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Pressemitteilung

Chicago, London, Singapur

Globales Transaktionsvolumen bleibt trotz Sorgen um Staatsschulden und Konjunktur auf hohem Niveau


 
 
CHICAGO, LONDON, SINGAPUR, 14. Oktober 2011 - Globale Gewerbeimmobilien-Direktinvestitionen* belaufen sich nach Angaben von Jones Lang LaSalle im 3. Quartal 2011 auf 99 Mrd. US-Dollar, entsprechend einem Plus von 36 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für die ersten neun Monate 2011 lag das Wachstum bei 43 %, damit konnten 297 Mrd. USD notiert werden (Q1 – Q3 2010: 208 Mrd. USD).
 
„Die Fundamentaldaten im Gewerbeimmobilienbereich sind relativ stark geblieben, die Anlageklasse Immobilie bekommt im Vergleich zu Aktien und Anleihen zunehmend Aufwind. Gleichzeitig gestaltet sich die Kreditfinanzierung schwieriger als zu Jahresbeginn. Die erwartete Steigerung der Nachfrage nach ‚Sekundär-Produkten’ ist ausgeblieben, Investoren sind nach wie fokussiert auf Core-Produkte mit hoher Vermietungsquote in spezifischen Märkten. Der Markt bleibt stark stimmungsabhängig. Die vorsichtige Stimmung führt zu Verzögerungen bei Dealabschlüssen und zu Schwankungen beim Transaktionsvolumen von Quartal zu Quartal”, so Arthur de Haast, Leiter der International Capital Group von Jones Lang LaSalle. Und weiter: „Vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise und der Sorgen um das Wirtschaftswachstum, gehen wir für das Gesamtjahr 2011 von einem Transaktionsvolumen aus, das bis zu 10 % unter unserer ursprünglichen Prognose von 440 Mrd. USD liegen könnte.”

 
Überblick nach Regionen
 
In Europa bleiben die Transaktionsvolumina auf hohem Niveau - trotz zunehmender Sorgen um die konjunkturelle Entwicklung und um die Staatsverschuldung. 41 Mrd. USD im dritten Quartal bedeuten ein Plus von 14 % gegenüber den direkt vorangegangenen drei Monaten 2011, gleichzeitig ein Zuwachs von 38 % gegenüber dem 3. Quartal 2010. Einen spürbaren Anstieg verzeichnete Großbritannien, teilweise aufgrund einiger mit Verzögerung zustande gekommener Abschlüsse aus dem zweiten Quartal. Das Investoreninteresse in Deutschland, Frankreich und Skandinavien, die immer noch den Status eines „safe haven“ haben, sowie in Polen und Russland, aufgrund des relativ starken Wirtschaftswachstums, bleibt hoch.
  
Im asiatisch-pazifischen Raum lag das Transaktionsvolumen im 3. Quartal 2011 bei 20 Mrd. USD, 8 % höher als in Q2 2011, 3 % höher als im 3. Quartal 2010. Allein auf dem größten asiatischen Markt Japan wurden 4,7 Mrd. USD umgesetzt. In China führte der Anstieg um 13 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu einem Quartalsvolumen von 2,8 Mrd. USD.
 
Gebremst zeigte sich im 3. Quartal der Markt in der Region Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika). Im Vergleich zum sehr starken 2. Quartal bedeutet das Volumen von 38 Mrd. USD ein Minus von 22 %, allerdings ein Anstieg von 60 % gegenüber dem 3. Quartal 2010.

 
* Die noch vorläufigen Zahlen beinhalten nicht: Transaktionen von Wohnimmobilien, Projektentwicklungen sowie Käufe von Unternehmen, die Eigentümer auch von Immobilien sind. Die Umrechnung der lokalen Währungen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen.