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Pressemitteilung

Frankfurt

Investitionen in europäische Handelsimmobilien egalisieren bereits nach Ablauf der ersten drei Quartale das gesamte Vorjahresniveau

Jones Lang LaSalle beziffert Transaktionsvolumen der Periode Q1-3 2011 mit  20,4 Milliarden Euro


 
Frankfurt / London, 02. November 2011 – Nach Berechnungen von Jones Lang LaSalle zeigt sich das europaweite Investitionsvolumen in handelsgenutzte Gewerbeimmobilien trotz der volatilen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung weiterhin im Aufwärtstrend. Für das dritte Quartal 2011 notiert das Unternehmen ein Transaktionsvolumen von 6,7 Mrd. Euro. Sowohl das Vorquartal (4,9 Mrd. Euro) als auch das dritte Quartal des Vorjahres (3,8 Mrd. Euro) werden signifikant übertroffen. Das aufgelaufene Volumen bis Ende September beziffert Jones Lang LaSalle mit 20,4 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zudem wird bereits nach Ablauf von drei Quartalen das Gesamtergebnis des Jahres 2010 egalisiert. Insgesamt repräsentieren Handelsimmobilien im dritten Quartal rund 30 Prozent des gesamten europäischen Gewerbeimmobilien-Transaktionsvolumens. Besonders gefragt bleiben Shopping Center, die für fast zwei Drittel des gesamten Handelsimmobilienvolumens stehen.
 
Die Erhebung berücksichtigt europaweit über 400 Investmentdeals in Shopping Center, Fachmarktprodukte, Supermärkte und Factory Outlet Center. Aus der Untersuchung ausgenommen sind Geschäftshäuser in Einkaufsstraßen sowie Transaktionen mit einem Wert von unter fünf Millionen Euro.
 
Großbritannien und Deutschland weiter im Fokus der Handelsimmobilieninvestoren
 
Großbritannien und Deutschland bleiben im dritten Quartal mit rund 1,85 bzw. 1,5 Mrd. Euro Transaktionsvolumen die mit Abstand wichtigsten Länder für Handelsimmobilieninvestoren. Im dritten Quartal entfällt jeder zweite in Europa investierte Euro auf die beiden Länder. Das aufgelaufene Ergebnis der ersten drei Quartale sieht den Anteil der beiden Länder sogar bei fast zwei Dritteln. Ebenfalls mit Blick auf die ersten neun Monate komplettieren Frankreich, Schweden und die Tschechische Republik die Top 5 nach Transaktionsvolumen.
 
Tschechische Republik und Polen stärkste Länder der CEE-Region
 
Die europaweit größte Retail-Transaktion des dritten Quartals markiert der Verkauf der Objekte Forum Nova Karolina und Forum Usti Nad Labem in der Tschechischen Republik für zusammen rund 300 Mio. Euro. Multi Development hat die Objekte an Meyer Bergman und Healthcare of Ontario Pension Plan veräußert. Insgesamt erreicht das tschechische Transaktionsvolumen im dritten Quartal rund 600 Mio. Euro, was einem Anteil von fast 10 Prozent am gesamteuropäischen Volumen entspricht.
 
In Polen, einem der Wachstumsmärkte des zweiten Quartals setzt sich die positive Entwicklung mit einem Transaktionsvolumen von rund 511 Mrd. Euro im dritten Quartal fort. Highlights in diesem Zeitraum sind der Kauf eines 50-Prozent-Anteils an der Galeria Mokotów in Warschau für rund 237,5 Mio. Euro durch Unibail-Rodamco und der Kauf des Magnolia Park in Wroclaw für 222,5 Mio. Euro durch Blackstone. Mit einem bis Ende September aufgelaufenen Transaktionsvolumen von 1,7 Mrd. Euro sind die Tschechische Republik und Polen die mit Abstand stärksten Staaten der CEE-Region. Zum Vergleich: In den Gesamtjahren 2010 und 2009 wurden dort Volumina von 1,4 Mrd. bzw. 323 Mio. Euro erzielt.
 
James Brown, Head of EMEA Retail Research: „Mit Blick auf 2012 ist für die europäische Gesamtwirtschaft und den Einzelhandelssektor im Speziellen mehr Gegenwind zu erwarten. Wir prognostizieren sowohl bei den Konsumenten als auch bei Einzelhandelsunternehmen und Investoren ein eher vorsichtiges Agieren. Dabei variieren die Aussichten allerdings erheblich in Hinblick auf einzelne Länder und Städte. Zum Teil werden sich ausgewählte europäische Metropolen weitaus besser entwickeln als es der jeweilige Länderausblick insgesamt vermuten lässt.“
 
Jeremy Eddy, Head of EMEA Retail Capital Markets: „Es besteht eine gewisse Gefahr, dass Investoren ihre Entscheidungen nicht anhand der immobilienbezogenen Fundamentaldaten fällen sondern Investments vielmehr nach den weiter gefassten Geschäftschancen in bestimmten Zielländern beurteilen. Aus unserer Sicht sind attraktive Anlagemöglichkeiten unverändert verfügbar – auch in den derzeit von der Schuldenkrise besonders erfassten südeuropäischen Ländern. Dennoch müssen Kaufentscheidungen auf einem Mikrolevel entschieden werden und alle spezifischen Eigenschaften der Immobilie einbeziehen. Insgesamt zeigt sich die derzeitige Nachfrage nach Top-Objekten trotz der volatilen wirtschaftlichen Entwicklung in Europa weiterhin stark.“
 
Ausblick Gesamtjahr: Mehr als 28 Mrd. Euro Retail-Transaktionsvolumen in Europa
 
Jones Lang LaSalle erwartet vor diesem Hintergrund auch für das vierte Quartal eine gleichbleibend gute Nachfrage nach erstklassigen Handelsimmobilien. Für das Gesamtjahr prognostiziert das Unternehmen ein europäisches Retail-Transaktionsvolumen in Höhe von mehr als 28 Mrd. Euro. Dies würde einen Anstieg von über 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einen deutlich höheren Wert als im Jahr 2009 (12,3 Mrd. Euro) bedeuten.