Skip Ribbon Commands
Skip to main content

Pressemitteilung

Frankfurt

Deutscher Lagerflächenmarkt 2011 weiter deutlich auf Rekordkurs

Umsatzentwicklung 2012 von Neubauten abhängig





Frankfurt, 24. Oktober 2011 – Mit einem Flächenumsatz von gut 4,1 Mio. m² erreicht der deutsche Lager- und Logistikflächenmarkt in den ersten neun Monaten 2011 eine neue Bestmarke. Der Vorjahreswert wurde um 26 %, der 5-Jahresschnitt der jeweils ersten drei Quartale um 46 % übertroffen. „Die Flächenumsätze zeigen sich damit im gesamten Jahresverlauf robust und können dem Geschehen an den Finanzmärkten größtenteils noch trotzen. Diese Entwicklung wird sich bis zum Jahresende voraussichtlich fortsetzen. Nicht zuletzt werden einige Projekte, die aktuell in die konkrete Bauphase gehen, dafür sorgen, dass das bereits zur Jahresmitte prognostizierte Volumen von 5 Mio. m²  im Gesamtjahr mehr oder weniger deutlich überschritten wird“, so Rainer Koepke, Leiter Industrie Immobilien Jones Lang LaSalle Deutschland. Und weiter: „2012 allerdings wird die Dynamik angesichts des rückläufigen verfügbaren Bestands sowie der geringen spekulativen Projektentwicklungen nachlassen. Zudem erwarten wir ein vorsichtigeres Agieren der Nutzer. Die Umsatzentwicklung im kommenden Jahr wird zu einem großen Teil von der Realisierung und Finanzierung von nutzerspezifischen Projekten und von Eigennutzer-Deals abhängen.“
 
 
Umsatz in den Big 5 Ballungsräumen bereits knapp unter Vorjahresgesamtwert
 
In den Big 5 Ballungsräumen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt inkl. Wiesbaden/Mainz, Hamburg und München) wurden im Dreivierteljahr rund 1,7 Mio. m² umgesetzt, ein Plus von 39 % gegenüber Q1-3 2010 sowie 54 % gegenüber dem Durchschnitt 2006 - 2010. Gefragt waren vor allem Flächen in der Größenordnung ab 5.000 m².
 
Alle Big 5 – Regionen verzeichnen im Jahresvergleich einen Anstieg im zweistelligen Prozentbereich: zwischen 22 % in der Region Berlin und 63 % in der Region Frankfurt (inkl. Wiesbaden und Mainz). Umsatzstärkste Region innerhalb der Big 5 und auch deutschlandweit bleibt die Region Hamburg – hier wurden mit  618.000 m² bereits mehr Flächen umgesetzt als im gesamten Vorjahr. Rund die Hälfte des in den Big 5 umgesetzten Volumens wurde von Unternehmen aus dem Bereich Transport/Verkehr/Lagerhaltung generiert, weitere 24 % entfallen auf Handelsunternehmen und 17 % auf Unternehmen aus der Industrie.

 
Spitzenmieten leicht gestiegen
 
„Das knapp werdende großflächige Angebot und die geringe spekulative Bautätigkeit haben im dritten Quartal zu einem leichten Anstieg der Spitzenmieten geführt“, so Rainer Koepke. Den stärksten Anstieg bei Lagerflächen ab 5.000 m² gab es mit + 5 % in der Region München, hier wird mit  6,30 Euro/m²/Monat zugleich auch die höchste Spitzenmiete erzielt, gefolgt von Frankfurt (stabil bei 5,90 Euro/m²/Monat), Hamburg (5,50 Euro/m²/Monat, + 2 %), Düsseldorf (5,40 Euro/m²/Monat, + 4 %) und Berlin (4,70 Euro, + 4 %).

 
Auch außerhalb der Big 5 Ballungsräume werden Höchstwerte erreicht
 
Der Lager-/Logistikflächenumsatz (Eigennutzer und Vermietungen) außerhalb der Big 5 Ballungsräume* hat mit ca. 2,4 Mio. m² in den ersten drei Quartalen ebenfalls einen Höchstwert erzielt, der Vorjahreswert wurde um 18 % und der 5-Jahresschnitt um 41 % übertroffen. Sowohl Vermietungen als auch Eigennutzerumsätze legten im Quartalsvergleich deutlich zu, reine Vermietungen hatten allerdings wie im Vorjahr mit 80% den größten Anteil am Umsatzvolumen. Beigetragen haben zu diesem guten Gesamtergebnis unter anderem drei sehr große Umsätze in  Neubauprojekten, mit je mehr als 100.000 m² (Edeka-Eigennutzerdeal in Lauenau bei Hannover und zwei Anmietungen durch Amazon in Rheinberg bei Duisburg und in Graben bei Augsburg). Alle drei Deals fanden bereits im ersten Halbjahr statt. Als größten Deal des dritten Quartals hat Jones Lang LaSalle Adidas in Rieste bei Osnabrück ca. 67.000 m² Lagerfläche vermittelt. Rund 40 % des Umsatzvolumens außerhalb der Big 5 –Ballungsräume entfiel auf den Handel, Unternehmen aus der Branche Industrie und Transport/Verkehr/ Lagerhaltung folgen mit je rund 30 %.
Regional differenziert betrachtet, liegen das Ruhrgebiet mit ca. 382.000 m² und die Region Hannover mit ca. 282.700 m² - bedingt durch die Großabschlüsse - vorn, gefolgt von den Regionen Kassel/Bad Hersfeld (198.000 m²) und Leipzig/Halle (160.000 m²). Nur 37 % des Umsatzes entfällt auf Bestandsgebäude, die Mehrzahl der Flächen wurde in Neubauten/Projektentwicklungen umgesetzt. „Die Verfügbarkeit von logistikgeeigneten Grundstücken wird immer stärker zum Schlüssel für Projektentwicklungen. Immer mehr kommen dabei die mitteldeutschen Standorte wie Leipzig und Erfurt in den Fokus, wo in den kommenden Monaten einige großflächige Neubauten entstehen werden“, so Rainer Koepke.

 
* In diese Zahlen fließen ausschließlich Flächenumsätze ab einer Größe von mindestens 5.000 m² ein