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Pressemitteilung

Frankfurt

Shopping mit Skyline: Einzelhandelsstandort Frankfurt in Höchstform

Jones Lang LaSalle untersucht Situation auf dem Einzelhandelsimmobilienmarkt


 
Frankfurt, 10. Februar 2012 – Mit der heute veröffentlichten Publikation „Retail City Guide Rhein-Main 2012“ hat Jones Lang LaSalle die wichtigsten Einkaufsstraßen der Region eingehend unter die Lupe genommen. Einen Schwerpunkt bildet dabei natürlich Frankfurt. Die Spitzenmiete erreicht im ersten Halbjahr 2012 bis zu 280 Euro/m², für Spitzenobjekte werden sogar 290 Euro/m² erwartet. Die Main-Metropole ist damit nach München der zweitteuerste Handelsstandort in Deutschland. Das Vermietungsvolumen in 1a-Lage belief sich im Gesamtjahr 2011 auf mehr als 50 Vermietungen mit einer Gesamtverkaufsfläche von knapp 20.000 m².
 
Steigende Einwohnerzahlen - Fünfthöchster Einzelhandelsumsatz in Deutschland
 
Christopher Wunderlich, Leiter Einzelhandelsvermietung Frankfurt: „Wer an Frankfurt denkt, denkt an Flughafen, Paulskirche und Goethe, an Frankfurter Würstchen und Grüne Soße, an Börse und Buchmesse und natürlich an die imposante Skyline. Doch die kleinste Metropole der Welt hat auch als Einzelhandelsstandort einiges zu bieten. Höchstwerte bei den Passantenfrequenzen, eine rund 10 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegende Kaufkraft und die sehr gute Zentralität sind nur einige Punkte. Mit acht 1a-Lagen bietet Frankfurt insgesamt rund 270.000 m² Einzelhandelsfläche, die sich auf etwa 350 Ladenlokale verteilt. Nach einem starken Vermietungsjahr 2011 setzt sich die gute Flächennachfrage auch im neuen Jahr nahtlos fort. Die weiterhin steigenden Spitzenmieten machen deutlich, dass die Nachfrage mangels Angebot nur zum Teil bedient werden kann.“
 
Zeil: Eine der stärksten Konsummeilen Deutschlands
 
Die Zeil ist ohne Zweifel die wichtigste Einzelhandelslage in Frankfurt. Mit knapp 200.000 m² Verkaufsfläche steht sie für rund drei Viertel des Frankfurter Flächenangebots in 1a-Lagen. Mit einem Flächenanteil von über 70 Prozent ist die Textilbranche mit Abstand größter Flächenabnehmer. Keine andere Lage in Frankfurt erzielt ähnlich hohe Passantenfrequenzen und Einzelhandelsmieten. Auch bundesweit zählt die Lage zu den bestbesuchten Konsummeilen und darüber hinaus zu den umsatzstärksten in ganz Europa. Als Bindeglied verknüpft sie die beiden wichtigsten innerstädtischen Verkehrsknotenpunkte Frankfurts. Einerseits die Konstabler Wache, welche die Frankfurter Top-Lagen in östlicher Richtung begrenzt. Andererseits die Hauptwache im Westen als Knotenpunkt weiterer 1a-Einzelhandelslagen. Wichtigste Neuvermietungen waren zuletzt unter anderem Primark, Fossil (Projekt), Hako sowie Adidas NEO.
 
Goethestraße: Mondäne Luxuslage mit bundesweitem Renommee
 
Nur wenige Gehminuten von Frankfurts populärster Flaniermeile Zeil entfernt, erstreckt sich die Luxusmeile Goethestraße vom Goetheplatz bis zur Alten Oper und verläuft parallel zur kulinarisch  dominierten „Fressgass“. Auf einer Gesamtlänge von rund 280 Metern stehen für insgesamt 54 Mieter knapp 10.000 m² Verkaufsfläche zur Verfügung, wobei kleinflächige Ladenlokale das Angebot klar dominieren. Rund 30 internationale Luxusmarken von Chanel bis Versace machen die Lage zu einer der fünf bekanntesten Luxusstraßen in Deutschland. Ergänzt wird das Straßenbild durch traditionelle Frankfurter Einzelhändler wie die Parfümerie Albrecht, die zu Deutschlands ältesten Parfümerien zählt. Die Goethestraße zieht Kunden aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet ebenso an wie internationale Tagestouristen. Für den Frankfurter Einzelhandel ist die Lage ein mindestens ebenso bedeutendes Aushängeschild wie die Konsummeile Zeil. Jüngste Neuvermietungen sind unter anderem Hackett sowie Longchamps und Etienne Aigner, die ihre Standorte verlagert haben.
 
