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Pressemitteilung

Frankfurt

Jones Lang LaSalle: King Sturge Immobilienkonjunktur-Index - Immobilienklima verbessert trotz Unsicherheit


 
  • Risiken des Marktes werden weitestgehend ausgeblendet 
     
  • Leichte Aufwärtsentwicklung bei Immobilienklima und Immobilienkonjunktur
     
  • Geringe Zuwächse bei Büro- und Wohnklima  –Negativentwicklung beim Handelklima hält an
 
Frankfurt, 29. November 2011 – Die Auswertung der neuesten Monatsbefragung des King Sturge Immobilienkonjunktur-Index zeigt, dass trotz weiterer Unsicherheit aufgrund der europäischen Staatsschuldenkrise die Akteure der Immobilienwirtschaft die damit verbundenen Risiken weitestgehend ausblenden.
 
Die kontinuierliche Verschlechterung des Immobilienklimas seit August 2011 wurde im November gestoppt und in eine leichte Aufhellungsentwicklung transformiert. Die Verbesserung von 0,9 Prozent ist allerdings gering. Mit aktuell 122,7 Zählerpunkten hat sich das Immobilienklima stabilisiert und lässt auf eine wieder positivere Entwicklung in der nahen Zukunft hoffen. Die Zunahme resultiert dabei zum größeren Teil aus der Verbesserung des Investmentklimas (1,5 %). Die Verbesserung des Ertragsklimas fällt mit 0,2 Prozent geringer aus.
 
„Viele Fragen begleiten diese Entwicklung“, so Helge Scheunemann, Leiter Research Jones Lang LaSalle Deutschland. „Das Fragen-Amalgam ist an Komplexität kaum noch zu überbieten. Und Antworten bleiben unverbindlich – auch die der Experten. Zerbröselt der Euro? Zerbricht die Euro-Zone? Wird Frankreich von den Rating-Agenturen abgestraft? Kriegen Italien und Spanien nach den Regierungswechseln ihre Schulden in den Griff? Bleibt die deutsche Wirtschaft stabil? Und die deutsche Kanzlerin hart? Antworten bleiben ein Versuch, zu dem eben nicht zuletzt auch der Irrtum gehört. An diese Unvollkommenheit werden  wir uns auch in der wissenschaftlich technokratisch geordneten Welt gewöhnen müssen. Dem unternehmerisch Handelnden auch in der Immobilienwirtschaft bleibt da nur ein radikales ‚Augen zu und durch’. Eine Maxime, die sich bislang bewährt, wie der jüngste King Sturge-Index beweist. Eine Aufhellung des Klimas – trotz krisengeprägter Rahmendaten.“

 
Büro- und Wohnklima im Aufwind
 
Nachdem in den vergangenen Monaten die Entwicklung in den Segmenten überwiegend negativ war, kann im November beim Büro- und Wohnklima wieder eine positive Entwicklung festgestellt werden. Die Verbesserungen sind jedoch insgesamt eher gering. Mit einer Verbesserung von 1,8 Prozent auf nunmehr 108,1 Zählerpunkte kann das Büroklima noch am meisten zulegen. Damit liegt es aber weiterhin deutlich unter dem Niveau vom Juli 2011 (136,0 Zählerpunkte), woraufhin anschließend die Abwärtsentwicklung einsetzte. Das Wohnklima erreicht mit einer Verbesserung von 0,7 Prozent 160,0 Zählerpunkte und bleibt dank der geringen Verschlechterung in den Vormonaten der sichere Hafen in der deutschen Immobilienwirtschaft. Das Handelklima ist erneut auf aktuell 121,9 Zählerpunkte gesunken. Hier zeigt sich jedoch, dass sich die Negativentwicklung in diesem Segment weiter abgeschwächt hat. Betrug der Rückgang im Oktober noch -2,6 Prozent, sind es im November nur noch -0,4 Prozent.

 
Immobilienkonjunktur ebenfalls ansteigend
 
Korrespondierend zur Entwicklung des Immobilienklimas ist auch bei der Immobilienkonjunktur im November der kontinuierliche Rückgang seit August gestoppt und in eine leichte Aufwärtsentwicklung umgeschlagen. Mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent deutet sich eine Stabilisierung der Immobilienkonjunktur an.