OSCAR über klimatisierte und unklimatisierte Gebäude gemittelt, der Mietanteil wird durch die gewichtete Durchschnittsmiete der jeweiligen Stadt Ende Dezember 2010 wiedergegeben.