Große Bockenheimer Straße: Attraktiver Standort für hochwertige Modeanbieter
 
Die als „Frankfurter Freßgass“ bekannte Große Bockenheimer Straße – einschließlich ihrer Verlängerung Kalbächer Gasse – bildet den kulinarischen Mittelpunkt der Frankfurter Innenstadt. In der rund 300 Meter langen Fußgängerzone findet sich eine Vielzahl von Cafés, Restaurants und Feinkostläden. Darüber hinaus hat sich die Lage in den letzten Jahren zu einem attraktiven Standort für hochwertige Modeanbieter wie Hugo Boss, Tommy Hilfiger oder René Lezard entwickelt. Auch der Kundenmagnet Apple hat die Freßgass als Standort für seinen Frankfurter Flagshipstore gewählt. Insgesamt stehen knapp 10.000 m² Verkaufsfläche zur Verfügung, die sich auf mehr als 60 Ladenlokale verteilen. Fast die Hälfte der Shops ist unter 100 m² groß. Jüngste Neuanmietungen sind unter anderem Porsche Design und Zara Home.
 
An der Hauptwache / Rossmarkt: Zentrale Einkaufslage mit sehr guter Frequenz
 
Der Bereich An der Hauptwache / Rossmarkt ist mit über 14.000 m² Verkaufsfläche und knapp 40 Ladenlokalen die wohl zentralste aller 1a-Lagen in Frankfurt. Für die sehr gute Frequenz sorgt die direkte Anbindung an die unterirdisch gelegene U- und S-Bahnstation „Hauptwache“ mit ihrer angeschlossenen Einkaufspassage, der so genannten Hauptwachen-B-Ebene. Besonders Anbieter des kurzfristigen Bedarfs finden hier gute Standortoptionen. Die geplante Schließung des zentralen Abgangs zur U- und S-Bahn-Station Hauptwache und die Wiederherstellung der historischen Platzsituation soll in den kommenden Jahren umgesetzt werden und wird die Lage ohne Zweifel weiter aufwerten. Die 2009 initiierte Sperrung der Hauptwache für den Individualverkehr, die jüngsten Neuvermietungen wie etwa Wellensteyn oder Urban Outfitters sowie anstehende Projektentwicklungen lassen insgesamt eine Schärfung des Einzelhandelsprofils erwarten. So zeichnet sich der Bereich zwar durch einen breiten Sortimentsmix aus. Trotz der zentralen Lage fehlt es aber bislang an einem wirklich prägnanten Mieterbesatz. Dominierend war und ist die Sportarena, die einen großen Teil der insgesamt 14.000 m² umfassenden Verkaufsfläche belegt.
 
Biebergasse / Steinweg: Attraktive Verbindung von Konsum- und Luxuslage
 
Biebergasse und Steinweg verbinden die konsumigen Einkaufslagen im östlichen Bereich der Frankfurter Innenstadt mit den mondäneren Lagen im Westen. Diese räumliche Brückenfunktion lässt sich auch auf den Sortimentsmix und die Flächenstruktur übertragen. Mit zahlreichen Stilaltbauten verfügt der Steinweg über einen besonderen Charme und ist erste Lageoption für viele mittel- bis höherpreisige Textilanbieter. Aufgrund der überschaubaren Länge von nur 80 Metern übertrifft die Nachfrage das Angebot allerdings bei weitem. In beiden Straßen stehen jeweils rund 7.000 m² Verkaufsfläche zur Verfügung. Charakteristisch für den Steinweg ist die Nachbarschaft namhafter Modelabels wie etwa Stefanel, Marc O’Polo, COS und Max Mara. Die Biebergasse ist die erste Wahl für großflächige Einzelhandelskonzepte, die ihre Kunden jenseits des konsumigen Umfelds der Zeil finden, etwa für Zara, Betten Rid oder das Schuhhaus Görtz. Eine wichtige Rolle für Biebergasse und Steinweg spielt zudem der Buchfilialist Hugendubel, der auf ca. 4.000 m² Verkaufsfläche das umfassendste Buch- und Medienangebot in der Frankfurter Innenstadt vorhält.
 
