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Pressemitteilung

MIPIM, Cannes, London, Frankfurt

Umsatz von Logistikflächen in Europa auf Rekordniveau

Deutschland bleibt mit einem Anteil von 31% Marktführer


 
 
MIPIM, Cannes / London / Frankfurt, 7. März 2012 – Der Logistikflächenumsatz in Europa* hat 2011 mit 16,3 Mio. m² ein Rekordvolumen erreicht. Mit diesem Volumen wurde das Ergebnis des Vorjahres um 12 % übertroffen, der 10-Jahres-Durchschnitt um 59 %. Auch in Ländern, in denen das Konjunkturwachstum nur schwach oder zum Ende des Jahres sogar rückläufig war, zeigten die Anmietungs- oder Eigennutzeraktivitäten ein erfreulich gutes Niveau. „Grund für die anhaltend starke Nutzernachfrage waren Optimierungen des Logistiknetzwerkes, ein Outsourcing von Logistikdienstleistungen sowie eine robuste Nachfrage durch den E-Commerce-Handel. Darüber hinaus sorgte auch eine beträchtliche Binnennachfrage in den Schwellenmärkten Mittel-, Osteuropas und Asiens, für diese dynamische Entwicklung“, so Alexandra Tornow, bei Jones Lang LaSalle Leiterin Research Industrial & Logistics EMEA.
 
Gemessen am Zuwachs konnten Belgien (+ 121%), Frankreich (+ 52 %) und Ungarn (+ 52%) am stärksten punkten, gefolgt von Polen (+ 28 %), Italien (+ 26 %) und den Niederlanden (+ 20 %). Den bei weitem stärksten Umsatzrückgang mussten Großbritannien und die Tschechischen Republik mit jeweils – 47 % hinnehmen. Mit Russland (-14%) und Spanien (-5%) waren es insgesamt vier Märkte, die Einbußen zu verzeichnen hatten. Teilweise gingen diese Entwicklungen auf das Konto eines geringen Angebots an Flächen in den gesuchtesten Lagen mit der Folge, dass nicht alle bestehenden Gesuche bedient werden konnten.
 
Deutschland verzeichnete die stärksten Umsatzaktivitäten (31% des europäischen Gesamt-Umsatzes) und übertraf 2011 erstmals die Fünf-Millionen-Quadratmeter-Marke. „Die Nutzer hierzulande zeigten sich recht unbeeindruckt von Finanz- und Staatsschuldenkrisen. Die erfreuliche konjunkturelle Entwicklung sorgte letztlich dafür, dass insgesamt noch ausreichend Neubauten durch entsprechende Finanzierungen realisiert werden konnten.“
 
Die Plätze 2 und 3 wurden von Frankreich, das in Folge eines sehr starken 2. Halbjahres auf einen Gesamtumsatz von fast 1,9 Mio. m² kam und Polen mit 1,6 Mio. m² eingenommen, dicht gefolgt von Russland mit 1,6 Mio. m². Beide osteuropäischen Länder profitieren davon, dass der Logistikmarkt in dieser Region einen starken Reifungsprozess durchlaufen hat, eine Entwicklung, die sich fortsetzen dürfte. Damit aus den Top 3 gefallen ist Großbritannien, dessen Umsatzaktivitäten (insgesamt 1,2 Mio. m²) von den getrübten konjunkturellen Wachstumsaussichten und dem signifikanten Rückgang des Angebots an verfügbaren modernen Logistik-Gebäuden gebremst wurden. Auch die Notwendigkeit langfristig laufender Mietvereinbarungen, um die Finanzierung maßgeschneiderter Objekte zu rechtfertigen, spielte eine nicht unbedeutende Rolle und bremste die Umsetzung von Anmietungsplänen und damit letztlich den generierten Umsatz.
Aufgrund der starken Nutzeraktivitäten haben die Projektentwicklungen 2011 insgesamt noch einmal zugenommen. Allerdings ging es dabei eher um die Zunahme des Flächenvolumens von maßgeschneiderten Projektentwicklungen für jeweils bestimmte Nutzer, nicht um spekulativ erstellte Flächen ohne bestehende Mietverträge. Das Fertigstellungsvolumen im Gesamtjahr 2011 belief sich auf über 5,8 Mio. m², 18 % mehr als 2010, aber nur halb so viel wie im Spitzenjahr 2008. Trotz zunehmender Projektentwicklungstätigkeit bewegte sich das Gesamtjahresniveau 2011 in nur drei Ländern über dem jeweiligen 10-Jahres-Durchschnitt und zwar in Deutschland (+ 58 %), Belgien (+ 28 %) und Frankreich (+ 30 %).
 
„Es ist davon auszugehen, dass die Entwickleraktivitäten 2012 europaweit wieder nachlassen werden. Eine sich weiter abschwächende Konjunktur sowie eine restriktivere Kreditvergabe durch die Banken und ein Rückgang der Flächennachfrage verstärken die Gefahr einer sich weiter vergrößernden Angebotslücke bei modernen Immobilien. Kurzfristig werden die Mieten aber trotzdem eher stabil bleiben und nur in wenigen Logistikhubs zur Zunahme des Mietpreises führen. Dazu gehören neben Moskau mit dem Rhein-Ruhrgebiet und Hamburg auch zwei deutsche Märkte“, so Alexandra Tornow.
 
 

* Der Umsatz erfasst 11 europäische Märkte: Belgien, die Tschechische Republik, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, die Niederlande, Polen, Russland (Umsatz: nur Moskau und St. Petersburg), Spanien und Großbritannien. Die Analyse beruht auf Flächeneinheiten > 5.000 m² für Kontinentaleuropa und > 10.000 m² für Großbritannien.