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Pressemitteilung

Frankfurt

Immobilieninvestoren setzen weiter auf deutsche Handelsimmobilien

Jones Lang LaSalle: Retail-Transaktionsvolumen in den ersten drei Quartalen 2011 mit 8,4 Mrd. Euro rund 40 Prozent über Vorjahr


 
Frankfurt, 16. November 2011 – Handelsimmobilien bleiben auch nach Ablauf des dritten Quartals die stärkste Assetklasse auf dem deutschen Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien. Jones Lang LaSalle notiert bis Ende September ein aufgelaufenes Transaktionsvolumen von rund 8,4 Milliarden Euro. Dies entspricht fast der Hälfte des gesamten Gewerbeimmobilien-Transaktionsvolumens im genannten Zeitraum. In den ersten drei Quartalen wird bereits ein Volumen erreicht, das über den Gesamtjahresergebnissen der Jahre 2008 bis 2010 liegt. Berücksichtigt sind alle Anlageklassen von Geschäftshäusern über Shopping Center und Warenhäuser bis hin zu Fachmarktprodukten.
 
Shopping Center im Fokus der Anleger
 
Nach wie vor konzentriert sich die Nachfrage auf Shopping Center. Allein knapp 3,6 Mrd. Euro entfielen auf dieses Segment, darunter vier der fünf größten Einzeltransaktionen des dritten Quartals. So der Anteilsverkauf am Skyline Plaza in Frankfurt für rund 290 Mio. Euro und der Erwerb eines Anteils an den Pasing Arkaden für ca. 175 Mio. Euro. Mit einem Anteil von 30 Prozent am gesamten Einzelhandelsvolumen folgen innerstädtische Geschäfts- und Warenhäuser. Die verbleibenden 27 Prozent verteilen sich auf Fachmarktzentren, Fachmärkte und den Bereich Supermärkte/Discounter.
 
Jörg Ritter, Leiter Einzelhandelsinvestment Deutschland bei Jones Lang LaSalle: „Die gute Stimmung bei den Verbrauchern, die Möglichkeit der geographischen Diversifizierung und die oftmals über lange Jahre gesicherten Mieterträge sprechen unverändert für Investitionen in einzelhandelsgenutzte Immobilien. Diese relative Sicherheit und die im europäischen Vergleich stabile Wirtschaftskraft Deutschlands sorgen in unsicheren Zeiten für eine sehr gute Nachfrage. Nicht umsonst ist der Anteil ausländischer Investoren am gesamten Einzelhandelstransaktionsvolumen mit 44 Prozent nach wie vor sehr hoch.“
 
Ritter weiter: „Die Spitzenrenditen für Shopping Center und Fachmärkte gaben zuletzt um 10 Basispunkte auf 5,0 beziehungsweise um 25 Basispunkte auf 6,5 Prozent nach. Erstklassige innerstädtische Geschäftshäuser sehen wir aktuell im Durchschnitt der Big 7-Metropolen bei stabilen 4,16 Prozent. Ebenfalls stabil zeigen sich größere Fachmarktzentren mit 5,9 Prozent. Insgesamt konzentriert sich die Nachfrage eindeutig auf das Core-Segment.“
 
Shopping Center: Transaktionsvolumen des Vorjahreszeitraums steigt um ein Drittel
 
Shopping Center sind bis Ende September die mit Abstand stärkste Handelsimmobilien-Kategorie. Mehr als 40 Prozent des Retail-Transaktionsvolumens entfällt auf diese Assetklasse. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legt die Assetklasse nochmals um rund ein Drittel zu. Mit dem jüngst erfolgten Verkauf der Perlacher Einkaufs Passagen (PEP) in München wird sich der Positiv-Trend auch im vierten Quartal fortsetzen. Bei aller Dominanz fallen die Steigerungsraten gegenüber dem Vorjahr aufgrund der sehr hohen Ausgangswerte aber niedriger aus, als bei anderen Retail-Assetklassen. Shopping Center werden ihre Vorrangstellung dennoch auch im Gesamtjahr 2011 behaupten.
 
