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Pressemitteilung

Frankfurt

Allgemeine Zurückhaltung nach wie vor dominierend - Frankfurter Bürovermietungsmarkt im 1. Halbjahr 2009


 
 
Frankfurt, 02. Juli 2009 - Auf dem Frankfurter Bürovermietungsmarkt (inklusive Eschborn und Kaiserlei) ist die allgemeine Zurückhaltung nach wie vor dominierend. „Keiner weiß, wann es wieder richtig losgeht“, so Marcus Mornhart, Leiter der Bürovermietungsabteilung von Jones Lang LaSalle in Frankfurt. „Es ist ein Markt der vielen Möglichkeiten für Nutzer, die mit einigem Verhandlungsgeschick mühelos Flächen optimieren oder zumindest wirtschaftlich verbessern können.“ 
 
Für das erste Halbjahr schlägt insgesamt ein Umsatzvolumen von rund 217.000 m² zu Buche, ein Minus von 26 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Deal der Deutschen Bahn im ersten Quartal sorgte immerhin für ein Ergebnis, das auf dem durchschnittlichen Halbjahresniveau der letzten fünf Jahre liegt. Im 10-Jahresvergleich der ersten Halbjahre ist allerdings ein Umsatzrückgang von 14 % zu notieren.
  
Ein auch nur annähernd so großvolumiger Deal konnte im zweiten Quartal nicht registriert werden, der größte Abschluss war die Anmietung von Allen & Overy LLP im Opernturm mit knapp 10.000 m². Das Umsatzvolumen lag mit 78.300 m² 36 % unter dem Fünfjahresschnitt und 45 % unter dem 10-Jahresdurchschnitt der jeweils zweiten Quartale. Gegenüber dem Umsatz im zweiten Quartal 2008 beträgt der Rückgang sogar fast 60 %. „Was den Flächenumsatz im Gesamtjahr 2009 angeht, gehen wir weiterhin davon aus, dass dieser eher bei unter als bei über 400.000 m² liegen wird“, so Marcus Mornhart.
 
Dem Bahn-Deal hat die Bankenlage denn auch ihren 50 % - Anteil am Halbjahres-Umsatzvolumen zu verdanken. Auf alle anderen Lagen entfiel jeweils ein einstelliger Prozentsatz. Bei den Größenklassen liegt „Über 20.000 m²“, ebenfalls bedingt durch die Bahn-Anmietung, mit 35 % an der Spitze, „5.000 m² - 9.999 m²“ folgt an zweiter Stelle mit 24 %. Die beiden, den Frankfurter Vermietungsmarkt traditionell stark prägenden Branchen Banken / Finanzdienstleister und unternehmensbezogene Dienstleistungen machen zusammen rund 42% des Flächenumsatzvolumens des ersten Halbjahres aus.
 
Die Mietvertragslaufzeiten sind disponibel am Main. Dabei treffen sich durchaus Nutzer und Eigentümer auf einer Verhandlungsebene, die beiden Parteien nützt. Extrem viele Mietverträge zum Beispiel werden für ein bis zwei Jahre verlängert. Und die Eigentümer spielen mit, weil ihnen der Cash Flow gelegen kommt. Wer 10 Jahre verlängert, dem winkt als Incentive eine einjährige Mietfreiheit. „Wir erleben aber auch, dass Nutzer aus bestehenden Mietverträgen herausgekauft werden – unter der Bedingung, dass sie einen neuen Mietvertrag mit einer Laufzeit von wenigstens 5 Jahren abschließen“, unterstreicht Marcus Mornhart.
 
Untervermietungen sind in Frankfurt derzeit noch nicht wirklich ein Thema. Banken, Finanzdienstleister und Anwälte üben sich in punkto Rationalisierung nämlich nach wie vor in Zurückhaltung mit einer konsequenten Flächenausnutzung im Gefolge. Wirklich spannend am Main wird’s, sobald Commerzbank und Dresdner Bank mit der strukturellen Zusammenlegung beginnen. „Das wird notwendig Auswirkungen auf die Leerstandsquote der deutschen Finanzmetropole haben“, meint Marcus Mornhart.
 
Unter anderem das relativ hohe spekulative Fertigstellungsvolumen von 34.300 m² im 2. Quartal, gleichzeitig das höchste eines Quartals seit rund drei Jahren und sogar etwas mehr als im Gesamtjahr 2008, sorgte aber auch schon von Anfang April bis Ende Juni für eine Zunahme der Leerstandsquote von 12,2 % auf um die 13,5 % - Tendenz weiter leicht steigend. Die Fertigstellungspipeline ist auch für das Restjahr 2009 gut gefüllt. Bis zum Jahresende werden noch etwa 115.000 m² Bürofläche fertig gestellt, 33.400 m² davon frei für den Markt verfügbar. Allein das Volumen der spekulativen Fertigstellungen wird sich damit im Gesamtjahresvergleich fast verdreifacht haben.
 
Die Abwärtstendenz der Spitzenmiete bestätigte sich auch im 2. Quartal 2009. Sie notiert nun bei 35,00 Euro / m² / Monat, Ende März lag sie bei 36,00 Euro / m² / Monat. Die gewichtete Durchschnittsmiete beträgt unverändert zum 1. Quartal 2009 20,27 Euro / m² / Monat. Rund die Hälfte des Umsatzvolumens wurde im zweiten Quartal 2009 mit Mietvertragsabschlüssen zwischen 10 und 19,99 Euro generiert.