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Pressemitteilung

London / Frankfurt

Europäische Gewerbeimmobilien-Investmentmärkte bleiben robust


 
London / Frankfurt, 21. Oktober 2011 – Die europäischen Gewerbeimmobilien-Investmentmärkte konnten sich trotz Finanzmarkt-Turbulenzen behaupten. Eigenkapital zielt nach wie vor auf den Sektor, das Produktangebot nimmt insgesamt zu. Auf der anderen Seite hat die wachsende Unsicherheit als Folge der Staatsverschuldungskrise und ein restriktives Kapitalmarktumfeld zu einer reduzierten Risikobereitschaft geführt. Gleichzeitig bleibt die Produktknappheit im Spitzensegment bestehen. In der Folge dieser Entwicklungen könnte es zu einem um etwa 10 % niedrigeren Transaktionsvolumen für 2011 kommen. Anfang des Jahres lag die Prognose noch bei rund 130 Mrd. Euro.
 
Das Transaktionsvolumen* lag nach Angaben von Jones Lang LaSalle im 3. Quartal 2011 bei 28,8 Mrd. Euro (+ 13 % gegenüber Q 2 2011). Im Jahresvergleich ist ein Anstieg von 26 % zu notieren. In den ersten neun Monaten 2011 wurden EMEA-weit damit 81,4 Mrd. Euro investiert, ein Anstieg von 21 % gegenüber 2010.
 
Der mit einem Anteil von 30 % am Gesamtvolumen größte europäische Markt Großbritannien notierte im 3. Quartal ein Wachstum von 16 % gegenüber dem direkt vorangegangenen 2. Quartal 2011, gleichzeitig einen leichten Rückgang von 3 % im Jahresvergleich. „UK ist in den beiden ersten Quartalen hinter der Entwicklung beispielsweise in Deutschland und Frankreich zurückgeblieben. Auch wenn die Volumina beider Länder 2010 auf niedrigerem Niveau lagen, reflektiert dies zum einen die Investorenaversion gegen risikoreiche Anlagen, zum anderen aber auch das aktuell geringe Angebot an erstklassigem Produkt in UK“, so Robert Stassen, Leiter Capital Markets Research bei Jones Lang LaSalle. 
 
Starke Zuwächse wurden im Vergleich der jeweils 3. Quartale 2010 und 2011 in Deutschland (+ 79% auf 6,2 Mrd. Euro), Frankreich (+ 26% auf 3,5 Mrd. Euro), Skandinavien (Norwegen, Schweden, Dänemark) + 60% auf 3,1 Mrd. Euro sowie Mittel- und Osteuropa (+ 181% auf 3,8 Mrd. Euro) vermeldet.
 
„Die nach wie vor als stabil eingeschätzten Investmentziele Deutschland und Frankreich profitieren von den aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten. Robuste Konjunkturaussichten sind treibende Kräfte für das Investoreninteresse in Skandinavien sowie Mittel- und Osteuropa“, so Richard Bloxam, Leiter European Capital Markets bei Jones Lang LaSalle. In Russland hat sich das Transaktionsvolumen im 3. Quartal im Jahresvergleich verdoppelt. Für die ersten neun Monate addiert sich das Volumen auf 3,5 Mrd. Euro, damit liegt der russische Markt auf Platz 5 der europäischen Investment-Rangliste. „Russland erlebt als Folge eines starken Aufschwungs der Nutzermärkte und der guten Kreditverfügbarkeit eine Rückkehr risikoaverser internationaler Investoren mit Fokus auf Core-Produkten“, so Thomas Devonshire-Griffin, Leiter Capital Markets bei Jones Lang LaSalle Russland.
 
In den Ländern, die von der Staatsschuldenkrise am stärksten betroffen sind, bleibt das Investmentvolumen größtenteils auf niedrigem Niveau. Ein Aufwärtstrend ist allerdings in Italien zu beobachten: mit investierten 1,2 Mrd. Euro im 3. Quartal schlägt im Jahresvergleich ein Plus von  63 % zu Buche. Steigendes Investoreninteresse wird auch in Spanien registriert, freilich noch ohne positive Auswirkungen auf das Transaktionsvolumen.
 
40 % des Investmentvolumens ging europaweit auf das Konto des Bürosektors, 31 % verbucht der Einzelhandelsbereich. Spitzenprodukte, insbesondere Shopping Center, die dem Core und Core+ Bereich zuzurechnen sind, bleiben gefragt. Die positiven Verbraucheraussichten haben Investments im Retailbereich insbesondere in Deutschland und Polen angetrieben, mit einem Anteil von 52 % bzw. 35 % am Transaktionsvolumen in der Folge.

 
* Nicht berücksichtigt sind: Transaktionen von Grundstücken, Wohnimmobilien und Projektentwicklungen, jegliche Transaktionen unter 5 Mio. USD sowie Käufe von Unternehmen, die Eigentümer auch von Immobilien sind.