Skip Ribbon Commands
Skip to main content

Pressemitteilung

Frankfurt

Auch den deutschen Investmentmarkt für Logistikimmobilien hat es erwischt

Rückgang des Transaktionsvolumens um 30 % - Anstieg der Renditen


 
Frankfurt, 20. Januar 2009 – Noch zur Mitte 2008 hatte das bundesweite Transaktionsvolumen der Assetklasse Logistik- und Industrieimmobilien entgegen dem Trend auf den Investmentmärkten zulegen können. Bei immerhin 20 % lag das Plus Ende Juni 2008 im Jahresvergleich (auf 1,2 Mrd. Euro). In der zweiten Jahreshälfte ließ aber auch dieser Sektor Federn, die Dynamik wurde unterbrochen. Mit 1,8 Mrd. Euro sank das Transaktionsvolumen für Logistikimmobilien 2008 um 30 % (2007: 2,6 Mrd. Euro) und bewegte sich damit auf dem Niveau des Jahres 2005. Immerhin: Im Vergleich zu den Assetklassen Büro (- 78%), Einzelhandel (- 46%) fiel der Rückgang im Logistiksektor deutlich niedriger aus.
 
Auf die sechs Immobilienhochburgen entfielen 2008 37 % (665 Mio. Euro des Transaktionsvolumens  mit Fokus auf Investitionsziele in den Räumen Hamburg (267 Mio. Euro) und München (129 Mio. Euro). In diesen zwei Standorten wurden damit knapp 60 % des Transaktionsvolumens der Big-6 und 22 % des Gesamtumsatzes bewegt.
 
Die durchschnittlichen Netto-Anfangsrenditen für erstklassige Logistikobjekte in besten Lagen sind im Laufe des Jahres 2008 kontinuierlich gestiegen und erreichten zum Jahresende in den untersuchten  fünf Logistikregionen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München) 7,13 %. Im Einjahresvergleich zeigt sich damit ein Plus von 81 Basispunkten, gegenüber dem Rekordtief von durchschnittlich 6,25 % im 2.Quartal 2007, sind es noch einmal 7 Basispunkte mehr.
 
„Investoren haben sich insbesondere auf langfristig vermietete klassische Logistikprodukte in guten bis sehr guten Lagen konzentriert. Core-Logistikobjekte stellten mit 53 % das größte gehandelte Produktprofil dar. Gefragt waren insbesondere klassische Logistik- und Warenverteilzentren mit knapp 69 % (1,24 Mrd. Euro) am Transaktionsvolumen, mit großem Anstand gefolgt von Light Industrial mit 15 % (271 Mio. Euro)“, so Rainer Koepke, Leiter Industrie Immobilien Jones Lang LaSalle Deutschland.
Das durchschnittliche Transaktionsvolumen in 2008 betrug ca. 24,9 Mio. Euro pro Transaktion (2007: 33,6 Mio Euro). Von 73 registrierten Transaktionen dabei lagen 10 über einem Volumen von 50 Mio.  Dabei erreichte keine Transaktion ein Volumen von über 100 Mio. Euro - 2007 waren es in dieser Größenordnung  immerhin noch 5 Transaktionen.  Rund 77 % des gesamten Transaktionsvolumens wurde in Einzeltransaktionen erzielt, und damit deutlich mehr als noch 2007 (44%).
 
Drei Investorengruppen waren für fast Dreiviertel des Transaktionsvolumens verantwortlich. Dabei kamen die Asset / Fund Manager - in beiden Halbjahren die stärkste Käufergruppe - auf einen Anteil von rund 50 % gefolgt von den börsennotierten (ausländischen) REITs und den Geschlossenen Fonds mit jeweils 10 %.
 
Auf der Verkäuferseite führten die Corporates im Gesamtjahr mit einem Anteil von 28% und Entwickler mit 23 % die Statistik an, wobei bis zur Jahresmitte auf erstere das höchste Transaktionsvolumen fiel (35 %), in der zweiten Jahreshälfte sich die Projektentwickler als Player mit  dem mit Abstand höchsten Volumen erwiesen.
 
„Die Prognose für den Logistikinvestmentmarkt 2008 zur Jahresmitte hat sich nahezu bewahrheitet. Für 2009 sehen wir vor dem Hintergrund der anhaltenden Finanzmarkt- und sich verstärkenden Wirtschaftskrise einen weiteren Rückgang des Transaktionsvolumens – ob das ein Niveau unter oder über 1 Mrd. Euro sein wird - der Ausgang ist offen“, so Koepke.