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Pressemitteilung

London / Frankfurt

Nutzer auf europäischem Logistikflächenmarkt im 1. Quartal 2012 zurückhaltender

Umsatz im Jahresvergleich rückläufig, bleibt aber deutlich über 10-Jahresdurchschnitt


Presseinformation inklusive Chart [PDF] 

 
 
 
 
  • Deutschland mit einem Drittel des europäischen Vermietungsumsatzes nach wie vor stärkster Markt – Frankreich und Polen folgen auf den Plätzen
     
  • Mietpreise haben sich im 1. Quartal 2012 stabilisiert - Wachstum auf niedrigem Niveau in den nächsten fünf Jahren erwartet
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London /  Frankfurt, 15. Juni 2012 – Der europäische Logistikflächenumsatz* belief sich im 1. Quartal 2012 auf knapp 3 Mio. m² und lag damit 16 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem sehr starken 4. Quartal 2011 wurde sogar ein Rückgang von 35% registriert. Gleichzeitig notierte der Umsatz in den ersten drei Monaten 2012 15 % über dem Durchschnitt aller Quartale der letzten 10 Jahre.
 
Mit einem Flächenumsatz* von knapp 1 Mio. m² blieb Deutschland einmal mehr der aktivste Markt. Der Umsatz im 1. Quartal 2012 ging im Jahresvergleich um 16% gegenüber dem Rekordniveau des Vorjahres zurück. Frankreich und Polen konnten erneut - wie schon im Gesamtjahr 2011 - Platz 2 und 3 belegen. Auf sie entfielen knapp 350.000 m² bzw. 330.000 m² im 1. Quartal 2012, gegenüber dem 1. Quartal 2011 gleichbedeutend einem Umsatzwachstum von 13 % bzw. 18 %. Damit erzielten die Top 3 zusammengenommen mehr als 50% des europäischen Gesamtumsatzes in Q1 2012.
 
Im übrigen Europa legte der Umsatz im Jahresvergleich in den Niederlanden (+38%) und Spanien (+18%) zu. Rückläufig dagegen die Umsätze in Belgien (-69%), der Tschechischen Republik (-53%), Ungarn (-55%), Russland (-5%) und Großbritannien (-56%). 
 
„Alles in allem agieren die Nutzer von Logistikflächen inzwischen zurückhaltender. Die Handelsströme und Exporttätigkeit in der Region sind in Anbetracht der - auch durch die Euro-Krise - weiterhin unsicheren konjunkturellen Aussichten schwer vorhersehbar. Dennoch rechnen wir für den weiteren Jahresverlauf mit einem weiterhin robusten Umsatzniveau, angekurbelt durch eine Reihe struktureller Veränderungen wie Outsourcing und E-Commerce und vor allem durch positivere globale Aussichten mit einer weiterhin starken Konsumnachfrage privater Haushalte in den Schwellenländern“ , so Paul Betts, Leiter EMEA Logistics and Industrial bei Jones Lang LaSalle. „Trotzdem: Der Gesamtumsatz dürfte 2012 etwa 15% unter dem Rekordvolumen des Vorjahres liegen”, fügt Paul Betts hinzu. 
 
Das Fertigstellungsvolumen im 1. Quartal 2012 lag bei 1,5 Mio. m², damit knapp 80 % höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, gleichzeitig Minus 31% gegenüber den durch zahlreiche Fertigstellungen von „built-to suits“ geprägten letzten drei Monate 2011. Dennoch notierte das Fertigstellungsvolumen im 1. Quartal 2012 insgesamt immer noch deutlich unter dem Durchschnitt aller Quartale in den letzten 10 Jahren. Gleichzeitig wurde im 1. Quartal im Vergleich zum Vorquartal ein leichter Rückgang von Bau-Neustarts registriert. 
 
Insgesamt waren Ende März 2012 4,8 Mio. m² in Bau (damit etwas mehr als Ende Dezember 2011), dabei überwiegen nicht-spekulative Vorhaben. Infolge dessen tendiert das Angebot sofort verfügbarer, modernen Logistikflächen in den meisten europäischen 1A-Logistikhubs praktisch gegen Null.
 
Die Spitzenmieten blieben im 1. Quartal 2012 im Vergleich zum Vorquartal in den meisten Märkten weitgehend unverändert. Nur zwei Märkte, Antwerpen (+2,1% auf 46 Euro / m² / Jahr) und Brüssel (+9,9% auf 55 Euro / m² / Jahr verzeichneten aufgrund des fehlenden Angebots ein Mietpreiswachstum. Dagegen sanken die Mieten in Amsterdam (-2,7%, auf 90 Euro / m² / Jahr) Madrid (-3,3%, auf rund 70 Euro / m² / Jahr) und London (-3,6%, 165 Euro / m² / Jahr) - zurückzuführen auf schwächere Nutzer-Aktivitäten in Verbindung mit noch immer hohen Leerstandsquoten. 
 
„Wir rechnen für 2012 in den meisten Märkten mit weitgehend unveränderten Spitzenmieten, denn die Nutzernachfrage übersteigt das knappe Angebot an modernen Flächen“, so Alexandra Tornow, bei Jones Lang LaSalle Leiterin Research Industrial & Logistics EMEA. Die höchsten Mietpreise werden in diesem Jahr in Moskau abgerufen, wenngleich das Wachstum hier im Vergleich zur starken Performance im gesamten Vorjahr (+17,4%) deutlich geringer ausfallen dürfte. Auch für einige westeuropäische Märkte, insbesondere für Belgien und Deutschland, wird eine positive Mietpreisperformance erwartet. „Dennoch wird die in Anbetracht der unsicheren Konjunkturlage nachlassende Aktivität im Gesamtjahr voraussichtlich zu einem leichten Rückgang der aggregierten Mieten in Europa führen”, so Tornow. Und weiter: „Ab 2013 gehen wir wieder von steigenden Mietpreisen aus, wenn auch mit ca. 1 % im Jahresdurchschnitt über den Zeitraum von fünf Jahren auf niedrigem Niveau. Die Höchstwerte der letzten Dekade werden dabei nicht überschritten.“
 
 
* Der Umsatz erfasst 11 europäische Märkte: Belgien, die Tschechische Republik, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, die Niederlande, Polen, Russland (Umsatz: nur Moskau), Spanien und Großbritannien. Die Analyse beruht auf Flächeneinheiten > 5.000 m² für Kontinentaleuropa und > 10.000 m² für Großbritannien.