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Pressemitteilung

Düsseldorf

Jones Lang LaSalle: Düsseldorfer Logistikmarkt gehen die Flächen aus - Vermieter in besserer Verhandlungsposition


 
 
Düsseldorf, 19. Oktober 2011 – Wie erwartet wird es im zweiten Halbjahr zu deutlich weniger Lagerflächenumsatz in der Region Düsseldorf* kommen. Für das 3. Quartal sind nur 33.000 m² zu notieren. Nach den ersten beiden Quartalen lag das Volumen bereits bei 124.000 m², der Dreivierteljahreszeitraum weist nun ein Gesamtergebnis von rund 157.000 m² auf, dominiert durch die  Branche Transport/Verkehr/Lagerhaltung mit einem Anteil von über 50%. Unternehmen aus Handel (20 %) und Industrie (19 %) folgen mit deutlich weniger Flächenvolumen. Auf Eigennutzer entfiel insgesamt ein Anteil von 31 %, Vermietungen dominieren also nach wie vor das Marktgeschehen.
 
Gegenüber dem Vorjahr schlägt zwar noch ein Umsatzplus von 34 % zu Buche, der 5-Jahresdurchschnitt der ersten neun Monate (Q1-Q3 2006 – Q1 –Q 3 2010) wurde jetzt allerdings  bereits um 6 % unterschritten. „Der Region Düsseldorf gehen schlichtweg die Logistikflächen ab 5.000 m² aus“, so Arnd Sternberg, Leiter Industrie Immobilien bei Jones Lang LaSalle in Düsseldorf. Und weiter: „Schwierig, entsprechende Flächen zu finden, wird es für Nutzer bereits ab 2.000 m². Wir haben hier definitiv kein Problem rückläufiger Nachfrage, es gibt keine Zurückhaltung oder gar Absagen im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen. Hätten wir Flächen in dieser Größenordnung, könnte allein eine Handvoll Abschlüsse jeweils über 5.000 m²  bedient werden. Das Problem begleitet uns das gesamte Jahr. So wird es auch im 4. Quartal bei einem nur mäßigen Umsatz bleiben.“ Diese Entwicklungen könnten dazu führen, dass das Ergebnis am Jahresende 2011 das Flächenvolumen von 2010 nur einstellig übertreffen wird und deutlich über 10 % hinter dem 5-Jahresdurchschnitt zurückbleibt.
 
Ende September befinden sich rund 55.000 m² Hallenflächen im Bau, die bereits alle durch Eigennutzer oder Mieter belegt und dem freien Markt damit nicht zur Verfügung stehen. Fertig gestellt werden im vierten Quartal 2011 rund 15.000 m², damit im Gesamtjahr ca. 21.000 m². „Das Problem des Angebotsmangels bei Neubauten bleibt also über 2011 hinaus. Grundstücke sind knapp und teuer, kein besonderer Anreiz für den Bau von neuen Flächen“, so Sternberg.
 
Neben dem größten Deal im laufenden Jahr (Anmietung von 40.000 m² im Q 2 durch den Logistikdienstleister Kleine in Jüchen) gab es in den ersten neun Monaten weitere sieben Abschlüsse zwischen 5.000 m² und 15.000 m² (Q 1 – 3 2010: fünf zwischen 5.000 und 19.000 m²). Die Top 5 Deals kamen dabei auf einen leicht erhöhten Anteil am Gesamtumsatz von über 50 % (2010: 42 %). Das Stadtgebiet von Düsseldorf bleibt frequentiertester Anmietungsstandort, Neuss allerdings wegen des „Kleine“- Deals der Teilmarkt mit dem höchsten Flächenvolumen.
 
Die Spitzenmiete für Lagerflächen in der Größenordnung ab 5.000 m² hat im 3. Quartal aufgrund der Angebotsknappheit um knapp 4% auf 5,40 Euro/m²/Monat zugelegt. Bis zum Jahresende wird sich an diesem nominalen Wert nichts mehr ändern. Bewegung kommt allerdings in die Incentives-Vereinbarungen. Die werden weiter zurückgehen. Die über alle Flächengrößen gewichtete Durchschnittsmiete für den Gesamtmarkt bewegte sich Ende September bei 4,47 Euro/m²/Monat.
 
„Solange die Angebotsknappheit bestehen bleibt, sind die Vermieter in einer besseren Verhandlungsposition, können ihre Konditionen vorgeben. Das betrifft nicht nur die Mieten, sondern  zum Beispiel auch die Mietvertragslaufzeiten. Da stehen dann „5 Jahre mindestens“ auf Seiten der Eigentümer den „3 Jahren höchstens“ bei den Mietern gegenüber. In der Regel muss der Nutzer momentan in den sauren Apfel beißen, hat er keine seinen Bedürfnissen entsprechende Alternative  gefunden“, so der Experte.
 

* Düsseldorf, Erkrath, Hilden, Ratingen, Neuss, Krefeld, Kaarst, Haan, Grevenbroich, Korschenbroich, Langenfeld, Meerbusch und Willich