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Pressemitteilung

Düsseldorf

Düsseldorf stärkt mit geeigneten städtebaulichen Maßnahmen seine Metropolfunktion und Anziehungskraft als Einzelhandelsstandort

Jones Lang LaSalle analysiert Entwicklung auf dem Einzelhandelsimmobilienmarkt


Pressemitteilung mit Schaubildern (PDF)

Düsseldorf, 22. Juni 2011 – Mehr als jede zehnte Vermietung in den Einkaufsmeilen der sieben wichtigsten deutschen Metropolen wurde im ersten Quartal 2012 in Düsseldorf abgeschlossen. Bezogen auf den Flächenumsatz liegt der Anteil sogar bei fast 20 Prozent. Mit ihrer perfekten Mischung aus Luxus-, Konsum- und Trendlagen und dem immer mehr an Profil gewinnenden Kö-Bogen baut die Rheinmetropole ihre Metropolfunktion konsequent aus. Im ersten Halbjahr 2012 liegen die Spitzenmieten bei bis zu 255 Euro/m². Für die letzten 10 Jahre notiert Jones Lang LaSalle mit einer Steigerungsrate von über 45 Prozent den höchsten Mietzuwachs im Metropolenvergleich.

Andreas Siebert, Leiter Einzelhandelsimmobilien Düsseldorf bei Jones Lang LaSalle: „Düsseldorf unterstreicht seine Metropolfunktion derzeit mit den richtigen städtebaulichen Maßnahmen. Der Kö-Bogen definiert den Schadowplatz neu und verleiht ihm eine Funktion als zentraler Anlaufpunkt. Die Wasserpromenade und die neuen Sichtachsen zu Schauspielhaus, Oper und Hofgarten sorgen für eine neue Aufenthaltsqualität. Der Breuninger Departmentstore und der gesamte Mietermix sowie das neue Parkraumangebot werden die Anziehungskraft auf auswärtige Besucher nochmals erhöhen. Der Einzelhandel profitiert seit jeher von der hohen Bevölkerungsdichte und Kaufkraft des Einzugsgebiets. Mit den jüngsten Maßnahmen wird die Innenstadt nochmals aufgewertet und alle 1a-Lagen der Stadt werden profitieren.“

Königsallee: Kernbereich verlängert sich perspektivisch in Richtung Kö-Bogen

Mit dem Kö-Bogen als Düsseldorfs bedeutendster Projektentwicklung entstehen in prominenter Lage zwischen Königsallee und Schadowstraße bis zum Herbst 2013 rund 19.000 m² Einzelhandelsfläche. Das damit verbundene Potenzial hat selbst auf der ehemaligen Bankenseite der Kö eine zaghafte Öffnung in Richtung Einzelhandelsnutzung begünstigt.

Laut Siebert bestätigen die jüngsten Neuvermietungen den Entwicklungspfad der vergangenen Jahre: „Der Kernbereich der Luxusmeile zwischen Escada und Steinstraße wertet kontinuierlich auf und wird sich perspektivisch in Richtung Kö-Bogen verlängern. Gleichzeitig setzt sich die konsumigere Ausrichtung im südlichen Bereich ab der Steinstraße fort. Wir begrüßen diese Entwicklung. Die Kö braucht, wie fast alle internationalen Luxusmeilen, eine frequenzsteigernde Verjüngung der Kundschaft. Gerade im Textilbereich suchen viele Konzepte aus dem konsumigen Premiumbereich Anschluss an das Luxussegment. Dieser Trend, der mit erheblichen Anstrengungen im Ladenbau einhergeht, spiegelt sich im Mieterbesatz der Kö wider.“

So präsentiert sich der österreichische Schmuckfilialist Frey Wille ab April 2013 in der Königsallee 92. Tumi, Spezialist für Reise- und Businessgepäck, eröffnet in diesen Tagen seinen vierten Deutschland-Store in der Kö-Galerie. Das türkische Modelabel Sarar übernimmt im Spätsommer die Fläche des Herrenausstatters Herbert Stock. Nespresso eröffnet zum Weihnachtsgeschäft 2012 auf zwei Etagen im Neubau Königsallee 19. Der Düsseldorfer Flagship Store soll der nach München zweitgrößte in Deutschland werden. Im Haus Kö-Blick hat sich im Frühjahr zudem der niederländische Menswear-Spezialist Suitsupply mit seinem ersten deutschen Store niedergelassen.

