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Pressemitteilung

Frankfurt

Jones Lang LaSalle: King Sturge Immobilienkonjunktur-Index - „Nach der Ungewissheit ist vor der Ungewissheit“


 
  • Immobilienklima gibt um weitere 3 Prozentpunkte nach - aber Abwärtstrend insgesamt verlangsamt
     
  • Rückgang im Büro- und Handelsbereich geringer als im Vormonat – beim Wohnklima gegenläufige Entwicklung
     
  • Immobilienkonjunktur erneut rückläufig
 
Frankfurt, 2. November 2011 – Wie schon in den beiden Vormonaten trübte sich das Immobilienklima weiter ein. Noch 121,6 Zählerpunkte weist der Index aktuell aus. Der Rückgang fällt mit 3,7 Prozent jedoch geringer aus als noch im August und September. Die Abnahme resultiert dabei zu annähernd gleichen Teilen aus der Eintrübung des Investmentklimas (-3,6 %) und des Ertragsklimas (-3,8 %). „Ob die Abwärtsentwicklung des Index im November gestoppt wird, bleibt abzuwarten“, so Helge Scheunemann, Leiter Research Jones Lang LaSalle Deutschland.
 

Weitere Verluste in allen Immobiliensegmenten – Nervosität erreicht Bereich „Wohnen“
 
Die im Vergleich zu den Vormonaten abgeschwächte Negativentwicklung des Index zeigt sich auch in den einzelnen Immobiliensegmenten. Die Stimmung in den einzelnen Teilsegmenten sinkt zwar weiterhin, die Geschwindigkeit hat jedoch auch hier abgenommen.
 
Nach wie vor trübt sich das Büroklima zwar am stärksten ein und demonstriert damit die höchste Volatilität der Teilsegmente. Mit 5,3 Prozent hat sich die Abwärtsgeschwindigkeit den Index zum September jedoch fast halbiert (Vormonat -10,0 %). Auch der Bereich Handel konnte die Verluste auf der Indexskala mit aktuell 2,6 Prozent ebenfalls drosseln (Vormonat -4,9 %). Beim Wohnklima ist aktuell eine Trendumkehr zu verzeichnen. Obwohl die Verluste hier mit 2,2 Prozent weiterhin am niedrigsten sind, haben diese im Vergleich zum Vormonat (-1,8 %) zugenommen. Damit erreicht erstmals Nervosität das bisher als „sicherer Hafen" apostrophierte Immobiliensegment.
 
 
Immobilienkonjunktur abgeschwächt rückläufig
 
Auch die Immobilienkonjunktur zeigt aktuell eine Abschwächung der negativen Entwicklung. Der Rückgang beträgt im Oktober nur noch 1,0 Prozent. Mit aktuell 203,5 Zählerpunkten bewegt sich die Immobilienkonjunktur annähernd auf Vorjahresniveau.
 
„Ungewisse Zeiten. Fraglos. In Deutschland, in Europa, in der Welt. Und es sieht so aus, als würde die Ungewissheit zur Regel mutieren. Gewissheiten gebärden sich demgegenüber zunehmend als Ausnahmen“, kommentiert Helge Scheunemann. Und weiter: „Nach der Ungewissheit ist folglich vor der Ungewissheit. Die Nachhaltigkeit der Ungewissheit wird zum Dauerthema. Niemand vermag unter den gegebenen Umständen zu prognostizieren, was nach der Entscheidung in Brüssel tatsächlich passiert. Stabilisiert der Finanzmarkt-Hebel tatsächlich Politik, Gesellschaft und Märkte in Europa? Oder greifen die ins Auge gefassten Maßnahmen doch noch zu kurz? In Griechenland meldet sich derweil die Politik zurück – mit einer dramatischen Destabilisierung des europäischen Gefüges und der Finanzmärkte im Gefolge. Das Management von Ungewissheit jedenfalls ist mehr denn je das Gebot der Stunde – auch in der Immobilienwirtschaft. Gute Nerven sind in dieser Lage genauso gefragt wie die Kunst, in der Ungewissheit richtige Entscheidungen zu treffen. Dabei ist das Fundament in der Immobilienbranche solide wie in kaum einem anderen Wirtschaftszweig. Und das wird vom „Markt“ und den handelnden Akteuren nach Verdauen des ersten Schocks im August/September offensichtlich nun auch so gesehen.“