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Pressemitteilung

Düsseldorf

Ruhrgebiet: Logistikmarkt knackt Rekord-Umsatzmarke


 
 
 
Düsseldorf, 21. Oktober 2011 – Nach einem überdurchschnittlichen ersten Halbjahr, dessen Umsatzvolumen* mit 331.000 m² das des gesamten Vorjahres bereits deutlich übertraf, wurden im dritten Quartal 2011 auf dem Logistikmarkt im Ruhrgebiet** rund 34.000 m² umgesetzt. Großanmietungen, die im ersten Halbjahr das Ergebnis positiv beeinflusst hatten - Amazon in Rheinberg bei Duisburg (110.000 m²) und in Werne (70.000 m²) – wurden von Juli bis September nicht registriert. Alle sechs Vertragsabschlüsse, die im dritten Quartal getätigt wurden, lagen zwischen 5.000 und 7.000 m².
 
Mit insgesamt 382.000 m² notiert der Umsatz Ende September 2011 90 % höher als im Vorjahr, der 5-Jahresschnitt der ersten neun Monate 2006 – 2010 wurde glatt verdoppelt. „Damit ist 2011 bereits nach neun Monaten ein Rekordjahr, das bisher höchste Jahresergebnis aus dem Jahr 2007 leicht übertroffen“, so Arnd Sternberg, Leiter Industrie Immobilien bei Jones Lang LaSalle in Düsseldorf und verantwortlich für die Region Rhein-Ruhr. Trotz fehlender Großanmietungen im dritten Quartal bleibt die Branche Handel mit 78 % des Umsatzvolumens (vor Transport / Verkehr / Lagerhaltung mit 20 %) im Gesamtjahr dominierend.

 
Angebot an großen Flächen bleibt knapp – Spekulative Neubauten nicht in Sicht
 
Das Angebot an modernen Flächen in der Größenordnung ab 10.000 m² bleibt weiterhin begrenzt. Viele Mieter sind daher gezwungen, in älteren Bestandsgebäuden zu verlängern. „Dennoch gibt es derzeit keine spekulative Bautätigkeit. Der aufkeimende Mut einiger Entwickler, auch wieder über solche Projekte nachzudenken, hat durch die zunehmende Verunsicherung über die weitere konjunkturelle Entwicklung einen Dämpfer bekommen. Und bei der Projektierung nutzerspezifischer Objekte lässt die Bereitschaft nach, potentiellen Mietern Verträge mit kürzerer Laufzeit anzubieten“, so Sternberg. Gefragt sei vor allem das östliche Ruhrgebiet. In Dortmund biete beispielsweise das ehemalige Areal der Westfalenhütte große Grundstücksreserven: rund 45 Hektar können hier in den nächsten Jahren bebaut werden.
 
Sternberg weiter: „Dass aktuell anstehende Anmietungsentscheidungen oder Anfragen zurückgestellt werden, können wir auf der anderen Seite nicht beobachten – im Gegenteil. Aufgrund der bestehenden Pipeline gehen wir bis zum Jahresende von einem Gesamtumsatz aus, der bis zu 450.000 m² erreichen könnte.“ 
 
 
Nominalmieten unverändert – Incentives nehmen ab
 
Die Spitzenmiete für Lager-/Logistikflächen im Ruhrgebiet liegt gegenüber dem Vorquartal unverändert bei 4,50 Euro/m²/Monat und wird in Duisburg erzielt. Die meisten Abschlüsse wurden zu Mietpreisen zwischen 3,00 und 4,00 Euro/m²/Monat getätigt. „Jones Lang LaSalle erwartet weiterhin eine stabile Entwicklung der Mieten. Gleichzeitig führt die Flächenknappheit dazu, dass die Bereitschaft, Incentives in Form von mietfreien Zeiten zu gewähren, abnimmt. Kurz- und mittelfristig sitzen Vermieter hier einfach am längeren Hebel“, so Sternberg.


 
* In diese Zahlen fließen ausschließlich Flächenumsätze ab einer Größe von mindestens 5.000 m² ein
 
** Duisburg, Kreis Wesel, Oberhausen, Mülheim, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Bochum, Kreis Recklinghausen, Dortmund, Ennepe-Ruhr-Kreis, Hagen, Kreis Unna, Hamm