Schadowstraße: Nach langer Durststrecke auf dem Weg zu alter Stärke

Die Einkaufsmeile Schadowstraße bleibt trotz Baustellen das Zentrum eines jeden Düsseldorfer Shoppingbummels. Zweifellos hat die Schadowstraße unter den Bauarbeiten stark gelitten. Mit deren Ende und der Eröffnung des Kö-Bogen wird dieser Prozess jedoch ein Ende finden.

Siebert: „Der im ersten Halbjahr 2013 anstehende Abriss der Hochstraße „Tausendfüßler" zwischen Jan-Wellem-Platz und Gustav-Gründgens-Platz wird die Attraktivität der innerstädtsichen 1a-Lagen klar erhöhen und deren Verbindung optimieren. Vor allem für die Schadowstraße bedeutet die Entscheidung eine deutliche Aufwertung.“

Fest steht auch: Allen Beeinträchtigungen zum Trotz weist die Lage im Vergleich der Düsseldorfer Toplagen in den letzten zehn Jahren die höchsten Mietsteigerungen auf. Im besten Bereich der Einkaufsmeile zwischen Königsallee und P&C werden derzeit bis zu 245 Euro/m² erzielt.

Im hinteren Teil der Schadowstraße, der weniger im Fokus der überregionalen Besucher steht, stehen zwei zugkräftige Mieter in den Startlöchern. Auf dem Grundstück Schadowstraße 50-52 / Ecke Bleichstraße entsteht bis 2014 ein Geschäftshaus mit jeweils knapp 5.000 m² Einzelhandels- und Bürofläche. Ankermieter wird auf rund 3.500 m² und vier Etagen Sport Scheck. Im Neubau Schadowstraße 56-58 wird sich zudem auf rund 6.000 m² Verkaufsfläche Primark niederlassen.

Zuletzt hat die Rewe-Gruppe in der Schadowstraße 87 einen "Rewe to go"-Shop eröffnet, der ein reduziertes Sortiment von rund 800 Artikeln bietet. Apollo-Optik wird im Frühjahr 2013 Alleinmieter des geplanten Geschäftshausneubaus Schadowstraße 59. Bijou Brigitte übernimmt die ehemalige Dunkin` Donuts-Fläche.

Flingerstraße: Erste Standortoption für Trendkonzepte

Düsseldorfs Einkaufsmeile für junge Mode und Accessoires zeigt mit einer konstant hohen Passantenfrequenz und Flächennachfrage eine stabile Entwicklung. Die Lage ist für Konzepte, die konsumige junge Kunden ansprechen, weiterhin erste Wahl. In der Spitze werden derzeit bis zu 220 Euro/m² erzielt.

Zuletzt hat der Schuhfilialist Tamaris das Ladenlokal von Bonita übernommen. Die italienische Modemarke Calzedonia ist in die zuvor von BiBA genutzte Fläche eingezogen. Anfang April hat die britische Schuhmarke Clarks in der früheren Levi’s-Fläche eröffnet. In der nahe gelegenen Grabenstraße ist ebenfalls Bewegung. Zuletzt haben Tee Gschwendner und das Jeanslabel Closed dort neue Flächen gemietet.

Investmentmarkt: Erstklassige Objekte sind Mangelware

Der Düsseldorfer Investmentmarkt für Einzelhandelsimmobilien zeigt sich im bisherigen Jahresverlauf verhalten. Das vergleichsweise niedrige Transaktionsvolumen ist jedoch nicht auf eine veränderte Grundstimmung im Markt zurückzuführen sondern allein angebotsbedingt. Die Investorennachfrage nach erstklassigen Einzelhandelsimmobilien in Düsseldorf ist weiterhin ausgesprochen groß. Auch fehlt es im Markt keineswegs an Liquidität. Der Engpass ist, gerade im großvolumigen Bereich, das fehlende Produkt. Wie in allen Metropolen bietet auch der Düsseldorfer Retail-Investmentmarkt nach Ansicht von Jones Lang LaSalle derzeit sehr gute Verkaufschancen, was sich im weiteren Jahresverlauf auch in den Volumina widerspiegeln werde.​