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Pressemitteilung

Hamburg

Jones Lang LaSalle zum Hamburger Logistikmarkt: Nach 2010 - der nächste Rekord in 2011



 
Hamburg, 3. Februar 2012 – Der Logistikmarkt in Deutschlands nördlichster Immobilienhochburg präsentierte sich 2011 einmal mehr in Rekordlaune: der Umsatz von ca. 740.000 m²  liegt beachtliche 20 % über dem Rekordergebnis aus 2010 (ca. 616.000 m²), sogar 71% über dem 5-Jahresschnitt von 433.000 m². Im Vergleich zum 10-Jahresschnitt (352.000 m²) hat sich der Umsatz immerhin mehr als verdoppelt. „Aufs Jahr gerechnet hatten wir  2011 quasi zwei Frühjahr-/Sommerquartale mit jeweils deutlich über 200.000 m² Umsatz. Auch das schwächere 4. Quartal verzeichnete immer noch 112.000 m².  2011 hatte gegenüber dem Vorjahr noch einmal ordentlich an Fahrt aufgenommen“, so Per McKinnell, Leiter Industrie Immobilien Jones Lang LaSalle Hamburg. Und weiter: „Vor allem die Jahresmitte war mit Anfragen prall gefüllt und deutete bereits auf ein Rekordergebnis hin.“
 
 
Großvolumige Abschlüsse legen deutlich zu
 
Insgesamt haben 219 Abschlüsse zu diesem herausragenden Umsatz  geführt. Die durchschnittliche Mietvertragsgröße lag bei 3.382 m². Ein Drittel aller Abschlüsse entfiel auf die Größenklasse 1.000 bis 2.500 m². Gemessen am Flächenvolumen kamen 20 Deals jeweils jenseits der 10.000 m² auf einen Anteil von 39 % am gesamten Umsatz. In den beiden Jahren zuvor notierten nur 13 bzw. 8  Abschlüsse in dieser Größenordnung. 

Die Branche Transport, Verkehr und Lagerhaltung dominierte mit knapp 440.000 m² und 86 Abschlüssen eindeutig den Logistikmarkt der Hansestadt, gefolgt vom Handel mit  rund 120.000 m² und der Industrie mit 118.000 m².
 
 
Zentrale Lagen dominieren
 
Gleich geblieben ist auch die Rangfolge der beliebtesten Standorte. Harburg, südlich der Elbe, verteidigt seine Spitzenposition  mit rund 177.000 m². Neun der Deals ab 10.000 m² wurden in Harburg getätigt. Dahinter: Gerangel um die Plätze. Billbrook-Billwerder-Billstedt, nach den ersten drei Quartalen noch auf Platz 2, rutschte in der Jahresübersicht mit einem Umsatz von 106.000 m² auf Position 4 ab und machte Platz für das Umland-Süd (rund 125.000 m²). Das Umland-Nord mit
107.000 m² komplettiert nun das neue Umsatzspitzentrio und verdrängt das Umland-Ost vom 3. Platz.
 
Insgesamt führte diese Entwicklung zu einer weiteren prozentualen Verschiebung im Verhältnis Umland/Stadtgebiet mit einem zunehmenden Anteil des Umlands (47:53). „Die zentralen Lagen hatten beim Umsatz 2011 nach wie vor die Nase vorn. Allerdings  merken wir immer mehr, dass das Umland durch verfügbare Freiflächen und günstigere Mietpreise zunehmend Interesse weckt“, so McKinnell.

 
Fertigstellung 2011 leicht unter Durchschnitt
 
War 2011 in punkto Umsatz  ein Rekordjahr, so lagen die Fertigstellungen 30 % unter dem 5-Jahresschnitt (2006-2010). Trotz der Fertigstellung des  neuen Aldi-Lagers (37.000 m²) in Bargteheide im vierten Quartal summierte sich das Angebot neu errichteter Flächen  2011 lediglich auf 117.000 m² - 60 % davon zur Eigennutzung. Per McKinnell prognostiziert: „Built-to-Suit bleibt auch 2012 das Gebot der Stunde, wie die aktuellen Anfragen bei uns im Hause zeigen.“

 
Spitzenmiete im Jahresverlauf gestiegen
 
Aufgrund des hohen Umsatzes gepaart mit  dem eher moderaten Fertigstellungsvolumens hat die Spitzemiete in 2011 zugelegt: Sie stieg um 3,8 % auf  5,50 Euro/m²/Monat. Die meisten Deals bewegten sich bei einem Mietpreis zwischen 4,00 und 4,50 Euro/m²/Monat. „2012 rechnen wir mit einer eher stabilen Mietpreisentwicklung. Wenn überhaupt, könnte es Ende des Jahres zu einem moderaten Anstieg kommen“, so McKinnell.
 
2012 keine Fortsetzung des Umsatzbooms - aber deutlich über 5-Jahresschnitt
 
Der boomende Markt von 2011 wird sich mit dieser Dynamik in 2012 nicht fortsetzen: Durch die starke Vermietungsleistung sind Bestandsflächen knapp, spekulative Projektentwicklungen gibt es seit Jahren so gut wie gar nicht, erschwert durch hohe Eigenkapitalanforderungen und Vorvermietungsquoten. "Vor diesem Hintergrund und der mittlerweile eher verhalten optimistischen Stimmung der Kunden, sehen wir für 2012 eine Normalisierung auf einem immer noch überdurchschnittlichen Umsatzniveau. Von einem Einbruch der Aktivitäten kann keine Rede sein. Auch große Flächen ab 10.000 m² bleiben gefragt. Für das Gesamtjahr gehen wir von einem Umsatzvolumen aus, das sich 15%  über dem 5-Jahres-Schnitt bewegt“, so Per McKinnell.
 
McKinnell abschließend: „Für die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit Hamburgs sind zwei Faktoren entscheidend: zum einen die Elbvertiefung, auf deren Wichtigkeit und Dringlichkeit wir schon mehrfach hingewiesen haben. Denn die Konkurrenz schläft nicht: Im August wird der Jade Weser Port eröffnet. Weiterhin von Bedeutung ist die zwingend notwendige Ausweisung von zusätzlichen Logistik- und Industriearealen. Das Umland wird sonst allein durch die Tatsache, dass es verfügbare Flächen bieten kann, noch attraktiver.“