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Pressemitteilung

Frankfurt

Die innerstädtischen Einkaufslagen von London, Paris und Rom erzielen die höchsten Einzelhandelsumsätze in Europa

Experian und Jones Lang LaSalle legen Untersuchung zu Einzelhandelsumsätzen und Spitzenmieten in Europas Metropolen vor


 
 
Frankfurt, 25. Juni 2009 – Das Marktforschungsunternehmen Experian und Jones Lang LaSalle haben die Untersuchung „European Retail Centre Rankings 2009“ vorgelegt. Die Erhebung vergleicht die 50 wichtigsten europäischen Metropolen anhand der für 2009 prognostizierten innerstädtischen Einzelhandelsumsätze und stellt diesen die Spitzenmieten gegenüber. Die Ergebnisse erlauben erstmals europaweit Rückschlüsse auf den Zusammenhang zwischen innerstädtischen Konsumaus-gaben und Spitzenmieten. Spitzenreiter bei den Umsätzen sind erwartungsgemäß London und Paris. Rom, Madrid und Berlin komplettieren die Top 5.
 
In den Top 5 werden jeweils Einzelhandelsumsätze oberhalb von 5 Mrd. Euro ermittelt. Jones Lang LaSalle und Experian prognostizieren mit Blick auf das Gesamtjahr 2009 für die Londoner Innenstadt einen Einzelhandelsumsatz in Höhe von 6,17 Mrd. Euro. Paris folgt mit 5,88 Mrd. Euro. Die beiden Städte sind in jeder Hinsicht als die wichtigsten europäischen Einzelhandelsstandorte zu sehen. Rom belegt mit 5,76 Mrd. Euro Rang drei und profitiert von seiner hohen touristischen Anziehungskraft. Auf den Rängen vier und fünf folgen Madrid und Berlin mit 5,38 bzw. 5,08 Mrd. Euro.

 
Fünf deutsche Metropolen unter den Top 20 – Mittel-/Osteuropa noch unterrepräsentiert
 
Die weiteren Top 10-Platzierungen sind München, Barcelona, Athen, Moskau und Mailand mit Einzelhandelsumsätzen zwischen 4,07 und 4,63 Mrd. Euro. Italien, Deutschland und Spanien bieten jeweils zwei Städte in dieser Gruppe auf. Moskau ist die einzige Stadt aus Mittel- und Osteuropa, die den Sprung in die Top 10 schafft.
 
In Deutschland zählen neben Berlin und München die Metropolen Hamburg (3,87 Mrd. Euro, Rang 12), Köln (2,81 Mrd. Euro, Rang 16) und Frankfurt (2,73 Mrd. Euro, Rang 17) zu den Top 20. Stuttgart (2,05 Mrd. Euro) und Düsseldorf (1,91 Mrd. Euro) belegen die Ränge 35 und 43.
 
Die Städte in Mittel- und Osteuropa machen in Hinblick auf die Einzelhandelsumsätze rund zehn Prozent der Top 50-Standorte aus. Trotz des Aufschwungs in den letzten Jahren zeigt sich, dass im Vergleich zu den westeuropäischen Metropolen noch Aufholbedarf besteht. Dennoch werden etwa in Prag und Istanbul Einzelhandelsumsätze erzielt, die zu den 20 höchsten in Europa zählen. Ausschlaggebend sind dabei weniger traditionsreiche Einkaufsmeilen wie in den westeuropäischen Metropolen sondern das starke innerstädtische Shopping Center-Angebot.

 
Verhältnis von Miete und Umsatzpotenzial erlaubt Rückschlüsse auf Expansionspotenzial
 
Bei den monatlichen Spitzenmieten setzen sich die Länder mit den am weitesten entwickelten Handelsstrukturen durch. Die mit Abstand höchsten Mieten werden in Paris und London mit 625 bzw. 540 Euro/m² erzielt. Insgesamt ist die durchschnittliche Spitzenmiete in den zehn umsatzstärksten Metropolen mit über 360 Euro/m² nennenswert höher als in den weiteren Standorten der Top 25, die im Mittel 270 Euro/m² erzielen. Die sieben untersuchten deutschen Metropolen zählen alle zu den Top 20. Mit Spitzenmieten zwischen 215 bis 310 Euro/m² finden internationale Handelskonzepte hierzulande vergleichsweise günstige Expansionsbedingungen vor. Ein interessantes Verhältnis zwischen Miethöhe und Umsatzpotenzial bietet insbesondere die Hauptstadt Berlin. Auch die spanischen Metropolen Madrid und Barcelona sowie Athen können in dieser Hinsicht überzeugen. Ein gutes Verhältnis zwischen Mieten und Umsatzpotenzial bieten zudem Brüssel und Prag.
 
James Dolphin, Head of Pan-European Retail Agency bei Jones Lang LaSalle: „Die Zahlen ermöglichen erstmals einen auf einheitlicher methodologischer Basis erstellten Vergleich der Einzelhandelsumsätze in den europäischen Innenstädten. Für Einzelhändler, Investoren und Entwickler stellen sie einen wichtigen Baustein bei der Beurteilung ihrer Expansions- und Ankaufsentscheidungen dar. Dabei geht es nicht nur um die absoluten Werte. Das Verhältnis von Umsatzpotenzial und Mietniveaus liefert Rückschlüsse auf die Qualität der Handelsstandorte und ihre jeweilige Flächennachfrage und –verfügbarkeit.“ 

 
Hinweise zur Erhebungsmethode: Untersuchungsgegenstand sind ausschließlich die innerstädtischen 1a-Lagen der jeweiligen Stadt. Innerstädtische Shopping Center in fußläufiger Entfernung der 1a-Lagen finden ebenfalls Berücksichtigung, nicht jedoch Shopping Center im Umland. Mithilfe eines Gravitationsmodells definiert Experian auf vergleichbarer Basis das innerstädtische Einzelhandelszentrum der jeweiligen Stadt. Weiterhin werden Größen wie der Angebotsmix, Leerstandsquoten, Laufwege oder die Transportinfrastruktur berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Umsätze wird ein einheitlicher Warenkorb herangezogen, der alle wesentlichen Non Food-Sortimentsbereiche umfasst.