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Pressemitteilung

Hamburg

Hamburg „grünt”


 
Hamburg, 29. November 2011 – Es beginnt zu grünen auf Hamburgs gewerblichem Immobilienmarkt. Denn unter Deutschlands Immobilienhochburgen hinter München bundesweit trendsettend ist die Hansestadt in punkto „Green Buildings“.
 
Vergleichbar den anderen deutschen Immobilienhochburgen ist in Hamburg das Nachhaltigkeitszertifikat DGNB dominierend, gefolgt von LEED. Als Besonderheit gönnt sich die Hansestadt darüber hinaus das Umweltzeichen HafenCity, ein Zertifikat, das ausschließlich an  nachhaltige Gebäude in der HafenCity vergeben wird. Ein finales Zertifikat haben in Hamburg bislang lediglich drei Gebäude, die restlichen sind vorzertifiziert oder registriert.
 
Bürogebäude dominieren dabei deutlich die „Nachhaltigkeitsszene“, Bildungsbauten, Wohngebäude und Immobilien mit anderen Nutzungen sind weit abgeschlagen.
 
War die Nachhaltigkeitszertifizierung über die letzten Jahre verstärkt ein Thema für den Neubau, so wurde in diesem Jahr die erste zertifizierte Sanierung fertig gestellt – im nächsten Jahr folgen weitere.
 
Vom gesamten Fertigstellungsvolumen an Büroflächen der Jahre 2009 bis (prognostiziert) 2014 sind derzeit rund ein Drittel der Fläche zertifiziert bzw. zur Zertifizierung vorgesehen. Dabei gibt es einen deutlichen Anstieg in 2011 und 2012 – d.h. das Thema gewinnt an Relevanz für Bauherren.

Die Statistik weist zwar für fertiggestellte Büroimmobilien lediglich 1% vom Bestand und damit rund 160.000 m² Fläche als „zertifiziert“ bzw. „vorzertifiziert“ aus, bei eindeutig steigender Tendenz, wie Andreas Wende, Niederlassungsleiter von Jones Lang LaSalle in Hamburg, notiert: „Am Thema Nachhaltigkeit kommen auch Bestandshalter zukünftig nicht mehr vorbei. ‚Grün’ ist ein nicht zu unterschätzendes Vermietungs-Argument, das in Mietverhandlungen immer schwerer wiegt.“
 
Etabliert hat sich eine grüne Offensive bereits bei den Entwicklungen. 32% der Fertigstellungen seit 2009 wurden zertifiziert und für 47% der bis 2013 geplanten Fertigstellungen sind Zertifizierungen vorgesehen. „Eine bemerkenswerte Entwicklung“, betont Wende.
 
Rund Dreifünftel der Zertifizierungen bzw. Zertifizierungsvorhaben (inkl. Umweltzeichen HafenCity) konzentrieren sich dabei in Deutschlands nördlichster Immobilienhochburg auf das DGNB-Siegel. Vergleichsweise bescheiden dagegen der Anteil an LEED-Zertifikaten. BREEAM konnte sich in Hamburg sogar noch überhaupt nicht positionieren. Für das Umweltzeichen HafenCity sind elf Immobilien (darunter u.a. SPIEGEL-Verlag, Unilever-Zentrale, HafenCity-Universität) verschiedener Nutzungen für eine Goldzertifizierung vorgesehen.
 
„Völlig unabhängig vom Zertifizierer und der damit verbundenen Marke wird das Thema Nachhaltigkeit am Hamburger Immobilienmarkt an Bedeutung weiter zulegen. Denn mit der Farbe ‚grün’ wächst auch die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte“, so Wende. Primär in zentralen Lagen (Teilmärkte Innenstadt und HafenCity) sei dies deutlich erkennbar: „Hier erhöht eine Zertifizierung für spekulativ errichtete Gebäude deren Wettbewerbsfähigkeit. Ein Zertifikat hat somit eine wichtige Signalwirkung für Nutzer.“ Wende weiter: „In Nebenlagen dominieren Eigennutzer / single tenants, oder die öffentliche Hand den Einfluss über grüne Stadtentwicklungsmaßnahmen, wie etwa in Wilhelmsburg.“