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Pressemitteilung

London, Chicago, Singapur

Eigenkapitalkräftige Käufer kurbeln Investitionen in Gewerbeimmobilien an

Sachanlagen im Fokus der Investoren - widerstandsfähiges Volumen in 2012


Presseinformation inklusive Charts [PDF]

 

 

Jones Lang LaSalle zum globalen Transaktionsvolumen
 
  • 2. Quartal 2012:  ca. 103 Mrd. US$  -  plus 10 % gegenüber Q1 2012 
     
  • Alle Regionen im Vergleich Q 1 und Q 2  2012  mit  Wachstum 
     
  • Halbjahresergebnis 2012 gegenüber H1 2011  minus 9 %, gegenüber H1 2010 plus 50% 
     
  • Q2 2012 gegenüber Q 2 2011 minus 6 %
     
  • Prognose für das Gesamtjahr 2012 bleibt bei rund 400 Mrd. US$
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London, Chicago, Singapur, 9. Juli 2012 – Die vorläufigen Daten und Fakten, die vom Jones Lang LaSalle Capital Markets Research Team aus mehr als 60 Ländern zusammengetragen wurden, lassen zunehmende Aktivitäten auf dem Markt für Direktinvestitionen in Gewerbeimmobilien im 2. Quartal erkennen (+10 % gegenüber Q 1 auf 103 Mrd. US$). Die Investoren wenden sich weiter von Aktienanlagen ab und anderen Anlageformen zu.
 
In allen Regionen weltweit konnte vom ersten zum zweiten Quartal 2012 ein Anstieg des Transaktionsvolumens notiert werden. Im Jahresvergleich gilt der Anstieg allerdings nur für den asiatisch-pazifischen Raum. 
 
Ein Vergleich der Aktivitäten im laufenden Jahr mit jenen in der ersten Halbjahren 2010 und 2011 zeigt, dass im Gegensatz zu dem fragilen Markt vor zwei Jahren die Investoren aktuell wesentlich abschlussfreudiger waren (Transaktionsvolumen +50 %). In Anbetracht der anhaltenden Sorge um die Verschuldung und das Konjunkturwachstum hat die durch die Regierungsanreize weltweit entfaltete Dynamik im ersten Halbjahr 2011 im laufenden Jahr allerdings nicht angehalten. Das Transaktionsvolumen ging im Halbjahresvergleich 2011/2012 leicht um 9 % zurück.
 
Arthur de Haast, Leiter der International Capital Group von Jones Lang LaSalle: „Wir bewegen uns zweifellos in einem schwierigen Umfeld. Aber die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Gewerbeimmobilien in guter Lage bleibt weltweit weiterhin stark, eindeutiges Indiz ist das Ergebnis in den letzten drei Monaten. Vor dem Hintergrund immer weiter nachlassender Renditen anderer Asset-Klassen sind die laufenden Erträge, die gewerbliche Spitzenimmobilien des Core-Segmentes bieten, für viele Investoren attraktiv. Selbst in Europa, derzeit im Zentrum des konjunkturellen Sturms, machen Transaktionen wie beispielsweise jüngst der Erwerb von zwei Londoner Immobilien aus dem KanAm-Portfolio durch den malaysischen Rentenfonds PNB zu einem über dem ausgewiesenen Buchwert von 590 Millionen Euro liegenden Preis deutlich, dass für beste Objekte die Nachfrage stimmt.“
 
Ein konstantes Merkmal des Investmentmarkts in letzter Zeit war der Einfluss kapitalkräftiger Käufer bei Core-Immobilien in Spitzenlagen. Angesichts von Meldungen über den Ausstieg von Banken aus dem gewerblichen Immobilienfinanzierungsgeschäft und Markteinsteigern, die nur einen Bruchteil des erforderlichen Kapitals bereitstellen könnten, dominieren Private Equity sowie institutionelle und eigenkapitalstarke Investoren die Kaufaktivitäten auf Kosten von Verkäufern, die veräußern müssen,  insbesondere Projektentwicklern. 
 
David Green-Morgan, Director Global Capital Markets Research bei Jones Lang LaSalle: „Wir sehen ein Plus des Transaktionsvolumens im zweiten Quartal und ein Tempo der Aktivitäten, das  weitgehend dem von 2011 entspricht. Dabei entwickeln sich die globalen Investmentmärkte weiter und es treten vermehrt eigenkapitalstarke neue Marktteilnehmer auf, die von den unmittelbaren laufenden Erträgen und dem längerfristigen Kapitalwachstum angezogen werden. Wir gehen davon aus, dass der Investmentmarkt weiterhin von den Playern beherrscht wird, die Zugang zu Eigenkapital haben und nur minimale oder gar keine Kreditfinanzierung benötigen. In Paris war das zum Beispiel am  Erwerb von Einzelhandels- und Büroimmobilien durch Investoren aus Katar zu beobachten oder bei neuen Marktteilnehmern wie Norges, die ihre Direktinvestitionen in Immobilien auf den internationalen Märkten weiter verstärken.” 
 
Arthur de Haast ergänzt: „In den letzten beiden Jahren haben Core-Immobilien in Spitzenlagen eine starke Performance an den Tag gelegt, sie haben das meiste Investitionskapital angezogen. Das Gewicht dieses Kapitals hat die Renditen auf den globalen Märkten für Spitzenimmobilien sinken lassen, während die Renditen für zweitklassige Immobilien nach wie vor einen Anstieg verzeichnen. Die Schere zwischen prime und secondary wird also immer größer. Trotz der unsicheren  konjunkturellen Aussichten werden sich die Preise in vielen „Zweit-Märkten“  letztendlich auf einem Niveau einpendeln, das vermehrt Kapital anziehen wird.“
 
Obwohl das Halbjahresvolumen geringfügig unter dem Niveau von 2011 liegt, gibt es keinen tiefgreifenden  Einschnitt bei den Anleger-Aktivitäten oder bei der Kapitalbeschaffung. Zu beobachten sind aber längere Verhandlungszeiträume. Darüber hinaus wird das Thema Kreditfinanzierung die Immobilienmärkte auch in den kommenden sechs Monaten begleiten. Vor diesem Hintergrund bleibt Jones Lang LaSalle bei seiner Prognose von rund 400 Mrd. US$ Transaktionsvolumen in 2012. Ein möglicher weiterer Preisanstieg im Core-Bereich  könnte in „Sekundärlagen“ für verstärkte Aufmerksamkeit bei dort verfügbaren Gelegenheiten sorgen. Dies wäre ein zusätzlicher Schub in der normalerweise schon an sich aktiveren zweiten Jahreshälfte.