Fachmarktprodukte: Mehrere Portfolioverkäufe sorgen für klaren Aufwärtstrend in 2011
 
Einen gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlichen Aufwärtstrend zeigen die bei Investoren wegen ihrer defensiven Qualitäten geschätzten Fachmarktprodukte. Bis Ende September notiert Jones Lang LaSalle für Fachmarktzentren und Fachmärkte insgesamt über zwei Mrd. Euro Transaktionsvolumen (Q 1-3 2010: 780 Mio. Euro). Besonders Fachmärkte liegen mit einem Volumen von rund 1,3 Mrd. Euro deutlich über dem Vorjahreszeitraum (Q 1-3 2010: 284 Mio. Euro), profitieren dabei aber vom starken ersten Quartal. Fachmarktzentren legen gegenüber dem Vorjahr um über 40 Prozent zu und kommen auf ein Volumen von knapp 710 Mio. Euro (Q 1-3 2010: 498 Mio. Euro).
 
Geschäftshäuser: Transaktionsvolumen trotz Angebotsknappheit rund ein Drittel über Vorjahr
 
Geschäftshäuser setzen ihren Aufwärtstrend mit stabilen und gleich verteilten Quartalsergebnissen fort. Das Volumen in den ersten drei Quartalen beläuft sich auf rund 1,45 Mrd. Euro und ist damit nach den Fachmarktprodukten die drittstärkste Retail-Anlageklasse. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Q 1-3 2010: 1,1 Mrd. Euro) legt die Anlageklasse um fast ein Drittel zu. Die jüngst erfolgten Transaktionen wie etwa der Verkauf des Objekts Stubengasse in Münster für rund 73 Mio. Euro werden auch mit Blick auf das Gesamtjahr für eine starke Stellung der Anlageklasse sorgen. Allerdings bleibt das verfügbare Angebot erstklassiger Objekte unverändert weit hinter der entsprechenden Nachfrage zurück.
 
Warenhäuser: Verdopplung des Vorjahresvolumens durch Einzelverkäufe
 
Für Warenhäuser ermittelt Jones Lang LaSalle bis Ende September ein Investitionsvolumen von rund einer Mrd. Euro. Der Vorjahreszeitraum (Q 1-3 2010: 525 Mio. Euro) wird damit fast verdoppelt. Besonders das zweite Quartal (630 Mio. Euro) hat für einen deutlichen Aufwärtstrend gesorgt.
 
Supermärkte / Discounter: Einzige Anlageklasse mit rückläufigen Investmentzahlen
 
Die Kategorie zeigt nach den schwachen ersten beiden Quartalen (47 Mio. Euro Transaktionsvolumen) im dritten Quartal getrieben durch Portfolioverkäufe mehr Bewegung. Den Zeitraum Juli bis September beziffert Jones Lang LaSalle mit knapp 250 Millionen Euro. Dennoch sind Supermärkte und Discounter die einzige Retail-Anlageklasse mit im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Zahlen.
 
Investorengruppen: Asset / Fund Manager, Geschlossene Fonds und Projektentwickler als aktivste Investoren
 
Nach Ablauf der ersten drei Quartale dominieren auf der Käuferseite Asset / Fund Manager, Geschlossene Fondsgesellschaften und Projektentwickler das Marktgeschehen. Private Equity und Hedge Fonds sowie Offene Fondsgesellschaften sind weitere wichtige Investoren. Allein die genannten fünf wichtigsten Investorengruppen stehen in der Summe für ein bis Ende September aufgelaufenes Anlagevolumen in Höhe von fast 5,5 Mrd. Euro und repräsentieren damit einen Anteil von rund 65 Prozent am gesamten Retail-Investmentmarkt.
 
Auf der Verkäuferseite liegen Asset / Fund Manager und Projektentwickler in Front. Privatinvestoren, Offene Fondsgesellschaften und an der Börse notierte Immobiliengesellschaften komplettieren die Top 5. In der Summe veräußerten die genannten Gruppen Immobilien mit einem Volumen in Höhe von etwa 5,6 Mrd. Euro, was zwei Dritteln des gesamten Marktvolumens entspricht.