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Pressemitteilung

London / Frankfurt

Jones Lang LaSalle: Direktinvestitionen in europäische Gewerbeimmobilien stabilisieren sich im 2. Quartal 2009


 
 
London / Frankfurt, 14. Juli 2009 – Direktinvestitionen in europäische Gewerbeimmobilien beliefen sich im ersten Halbjahr 2009 auf 24 Mrd. Euro, entsprechend einem Minus von 42 % gegenüber dem zweiten Halbjahr 2008 (41,5 Mrd. Euro). Das Niveau im 2. Quartal entsprach in etwa dem Volumen des 1. Quartals des Jahres.
 
„Wir glauben, dass das Transaktionsvolumen in Europa eine Untergrenze erreicht hat. Aufgrund des Investoren-Interesses rechnen wir im zweiten Halbjahr mit einem Umsatzwachstum. Die Spitzenrenditen für Büroflächen waren im 2. Quartal erstmals seit Mitte 2007 weitgehend stabil. Die Volumina blieben niedrig, weil die Schere zwischen Gebot und Angebot aufgrund der Preiserwartungen und Wünschen der Eigentümer in einigen Märkten weiterhin weit auseinanderklafft. Gleichzeitig haben die Rückgänge der Kapitalwerte die Preise für eigenkapitalstarke Investoren oder für Käufer, die weniger stark fremdfinanziert sind und von einem Vertrauensverhältnis zu den Banken profitieren können, attraktiv gemacht“, so Tony Horrell, Leiter European Capital Markets bei Jones Lang LaSalle.
 
Und weiter: „Vermögende Privatinvestoren und Player, die über ein hohes Maß an Eigenkapital verfügen beherrschen derzeit den Markt, da die Kreditmärkte weiterhin stark angespannt sind. Neue Kredite werden nach wie vor nur eingeschränkt und zu hochzinsigen Bedingungen vergeben. Die meisten großen Transaktionen erfolgen mit Verkäuferfinanzierung oder mit vorhandenen Kreditvereinbarungen. Für ertragssichere Gelegenheiten herrscht keine Verknappung an Eigenkapital. Wir beobachten ein starkes Investoreninteresse an London, mit vielfachen Geboten vonseiten internationaler Investoren, von denen einige nach wie vor von Wechselkursvorteilen profitieren.”
  
Nigel Roberts, bei Jones Lang LaSalle Leiter European Research ergänzt: „Mit 35% (ca. 8 Mrd. Euro)  des gesamteuropäischen Volumens bleibt Großbritannien größter Markt Europas. Die wichtigsten westeuropäischen Märkte, darunter auch Frankreich, Spanien und Italien, legten im 2. Quartal gegenüber dem vorangegangenen Quartal geringfügig zu, dies jedoch von einer niedrigen Ausgangsbasis. Hier haben sich attraktive Chancen für Investitionen – häufig Assets, die selten auf den Markt gelangen – ergeben.”
 
Trotz restriktiver Kreditvergabebedingungen gab es im 2. Quartal einige Transaktionen über 100 Mio. Euro. Die meisten Transaktionen bewegten sich in einer Größenordnung von 20 Mio. Euro - 50 Mio. Euro. Für viele Investoren sind langfristige Erträge und starke vertragliche Vereinbarungen wichtigste Antriebsmotoren für eine Investitionsentscheidung. Die Investoren scheuen jedoch das Risiko von Leerständen, kurzen Mietlaufzeiten und zusätzlichen Investitionen.
 
Tony Horrell abschließend: „Wir sehen eine gewisse Preisanspannung bei kleinen Transaktionen, hauptsächlich deshalb, weil sie eigenkapitalgeleitet sind. Insgesamt rechnen wir im 2. Halbjahr europaweit mit einem allmählichen Anstieg der Volumina, abhängig von der Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Produkte. Die Investoren werden genau beobachten, ob die in einigen Regionen wahrgenommene Umkehr des Marktes an Fahrt aufnimmt. Auch wenn dies im Widerspruch zu den schwächeren Aussichten auf dem Arbeitsmarkt steht, so werden diejenigen, die in der Lage sind zu kaufen, bestrebt sein, keine sich auftuende Kaufgelegenheit zu verpassen, bevor die Untergrenze des Marktes erreicht ist.”