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Pressemitteilung

London / Frankfurt

Europäische Investitionen in Einzelhandelsimmobilien liegen im ersten Quartal 2012 mit 3,8 Mrd. Euro rund 60 Prozent unter dem Vorjahresquartal

Prognose: In Deutschland ansteigendes Investitionsvolumen im zweiten Quartal und dem weiteren Jahresverlauf aufgrund solider Fundamentaldaten


 
London / Frankfurt, 23. April 2012 – Jones Lang LaSalle verzeichnet für das erste Quartal 2012 im Vergleich zu den überdurchschnittlichen Zahlen des Jahres 2011 einen Rückgang der Transaktionsvolumina bei europäischen Einzelhandelsimmobilien.
 
Für das erste Quartal hat Jones Lang LaSalle ein Volumen von rund 3,8 Mrd. Euro ermittelt. Der Wert liegt erheblich unter den Volumina für das entsprechende Vorjahresquartal (9,9 Mrd. Euro) und das Vorquartal (8,4 Mrd. Euro). Ausschlaggebend hierfür war die rückläufige Zahl an Großtransaktionen. Im ersten Quartal 2011 waren insgesamt fünf Transaktionen mit Volumina oberhalb von 500 Mio. Euro zu verzeichnen (darunter das Trafford Centre mit 1,8 Mrd. Euro). Im vierten Quartal 2011 schlug allein der Verkauf der Galleria in St. Petersburg mit 824 Mio. Euro zu Buche.
 
Im Rahmen des allgemeinen Volumenrückgangs wiesen Deutschland und Großbritannien die stärkste Investitionsaktivität auf. Mit ca. 200 Mio. Euro zählte der Erwerb des 45-prozentigen Anteils der HSH Nordbank an der Hamburger Europa Passage durch die Allianz zu den größeren Transaktionen auf dem deutschen Markt. Die größte Shopping-Center-Transaktion in Großbritannien war der Erwerb des Ocean Terminal in Edinburgh durch Resolution für rund 108 Mio. Euro. Dabei wurde der Verkäufer Forth Ports von Jones Lang LaSalle beraten.
 
Shelley Matthews, European Retail Capital Markets Director: „Die aktuelle Entwicklung spiegelt mehrere Faktoren wider. Erstens beschränkt, insbesondere bei neuen Kapitalaufnahmen, die angespannte Wirtschaftslage den Zugang zu Fremdkapital. Zudem sorgt die sehr selektive Objektsuche auf Investorenseite dafür, dass insgesamt weniger Transaktionen zustande kommen. Zweitens wurden Transaktionsprozesse in einigen Märkten durch die anhaltende Unsicherheit aufgrund der Krise im Euroraum verlangsamt. Die geringeren Transaktionsanbahnungen aus der zweiten Jahreshälfte 2011 schlagen sich jetzt in weniger Abschlüssen im ersten Quartal 2012 nieder. Speziell mit Blick auf Deutschland, Polen und die nordischen Märkte erwarten wir jedoch ein wieder ansteigendes Investitionsvolumen im zweiten Quartal und im weiteren Jahresverlauf. Dort sollten die solideren wirtschaftlichen Fundamentaldaten und die größere Tiefe der Investmentmärkte zum Tragen kommen.“
 
Laut Jörg Ritter, Leiter Investment & Vermietung Einzelhandel Deutschland, nimmt der deutsche Investmentmarkt im europäischen Vergleich eindeutig eine Sonderstellung ein: „Das im ersten Quartal rückläufige Volumen ist nicht auf eine veränderte Grundstimmung im Markt zurückzuführen sondern allein angebotsbedingt. Die Investorennachfrage im Segment Einzelhandelsimmobilien ist weiterhin ausgesprochen groß. Auch fehlt es im Markt keineswegs an Liquidität. Der Engpass ist, gerade im großvolumigen Bereich, das fehlende Produkt. Dies lässt sich an den weiter fallenden Renditen gut ablesen. Aus unserer Sicht bietet der deutsche Retail-Investmentmarkt derzeit sehr gute Verkaufschancen, was sich im weiteren Jahresverlauf auch in den Volumina widerspiegeln wird.“