Schillerstraße: Guter Mix aus Filialisten und lokalem Einzelhandel
 
Trotz ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zur Zeil und zum unterirdischen Nahverkehrsknotenpunkt Hauptwache ist die Schillerstraße eine der gemächlicheren Frankfurter Einkaufsstraßen. Neben Textilien bietet die Lage eine breite Sortimentspalette vom Heim- und Wohnbedarf über Gesundheit und Beauty bis hin zum größten Golf-Fachgeschäft im Rhein-Main-Gebiet. Insgesamt stehen knapp 10.000 m² Verkaufsfläche zur Verfügung. Traditionsreiche Anbieter wie das Haushalts- und Porzellanfachgeschäft Lorey, welches Frankfurt und dessen Umland seit 1796 die gehobene Tischkultur näherbringt, runden das Angebot ab. Freitags verleiht der Wochenmarkt der Lage ein charmantes Flair und verwandelt die Einkaufs- in eine Schlemmermeile.
 
Liebfrauenstraße / Neue Kräme: Nähe zu touristischen Highlights sorgt für gute Frequenz
 
Die in südlicher Richtung von der Zeil abzweigende Einzelhandelslage Liebfrauenstraße / Neue Kräme mündet unmittelbar auf den Paulsplatz mit der Paulskirche und den südlich davon gelegenen Römerberg mit Rathaus und Römer. Das in diesem Bereich hohe Touristenaufkommen wird durch den zentralen Sammelpunkt und Bushalteplatz am Paulsplatz noch verstärkt und prägt den Einzelhandelsbesatz. Quasi jede Shoppingtour internationaler Besucher in die Frankfurter Innenstadt führt zunächst durch diese Lage. Neben Shops für international begehrte Souvenirartikel wie Swarovski, Swatch oder Zwilling ist hier beispielsweise das seinerzeit deutschlandweit erste Maggi-Kochstudio mit der vollständigen Produktpalette und einem interessanten Kursangebot ansässig. Mit rund 210 Metern Länge und insgesamt knapp 5.000 m² Verkaufsfläche gehört die Liebfrauenstraße / Neue Kräme zu den in Hinblick auf das Flächenangebot kleinsten 1a-Lagen der Frankfurter City.
 
Kaiserstraße: Eine der traditionsreichsten Straßen Frankfurts
 
Die Kaiserstraße, eine der bekanntesten Straßen Frankfurts, ist die direkte Verbindungsachse zwischen dem innerstädtischen Bereich Hauptwache / Rossmarkt und dem südwestlich gelegenen Hauptbahnhof. Während der westliche Teil der Straße erst allmählich seinen etwas verruchten Bahnhofsviertelruf ablegt und zur historischen Attraktivität als Einkaufsstraße zurückfindet, ist der östliche Teil schon seit Jahren für seine guten Shopping-Möglichkeiten bekannt. Das Flächenangebot liegt bei rund 6.000 m². Die östliche Kaiserstraße bietet einen breiten Sortimentsmix, der in zunehmendem Maße auf Produkte und Dienstleistungen des Gesundheits- und Beautysektors abzielt. Eine Besonderheit der Lage ist die hohe Dichte an Cafés und Coffeeshops, die ihre Zielgruppen in den nahe gelegenen Banken- und Bürohochhäusern finden. Die Lage wurde 2011 stark nachgefragt und gewann unter anderem mit Muji, Rituals und der BBBank viele neue Mieter.
 
Hohe Investmentnachfrage kann mangels Angebot nicht befriedigt werden
 
Hubert Sevenig, Leiter Einzelhandelsinvestment Frankfurt: „Die Entwicklung des Investmentmarkts in der hessischen Immobilienhochburg war 2011 von starker Dynamik geprägt. Für Gewerbeimmobilien wurden mehr als 3 Milliarden Euro Transaktionsvolumen notiert, was das höchste Volumen unter den deutschen Big 7-Metropolen darstellt. Wie in Frankfurt üblich, dominierte auch 2011 die Assetklasse Büro. Der Einzelhandel kommt jedoch als zweitstärkste Assetklasse auf einen beachtlichen Anteil von 21 Prozent. Unter den sieben Transaktionen mit Volumina oberhalb von 100 Millionen Euro befinden sich mit Skyline Plaza und One-Goetheplaza gleich zwei Einzelhandelstransaktionen. Das Investoreninteresse an Frankfurts Toplagen ist außerordentlich hoch, kann aber mangels Angebot nicht bedient werden. Die Nettoanfangsrenditen für erstklassige Geschäftshäuser liegen derzeit bei rund 4,25 Prozent. Im Klartext: die Kaufpreise für erstklassige Immobilien erreichen in Spitzenlagen das circa 21,5-fache der Jahresmiete. Frankfurt spielt damit als Handelsinvestmentstandort eine führende Rolle unter den bundesdeutschen Metropolen. Nur in München und Hamburg, die eine ähnlich knappe Angebotssituation aufweisen, werden noch niedrigere Spitzenrenditen erzielt.“