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Pressemitteilung

Frankfurt

Jones Lang LaSalle: Wiesbadener Bürovermietungsmarkt auf Kurs


 
 
Frankfurt, 20. Januar 2012 – Der Büromarkt in der hessischen Landeshauptstadt kann einmal mehr auf ein erfreuliches Jahr zurückblicken. Der Flächenumsatz lag 2011 bei rund 82.500 m² und notierte damit ein deutliches Plus von 17 % gegenüber dem Vorjahr, gleichbedeutend dem dritten Anstieg des Jahresvolumens in Folge. „Dabei hat der Aufwärtstrend nicht nur eine Fortsetzung erfahren, sondern sogar noch an Fahrt zugelegt“, so Carlo Schöps, Leiter Bürovermietung Wiesbaden / Mainz bei Jones Lang LaSalle. Und weiter: „Auch langfristig muss 2011 keinen Vergleich scheuen.“ Zwar seien die Umsätze weit davon entfernt, der Ausnahmejahre 2007 (knapp 120.000 m²) und 2005 (knapp 100.000 m²) ernsthaft Konkurrenz machen zu können, immerhin wurde mit + 10 % bzw. + 6 % gegenüber dem 5- bzw. 10-Jahresschnitt das drittbeste Jahresergebnis der letzten zehn Jahre registriert. „Für das laufende Jahr gehen wir von einem Ergebnis auf ähnlichem Niveau aus“, so Schöps.
 
Mit zusammengerechnet fast Dreiviertel aller Anmietungen konzentrierte sich die Nachfrage nach wie vor auf die erweiterte Wiesbadener City. Den größten Umsatzanteil verbuchte mit 36.000 m², entsprechend 44 %, einmal mehr die Innenstadt, gefolgt vom Teilmarkt Mainzer Straße (16.900 m², 20 %) und der Abraham-Lincoln-Straße (8.300m², 10 %). Weitere und vor allem Randlagen konnten sich nur mit einstelligen Prozentwerten in die Jahresstatistiken eintragen.
 
Bei den Branchen lagen 2011 die Versicherungen mit 28 % (23.300 m²) deutlich vorn. Als herausragend ist dabei der Bezug des Neubaus der R + V Versicherung am Raiffeisenplatz (13.000 m² im Teilmarkt Abraham-Lincoln-Straße) zu nennen, gleichzeitig generierte dieser Eigennutzer-Deal das mit Abstand größte Umsatzvolumen auf dem Wiesbadener Bürovermietungsmarkt. Unternehmensbezogene Dienstleister, mit der größten Anmietung durch Towers Watson mit ca. 5.000 m² im Teilmarkt Mainzer Straße unter Vermittlung von Jones Lang LaSalle, und EDV-Unternehmen - wie beispielsweise Sophos mit knapp 3.500 m² ebenfalls im Teilmarkt Mainzer Straße - folgten mit insgesamt jeweils knapp über 10.000 m² fast gleichauf auf den Plätzen. 2011 zeigte erneut deutlich, dass der Büromarkt der hessischen Landeshauptstadt, trotz genannter Großvermietungen, eher von einer Vielzahl von Abschlüssen im Größensegment deutlich unter 5.000 m² profitiert. So konnten letztes Jahr allein 16 Deals zwischen 1.000 m² und 5.000 m² und 20 Deals zwischen 500 und 1.000 m² abgeschlossen werden.
 
Den größten Anteil am Flächenumsatzvolumen hatten mit 70% hochwertige Flächen. „Das unterstreicht den deutlichen Trend der letzten Jahre und zeigt, dass Vermieter bei Wiesbadens Nutzern hauptsächlich mit hochwertigen, modernen Büroflächen punkten können“, so Schöps.
 
Die Leerstandsquote hat nach 8,5 % Ende 2009 und 7,3 % Ende 2010 zum Jahreswechsel 2011/ 2012 mit nur noch 6,1% ein so niedriges Niveau erreicht wie zuletzt vor einer Dekade. Das Leerstandsvolumen lag bei 143.000 m². Bürosuchende verfügten damit über ein nur äußerst eingeschränktes Angebot und mussten demzufolge vermehrt Abstriche bei der Lage und/oder Ausstattung in Kauf nehmen. Dem Trend entsprechend lag der Anteil hochwertiger Büroflächen am Leerstandsvolumen bei nur noch 24 % - mit rückläufiger Tendenz. „Ein deutlicher Hinweis darauf, dass schnellstens Revitalisierungen sowie Neubauprojekte angestoßen werden müssen, um angebotsseitig, vor allem im hochqualitativen Segment, Entlastung zu schaffen“, so Schöps. Und weiter: „Es ist davon auszugehen, dass sich der Flächenengpass zumindest 2012 fortsetzt, in Teilbereichen sogar weiter verstärkt.“
 
Das Fertigstellungsvolumen der letzten 12 Monate lag mit lediglich 15.600 m² so niedrig wie seit 5 Jahren nicht mehr, im 5-Jahresvergleich 65 % unter dem Schnitt, mit einem Anteil der noch frei verfügbaren Neubauflächen im einstelligen Prozentbereich. Für 2012 sind keine spekulativen Fertigstellungen in der Pipeline, damit sei in nennenswertem Umfang erst ab 2013 zu rechnen. „Auch vor diesem Hintergrund ist mit einer deutlichen Zunahme von Eigennutzerprojekten und Vorvermietungen auszugehen.“ so Schöps.
 
Die zunehmende Verknappung im hochqualitativen Flächensegment hat im Jahresverlauf zu einem Anstieg der Spitzenmiete um knapp 4 % auf 13,50 Euro/m²/Monat geführt. Dabei blieben die Mietpreisspannen in den meisten Teilmärkten noch stabil. Die Ausnahme markiert der Teilmarkt Mainzer Straße mit einem Anstieg am oberen Ende der Mietpreisspanne auf 13,00 Euro/m²/Monat.