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Pressemitteilung

Frankfurt

Jones Lang LaSalle: Aufwärtstrend der Ladenmieten in Deutschlands Einkaufsmeilen setzt sich im zweiten Halbjahr fort

Bundesweit 185 Einzelhandelstandorte untersucht – Durchschnittliche Spitzenmiete im 2. Halbjahr erstmals seit 1995 wieder oberhalb der Marke von 60 Euro/m²


 
Frankfurt, 20. September 2011 – Jones Lang LaSalle erwartet für das zweite Halbjahr 2011 eine Fortsetzung des leichten Aufwärtstrends bei den Mieten für Einzelhandelsflächen in 1a-Lagen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum notiert Jones Lang LaSalle einen durchschnittlichen Anstieg um 2,6 Prozent. Verglichen mit den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 liegt der Zuwachs bei 1,2 Prozent. Damit setzt sich der Aufwärtstrend nun im dritten Halbjahr in Folge fort. Von den insgesamt 185 untersuchten Städten weist rund ein Drittel gegenüber dem zweiten Halbjahr 2010 Mietzuwächse auf. 60 Prozent der Standorte zeigen gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabile Mieten. In sieben Prozent der Standorte erwartet Jones Lang LaSalle Mietrückgänge.
 
Durchschnittliche monatliche Spitzenmiete erstmals seit 1995 wieder oberhalb von 60 Euro/m²
 
Im bundesweiten Durchschnitt liegt die monatliche Spitzenmiete mit 60,10 Euro/m² erstmals seit 1995 wieder oberhalb der Marke von 60 Euro/m². Im 10-Jahres-Vergleich gegenüber 2002 notiert Jones Lang LaSalle einen durchschnittlichen Mietpreisanstieg um fast fünf Prozent.
 
Doris von Muschwitz, Leiterin Einzelhandelsvermietung Deutschland bei Jones Lang LaSalle: „Die Flächennachfrage in Deutschlands Einkaufsmeilen ist weiterhin sehr hoch und erhält durch das Interesse der ausländischen Akteure zusätzlichen Schub. Naturgemäß hängt die Nachfrage jedoch unmittelbar von der Entwicklung der Einzelhandelsumsätze ab. Sollte sich in dieser Hinsicht Unsicherheit einschleichen, werden auch das Ausmaß und die Dichte der Nachfrage nach Ladenlokalen zurückgehen. Für das zweite Halbjahr erwarten wir jedoch eine ungebremste Nachfrage nach erstklassigen Standorten. Noch stärker als bisher schon wird diese ganz gezielt auf die großen Metropolen abzielen. Bei der Entwicklung der Mieten deutet sich unter den derzeitigen Vorzeichen für das nächste Jahr eine Stabilisierung auf hohem Niveau ab.“
 
2. Halbjahr 2011: Steigende Mieten in acht von zehn TOP 10-Städten
 
Für die Top 10 prognostiziert Jones Lang LaSalle im 2. Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum an acht von zehn Standorten steigende Ladenmieten. Unangefochtener Spitzenreiter ist München mit bis zu 320 Euro/m². Frankfurt hält seinen Vorsprung gegenüber den weiteren Metropolen und platziert sich mit bis zu 280 Euro/m² auf Rang 2. In Düsseldorf und Hamburg erwartet Jones Lang LaSalle jeweils Spitzenmieten bis 250 Euro/m². Berlin folgt mit maximal 240 Euro/m². Stuttgart und Köln belegen mit 235 bzw. 230 Euro/m² die Ränge 6 und 7. Dortmund folgt mit einer leicht auf 220 Euro/m² gestiegenen Spitzenmiete. Die Toplagen in Hannover erreichen, ebenfalls mit leichtem Plus, bis zu 185 Euro/m². Münster unterstreicht mit konstanten Spitzenmieten bis 155 Euro/m² einmal mehr seine Ausnahmestellung als bei weitem kleinste Stadt unter den Top 10. Auch die weiter gefasste TOP 50-Spitzengruppe zeigt sich im zweiten Halbjahr in guter Verfassung. Jede zweite Stadt dieser Gruppe lässt steigende Mieten erwarten.
 
Mietentwicklung in Mittel- und Kleinstädten nicht nur Ergebnis der Stadtgröße
 
Um den Einfluss der Einwohnerzahl zu ermitteln, differenziert Jones Lang LaSalle bei der Mietprognose zusätzlich nach der Stadtgröße. In die Kategorie 250.000-500.000 Einwohner fallen 13 Städte. Im Durchschnitt dieser Gruppe werden im zweiten Halbjahr Quadratmeterpreise von knapp 100 Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Anstieg um etwa 2,8 Prozent. Spitzenreiter sind Münster, Mannheim, Wiesbaden, Aachen, Bielefeld und Bonn.
 
Für die 54 Standorte umfassende Kategorie 100.000-250.000 Einwohner berechnet Jones Lang LaSalle im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2010 einen durchschnittlichen Mietanstieg um rund 1,2 Prozent. Durchschnittlich werden knapp 65 Euro/m² erzielt. Spitzenreiter ist Freiburg mit bis zu 130 Euro/m². Die Top 5 komplettieren Heidelberg, Mainz, Würzburg und Ulm.
 
Auch die 100 untersuchten Kleinstädte mit unter 100.000 Einwohnern behaupten sich sehr gut. Im Durchschnitt legen die Mieten in dieser Gruppe um 3,6 Prozent zu. Der Mittelwert liegt bei rund 35 Euro/m². Die höchsten Ladenmieten der Kategorie erzielt Gießen mit bis zu 85 Euro/m². Rosenheim, Kaiserslautern, Flensburg und Bamberg sind die Verfolgerstädte.
 
Ostdeutsche Metropolen ebenfalls mit leichtem Aufwärtstrend
 
In Ostdeutschland ohne Berlin zeigt die Prognose im Mittel der 26 untersuchten Städte einen Anstieg der Mieten um fast vier Prozent. Durchschnittlich liegen die Quadratmeterpreise derzeit bei rund 45 Euro. Leipzig ist mit bis zu 115 Euro/m² Spitzenreiter, dicht gefolgt von Dresden mit 100 Euro/m². Rostock, Erfurt und Potsdam komplettieren die ostdeutschen Top 5.