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Pressemitteilung

Frankfurt

Deutscher Lager-/Logistikflächenmarkt erreicht 2011 Rekordniveau

Im laufenden Jahr Umsatzvolumen wie in 2010 erwartet


 
 
Frankfurt, 30. Januar 2012 – 2011 wurde auf dem deutschen Lager- und Logistikflächenmarkt ein Flächenumsatz von insgesamt 5,86 Mio. m² registriert, ein Drittel mehr als im bisherigen Rekordjahr 2010 (4,3 Mio. m²) und 60 % über dem 5-Jahres-Schnitt (3,66 Mio. m²). „Das Jahresergebnis von knapp 6 Mio. m² stellt die Entwicklung der letzten Jahre noch einmal eindrucksvoll in den Schatten - Ergebnis der noch positiven konjunkturellen Vorzeichen sowie der Dynamik von Flächenangeboten einerseits und hoher Nachfrage andererseits. Die Nutzer zeigten sich noch gänzlich unbeeindruckt von Finanz- und Staatsschuldenkrisen. Vermietungen und Eigennutzerdeals legten dabei im Gleichschritt zu“, so Rainer Koepke, Leiter Industrie Immobilien Jones Lang LaSalle Deutschland. Und weiter: „Eine ähnlich dynamische Entwicklung erwarten wir für das laufende Jahr nicht. Die Angebotsverknappung bei Bestandobjekten und der Mangel an logistikgeeigneten Grundstücken, gepaart mit dem insgesamt etwas vorsichtigeren Agieren der Nutzer, werden 2012 prägen. Für das Gesamtjahr gehen wir von einem Ergebnis aus, das mit 4,3 - 4,5 Mio. m² das Niveau von 2010 erreichen könnte, worst case Szenarien wie eine weitere Verschärfung der Staatsschuldenkrisen und mögliche daraus resultierende Konjunkturauswirkungen einmal außen vor gelassen.“

 
Umsatz in den Big 5 Ballungsräumen erstmals über 2 Mio. m² - Spitzenmieten gestiegen
 
In den Big 5 Ballungsräumen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt inkl. Wiesbaden/Mainz, Hamburg und München) wurde 2011 erstmals die 2 Mio. m² Grenze überschritten. Das Umsatzvolumen von insgesamt 2,25 Mio. m² bedeutet ein Plus von 25 % gegenüber dem Vorjahr und von 54 % gegenüber dem Durchschnittswert der Jahre 2006 - 2010. Insbesondere große Flächen waren stark nachgefragt, der Anteil der Anmietungen in der Größenordnung ab 5.000 m² lag bei 62 %.
 
Alle betrachteten Regionen mit Ausnahme von München verzeichneten im Jahresvergleich einen Anstieg im zweistelligen Prozentbereich: zwischen 14 % in der Region Berlin und 65 % in der Region Frankfurt (inkl. Wiesbaden und Mainz). Die Region Hamburg behauptet einmal mehr ihre Dominanz unter den Big 5, der Anstieg im Jahresvergleich lag mit + 20 % zwar im Vergleich der 5 Ballungsräume auf dem dritten Platz, das Gesamtvolumen markierte allerdings mit 740.000 m² einen neuen Höchstwert in der Hansestadt.
 
Etwa die Hälfte des in den Big 5 umgesetzten Volumens entfällt auf Unternehmen aus dem Bereich Transport/Verkehr/Lagerhaltung, weitere 24 % bzw. 19 % auf Handelsunternehmen und Unternehmen aus der Industrie.
 
„Das geringer werdende großflächige Angebot und die geringe spekulative Bautätigkeit haben im Jahresverlauf in allen Big 5 - Regionen zu einem leichten Anstieg der Spitzenmieten geführt“, so Rainer Koepke. Das größte Plus gab es bei Lagerflächen ab 5.000 m² mit + 5 % in der Region München, hier wird mit  6,30 Euro/m²/Monat zugleich auch die höchste Spitzenmiete deutschlandweit erzielt, gefolgt von Frankfurt (6,00 Euro/m²/Monat, + 2 %), Hamburg (5,50 Euro/m²/Monat, +4 %), Düsseldorf (5,40 Euro/m²/Monat, + 4 %) und Berlin (4,70 Euro/m²/Monat, + 4 %).
 
 
Auch außerhalb der Big 5 Ballungsräume wurden bisherige Rekorde gebrochen
 
Der Umsatz außerhalb der Big 5 Ballungsräume* hat mit ca. 3,6 Mio. m² ebenfalls einen Höchstwert erzielt, der Vorjahreswert wurde um 43 % und der 5-Jahresschnitt um 66 % übertroffen. Sowohl Vermietungen als auch Eigennutzerumsätze legten im Quartalsvergleich deutlich zu. Mitverantwortlich für dieses sehr gute Ergebnis waren unter anderem fünf sehr große Umsätze in Neubauprojekten, mit je mehr als 100.000 m² (Edeka-Eigennutzerdeal in Lauenau bei Hannover und vier Anmietungen durch Amazon in Rheinberg bei Duisburg, Pforzheim, Koblenz und Graben bei Augsburg). Ca. 43 % des Umsatzvolumens außerhalb der Big 5 –Ballungsräume entfiel auf den Handel – knapp die Hälfte davon allein auf den Bereich „e-commerce“. Unternehmen aus der Branche Transport/Verkehr/ Lagerhaltung folgen mit  39 %, Industrieunternehmen zeichneten für 19 % des Umsatzes verantwortlich. In den Vorjahren hatten noch die großen Lebensmittelketten und Discounter dominiert. „Lagerhallen entwickeln sich zu virtuellen Kaufhäusern des boomenden Internethandels“, so der Logistikexperte.
 
Alle betrachteten Regionen konnten hohe Zuwächse verzeichnen. Dabei liegt das Ruhrgebiet mit ca. 436.000 m² (+ 88 % gegenüber dem Vorjahr) deutlich vor Stuttgart/Heilbronn mit rund 389.000 m² (+ 79 %) und Hannover mit ca. 331.000 m² (+ 62 %). Am eindrucksvollsten die Entwicklung in der Logistikregion Kassel/Bad Hersfeld und Leipzig/Halle, deren Umsatzvolumen mit 258.000 m² bzw. 228.000 m² eine Verfünffach- bzw. Versechsfachung bedeutete. Ein Umsatz von über 100.000 m² notierten auch die Regionen Rhein-Neckar, Köln/Bonn und Erfurt. „Neben den Logistik-Hot Spots im Westen haben auch die Regionen Leipzig/Halle und Erfurt zugelegt, insbesondere bei großflächigen nutzerspezifischen Projektentwicklungen. Dort gibt es preisgünstige, große Grundstücke an der Autobahn, Zuschüsse und Arbeitskräftepotenziale“, so Rainer Koepke.
 
* In diese Zahlen fließen ausschließlich Flächenumsätze ab einer Größe von mindestens 5.000 m² ein